Monatliche Gebetstage

Der monatliche Gebetstag um geistliche Berufe ist jeweils der Donnerstag vor dem ersten Freitag (Herz-Jesu-Freitag) im Monat

 

2010

31. Dezember 2009 4. Februar 4. März 1. April 6. Mai 3. Juni
1. Juli 5. August 2. September 30. September 4. November 2. Dezember

 



Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe
Donnerstag, 1. Juli 2010

Der Prophet Amos, von dem die heutige Lesung berichtet, ist Viehzüchter und Obstbauer aus der Gegend um Bethlehem. Im Auftrag Gottes tritt er im achten vorchristlichen Jahrhundert öffentlich auf und übt Kritik am Staat, an der Wirtschaft und am Gerichtswesen.

Die reiche Oberschicht der damaligen Zeit beutet die Armen und Schwachen aus. Gott will eine gerechtere Welt, in der menschenwürdige Lebensbedingungen für alle herrschen.

Auch Jesus von Nazareth tritt als Prophet auf. Er verkündet die Botschaft vom Reich Gottes und bekräftigt seine Worte unter anderem durch Wunder. Das heutige Evangelium berichtet von der Heilung des Gelähmten, dem Jesus auch die Sünden vergibt. Dies empfinden die Pharisäer als Gotteslästerung. Jesus aber besteht auf seiner Berufung, der von Gott gesandte Erlöser der Welt zu sein.

Auch unsere Zeit, die oft schwerhörig für Gottes Anruf geworden ist, und unsere Kirche, die manchmal wie gelähmt den großen Herausforderungen der heutigen Gesellschaft gegenübersteht, braucht Prophetinnen und Propheten, die nach Jesu Vorbild leben und damit Boten der neuen Welt Gottes sind.

Wir finden sie unter den getauften und gefirmten Christinnen und Christen. Manche von ihnen leben nach den sogenannten evangelischen Räten: Armut - Gehorsam - Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen. Neben den traditionellen Ordensgemeinschaften gibt es sogenannte "Säkularinstitute": Ihre Mitglieder leben und arbeiten mitten in der Welt. Sie üben ihren Beruf aus und folgen Jesus durch ein Leben nach den evangelischen Räten in besonderer Weise nach.

Auch in Lehr- und Sozialberufen verzichten manche Frauen und Männer auf eine eigene Familie, um ganz für die ihrer Sorge Anvertrauten verfügbar zu sein.

Beten wir um solche Prophetinnen und Propheten:
"Gott, schau auf unsere Welt. Berufe Menschen, die deine Liebe in Ehe und Familie oder durch ein Leben nach den evangelischen Räten bezeugen.

Berufe Menschen, die in Beruf, Familie, Politik, Wirtschaft und auch in unserer Kirche die Welt im Geist des Evangeliums prägen, die mitbauen an einer neuen Gesellschaft, in der Gerechtigkeit, Liebe und Frieden herrschen."

Franz Schrittwieser


 

VORSCHLÄGE ZUR GOTTESDIENSTGESTALTUNG

ANLIEGEN
Für die Mitglieder in Säkularinstituten. Segne sie, dass sie in der Spannung zwischen geistlichem Leben und Welt dir die Treue hallten und so fruchtbar werden für die Welt.

EINLEITUNG
Nicht wo du stehst, ist entscheidend, sondern wie du stehst, lautet ein Sprichwort. Die Lebensarten mögen wechseln, aber der Mensch nimmt sich immer mit. Als Christinnen und Christen wollen wir unserer Berufung entsprechend leben und Zeugnis der Liebe Gottes zur Welt geben. Da kommt es auf das "wie" an. Unser Glaube nährt sich vom lebendigen Wort Gottes. Aber das Wort Gottes ist manchhmal kantig und schwer. Die biblischen Texte des heutigen Tages gehören zu diesen schweren Worten. Da ist die Rede von Veränderungen. Sowohl Amos als auch Jesus lösen durch ihre Verkündigung starken Widerstand bei einigen Hörern aus. Gottes Wort will verändern. Es will uns auf unsere eigenen Beine stellen und in die Freiheit führen. Wie stehst du dazu?

KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
- du stehst den Menschen nah.
- du stehst den Menschen bei.
- du stehst für die Menschen ein.

TAGESGEBET
Gott. Du hast uns geschaffen - doch wir kennen dich kaum. Du liebst uns - und doch bist du uns fremd. Offenbare dich deiner Gemeinde. Zeig uns dein Gesicht. Sag uns, wer du bist und was du für uns bedeutest. Lehre uns dich erkennen, dich verstehen, dich lieben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

LESUNG
Am 7,10-17: Amos, ein Viehzüchter und Obstbauer, wird von Gott in den Dienst genommen. Er verkündet den religiösen und staatlichen Autoritäten seiner Zeit Gottes Wort und steht dafür ein, dass Gottes mahnendes Wort das auserwählte Volk erreichen kann. Der Priester Amazja spürt, dass die Umsetzung des Prophetenwortes eine Veränderung der Ordnung und Gewohnheiten bedeutet. Das Wort Gottes führt in die Krise - und fordert das Volk Israel zu einer neuen Entscheidung für Gott heraus.

EVANGELIUM
Mt 9,1-8: Jesus heilt einen Gelähmten und vergibt ihm seine Sünden. Das ist Gotteslästerung, weil nur Gott selbst die Sünden vergeben kann. Die Pharisäer stehen fest in ihrer Lehre und haben Angst, den Halt zu verlieren. Jesus steht fest in der Beziehung zu Gott, seinem Vater, und zeigt die Macht über Dämonen und Sünde, die er von Gott bekommen hat.

FÜRBITTEN
In der Heilung des Gelähmten hat uns Jesus Christus gezeigt, dass er zu uns Menschen steht und uns aufrichten möchte. Im Vertrauen auf seine Liebe zu uns und zur Welt bitten wir ihn:

- Für alle Frauen und Männer, die ihr Leben in den Dienst Gottes gestellt haben. Lass sie mutige Zeugen deiner Barmherzigkeit und Liebe sein.

- Für alle Mitglieder in Säkularinstituten. Schenke ihnen deine Kraft, ihre Berufung in Treue zu leben und darin Erfüllung zu finnden.

- Für alle Verantwortlichen in der Kirche und der Politik. Lass sie erkennen, was du von ihnen willst und gib ihnen den Mut, es auch in die Tat umzusetzen.

- Für alle Getauften. Schenke ihnen die Bereitschaft auf die Not anderer Menschen zu blicken und ihnen, wo immer es möglich ist, zu helfen.

- Für alle, die Gott suchen. Schärfe ihre Sinne für deine Gegenwart in den Schwestern und Brüdern, der Schöpfung und deinem Wort .

- Für unsere Verstorbenen - Eltern, Freunde, Bekannte. Schenke ihnen die Erfüllung ihrer Sehnsucht auf ein ewiges Leben bei dir.

Herr Jesus Christus, Gottes Sohn, dir allein sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.



LIEDAUSWAHL ZUR EUCHARISTIEFEIER
(GL = Gotteslob; DMU = Du mit uns)

GL DMU
Eingang 297,1.2.7.8 108
Kyrie 485 643
Antwortgesang 465 611
Gabenbereitung 480 644
Sanctus 438 283
Dank 264,1.2 418


Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe
Donnerstag, 5. August 2010

Gott hat mit seinem Volk einen Bund geschlossen und ihm auf dem Berg Sinai seine Gebote auf den Weg in die Freiheit des Gelobten Landes mitgegeben. Die Israeliten haben diesen Bund oft gebrochen, sie sind Gott untreu geworden.

In der heutigen Lesung tritt der Prophet Jeremia auf und spricht von der Zuneigung und Treue Gottes zu seinem Volk. Gott ermöglicht einen Neuanfang. Seine Gebote will er nicht nur auf steinernen Tafeln festhalten, sondern in den Herzen der Menschen verankern.

Jesus, den Petrus im heutigen Evangelium als Messias, den Sohn des lebendigen Gottes, bekennt, radikalisiert auf dem Berg der Seligpreisungen, dem Sinai des Neuen Bundes, in der Bergpredigt das Bundesgesetz Gottes. Er macht das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zum ersten und größten Gebot für das Gottesvolk des Neuen Bundes, für seine Kirche.

Neben der Verkündigung der Frohen Botschaft und der Feier der Liturgie ist die Diakonie (Caritas) eine zentrale Aufgabe der Kirche. Unzählige Menschen sind Tag für Tag unterwegs zu den Kranken und Sterbenden. Sie arbeiten in Spitälern, Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen. Sie tragen das Logo "Caritas" nicht nur auf ihren Einsatzfahrzeugen oder ihrer Dienstkleidung, sondern in ihrem Herzen. In ihnen schlägt das Herz der Kirche für alle, die der Hilfe bedürfen.

Beten wir für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas und für uns alle:
"Herr Jesus Christus, du hast gesagt: ,Was ihr dem Geringsten meiner Brüder und Schwestern tut, das habt ihr mir getan.' Wir bitten dich um den Geist der Liebe und Hilfsbereitschaft für alle, die im Dienst an den Hungernden und Kranken, den Armen und Behinderten, an den Menschen, die an leiblichen und seelischen Nöten leiden, arbeiten. Schenke diesen Geist uns allen, damit wir uns mit Recht Christinnen und Christen nennen dürfen."

Franz Schrittwieser



VORSCHLÄGE ZUR GOTTESDIENSTGESTALTUNG

ANLIEGEN
Für alle Männer und Frauen, die sich in der Kirche zur Verfügung stellen in Verkündigung und Diakonie. Gib ihnen Kraft.

EINLEITUNG
"Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" Die Frage, die Jesus damals seiinen Jüngern gestellt hat, ist auch für uns heute nicht verklungen. Immer wieder stellt er die Frage: Wer bin ich für Dich? Was bedeute ich Dir?Welchen Platz darf ich in deinem Leben einnehmen? Letztlich ist das die Frage nach meiner Beziehung zu Jesus. Beziehungen sind etwas Lebendiges, sie verändern sich mit der Zeit. Auch unsere eigeene Beziehung zu Gott bzw. zu Jesus Christus kann sich im Laufe des Lebens verändern. Die Antwort des Petrus auf die Frage Jesu kennen wir: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" Können wir diese Antwort in unserem Herzen nachsprechen und nachvollzieehen? Wie würde unsere Antwort heute lauten? - Stellen wir uns mit unserer Antwort und mit unseren Fragen vor den Herrn, der in dieser Feier von Neuem auf uns zukommt. Er ruft uns in seine Nähe und in seine Nachfolge.

KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
- in dir erkennen wir, wer Gott für uns sein will.
- du lädst uns immer wieder ein in die Gemeinschaft mit dir und dem Vater.
- du willst selbst die Antwort sein, auf unsere Sehnsucht nach Leben.

TAGESGEBET
Jesus Christus hat gesagt: "Sorgt euch nicht um euer Leben! Ängstigt euch nicht! Euch soll es um das Reich Gottes gehen; dann wird euch das andere dazugegeben." Darum beten wir: Gott. Wir fürchten, wenn wir uns auf dich einlassen, wird unser Leben noch schwerer; wenn wir uns für deine Sache mühen, kommen wir selber zu kurz. Mach uns frei von der Angst. Gib uns Freude an deinem Reich und lass uns erfahren, dass dir allein die Zukunft gehört. Das gewähre uns durch Jesus Christus.


LESUNG
Jer 31,31-34: Der neue Bund, den Gott mit seinen Auserwählten schließen will, zeigt wie groß die Zuneigung und dieTreue Gottes zu seinem Volk sind. Auch wenn die Israeliten den alten Bund gebrochen haben, Gott ermöglicht einen Neuanfang. Er selbst sorgt dafür, dass die Menschen ihn erkennnen können und der neue Bund nicht nur äußerlich - auf Steintafeln festgehalten, sondern in den Herzen verankert wird.

EVANGELIUM
Mt 16,13-23: Am Messias, dem Sohn des lebendigen Gottes, scheiden sich die Geister. Dies bekommt auch Petrus hautnah zu spüren. Eben noch nennt ihn Jesus den Felsen, auf dem die Kirche stehen soll, dann schon ist er der Satan, der nicht im Sinn hat, was Gott will. Die Trennlinie zwischen dem Guten und dem Bösen verläuft nicht sauber zwischen den Menschen, sie verläuft im Herzen eines jeden einzelnen. Dort fällt die Entscheidung.

FÜRBITTEN
Wir beten zu unserem Herrn Jesus Christus, in dem uns die Liebe Gottes entgegenkommt und sichtbar geworden ist.

- Herr, Jesus Christus, wir beten für alle, die du in deine Nachfolge gerufen hast, um in der Kirche einen Dienst zu übernehmen.
- Herr, Jesus Christus, wir beten für alle, die dein Wort verkünden und die durch ihr Wirken und ihren Lebensstil zeigen, was dem Evangelium entspricht.
- Herr, Jesus Christus, wir beten für alle Frauen und Männer, die ihr Leben Gott geweiht haben. Lass ihr Leben ein lebendiges Zeugnis deiner bleibenden Liebe und Zuneigung zu uns Menschen sein.
- Herr, Jesus Christus, wir beten für alle, die sich in der Caritas und der Diakonie um andere Menschen kümmern, ihnen dienen und helfen. Gib ihnen immer neu Kraft für ihre Aufgaben und lass durch sie deine Liebe bei den Menschen erfahrbar werden.
- Herr, Jesus Christus, wir beten für alle, die in der Politik für die Gestaltung der Gesellschaft Verantwortung tragen. Gib ihnen ein waches Gespür für die Nöte der Menschen.
- Herr, Jesus Christus, wir beten für die Verstorbenen, mit denen wir uns über den Tod hinaus verbunden fühlen. Nimm sie auf in deine Herrlichkeit.

Jesus Christus, Du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Dir vertrauuen wir uns selbst und unsere Bitten an, damit du uns immer mehr zum Vater führst. Dir sei Ehre in alle Ewigkeit. Amen.



LIEDAUSWAHL ZUR EUCHARISTIEFEIER
(GL = Gotteslob; DMU = Du mit uns)

GL DMU
Eingang 555 9
Antwortgesang 632 475
Gabenbereitung 533 338
Sanctus 481 418
Dank 558 447


Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe
Donnerstag, 2. September 2010

VORSCHLÄGE ZUR GOTTESDIENSTGESTALTUNG

ANLIEGEN
Für alle Ehrenamtlichen in den kirchlichen Gemeinden in ihren vielfältigen Diensten. Hilf, dass ihnen ihre Aufgabe echte Freude bereitet und sie erfüllt.

EINLEITUNG
Die Kirche ist aus lebendigen Steinen aufgebaut, aus Menschen, die ihre Charismen für andere einbringen. Auf diese Weise bilden ungezählte Christinnen und Christen die Kirche in der Überzeugung, dies nicht einfach aus sich heraus zu tun. Sie lassen sich in den Dienst des Geistes Gottes nehmen, der uns zu einer Gemeinschaft zusammenführt. Wir wollen heute besonders für alle Ehrenamtlichen in den kirchlichen Gemeinden in ihren vielfältigen Aufgaben beten. Wir wollen den Herrn bitten, dass er sie in ihrem Tun mit Freude erfüllt und sie in ihrem Einsatz bestärkt.

KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
- du baust deine Kirche aus lebendigen Steinen.
- du rufst auch uns, daran mitzubauen.
- du schenkst uns Begabungen, deine Nähe und Begleitung.

TAGESGEBET
Gott,
Du hast uns verschiedene Gaben geschenkt. Keinem gabst du alles - und keinem nichts. Jedem gibst du einen Teil. Hilf uns, dass wir uns nicht zerstreiten, sondern einander dienen mit dem, was du einem jeden zum Nutzen aller gibst. Darum bitten wir durch Jesus Christus.


LESUNG
1 Kor 3,18-23: Wenn Paulus eindringlich zu der Gemeinde in Karinth über die Grenzen der menschlichen Weisheit spricht, so kann uns dies einen Hinweis darauf geben, worauf es in einer christlichen Gemeinschaft immer ankommt. Es geht nicht darum, sich aus eigener Kraft vor anderen zu profilieren, sondern vielmehr darum, das eigene Tun an Jesus Christus zurück zu binden, der die Mitte unserer Gemeinschaft sein will. Paulus sagt an anderer Stelle im Korintherbrief: Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn. Eine geistliche Haltung der Demut, die auch heute unsere Kirche benötigt, damit sie von ihrem Herrn Zeugnis geben kann.

EVANGELIUM
Lk 5,1-11: "Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen." Ein Wort Jesu an Simon, das ihn wie eine Brücke aus seinem altem in ein neues Leben führt. Er, der doch ein Fischer war, wird nun Jesus nachfolgen und versuchen, Menschen für die Botschaft vom Reich Gottes zu gewinnen. In der Stunde ihrer Berufung erleben die ersten Jünger die Fülle des wunderbaren Fischfangs, eine Verheißung, ein Vorzeichen für den Weg, den sie nun mit Jesus gehen wollen.
Die Begegnung mit Jesus Christus schenkt ihnen eine Furchtlosigkeit, die sie bestärkt, alles zu verlassen und dem Ruf Gottes zu folgen, der an sie ergeht. Jesus nimmt sehr wohl wahr, was er da für Menschen in seinen Bann zieht. Es sind einfache Fischer. Doch er spricht ihnen zu: Das, was ihr Leben bisher aussmachte, wird sich in seiner Gemeinschaft wandeln und sie werden nicht mehr Fischer sein, sondern Menschenfischer, die Menschen zu einem Leben in Gott befreien.

FÜRBITTEN
Gott, du rufst in deinen Dienst. Du bestärkst uns darin, für andere da zu sein und uns für sie einzusetzen. So wollen wir nun für die Menschen im Gebet eintreten, die du uns anvertraut hast, ob in unserer Gemeinde oder der ganzen Welt:

- Wir bitten dich für jene, die besondere Verantwortung übernehmen in der großen Politik, aber auch in unserer Kirchengemeinde. Stärke sie in ihrem Dienst und schenke ihnen Freude und Anerkennung für ihre Arbeit.

- Wir bitten dich für die Familien und Angehörigen der vielen Ehrenamtlichen. Gib ihnen ein großes Herz, mitzutragen, wo ihre Hilfe nötig ist und einzuschreiten, wo Menschen über ihre Kräfte gehen.

- Wir bitten dich für den Papst, die Bischöfe und alle, die in der Kirche Verantwortung tragen. Schenke ihnen die Phantasie, Menschen mit ihren Charismen einzubinden, damit die Kirche immer mehr zu einem Ort wird, wo deine Gegenwart unter uns erlebbar ist.

- Wir bitten für unsere Verstorbenen. Vergelte du ihnen, was sie Gutes an ihren Mitmenschen getan haben und vollende, was in ihrem Leben Bruchstück bleiben musste.

Guter Gott, in deinem Sohn Jesus Christus hast du uns ein Beispiel gegeben, wie wir uns für unsere Nächsten einsetzen sollen. Erhöre unsere Bitten durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen.



LIEDAUSWAHL ZUR EUCHARISTIEFEIER
(GL = Gotteslob; DMU = Du mit uns)

GL DMU
Eingang 297 104
Antwortgesang 292,1.4.5 209
Gabenbereitung 634,3-5 260
Dank 624 295


Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe
Donnerstag, 30. September 2010


 

VORSCHLÄGE ZUR GOTTESDIENSTGESTALTUNG

ANLIEGEN
Für alle, die den Glauben durch Lehre, Schriften und Medien verrbreiten. Lass reiche Frucht aufgehen aus ihren Bemühen.

EINLEITUNG
Viele denken darüber nach, wie die Botschaft des Evangeliums Menschen unserer Tage erreichen kann. Mit welchen Worten reden wir verständlich über das Evangelium? Wie sprechen junge Menschen miteinander? Verstehen wir ihre Sprache? Die Verkünder des Evangeliums sehen es als eine Herausforderung an, die richtigen Worte zu finden, damit Gottes Botschaft auch heute in den Herzen der Menschen ankommt.

Der heilige Hieronymus, dessen Gedenktag wir heute feiern, ist schon zu seiner Zeit diesem Gedanken nachgegangen. Er lebte von etwa 345 bis 420. Zu seinen Lebzeiten übersetzte er die Bibel in das damals gesprochene Latein und schuf damit ein Werk, welches bis heute für die Kirche von Bedeutung ist.

Unsere Übersetzungsarbeit ist heute eine andere. Das Wort der Heiligen Schrift muss in das konkrete Leben übersetzt werden. Wo uns das gelingt, da kommt die Botschaft Jesu an. Da findet sie offene Türen. Da werden Menschen für Gottes Reich gewonnen. Bitten wir den Herrn, dass wir gute Übersetzer seiner Botschaft ins Heute sind.

KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
- du hast uns deine Botschaft geschenkt.
- du bist uns nahe in deinem Wort.
- du lädst uns ein, dein Evangelium zu den Menschen zu bringen.

TAGESGEBET
Allmächtiger Gott,
du hast den heiligen Hieronymus mit leidenschaftlicher Liebe zur Heiligen Schrift erfüllt.
Öffne auch unser Herz für dein Wort, damit wir darin die Quelle des Lebens finden. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

LESUNG
Ijob 19,21-27: In der Lesung wird das Vertrauen Ijobs in seinem Gott sichtbar. Auch wenn Ijob viel Schweres erfahren hat, vertraut er auf den Herrn. In seiner Zuversicht blickt er nach vorn, dass er einst Gott schauen wird, frei von aller Not und Plage des Lebens.

EVANGELIUM
Lk 10,1-12: Jesus sendet 70 Jünger aus, die seine Botschaft zu den Menschen bringen. Die Jünger werden zu zweit ausgesandt. Im Gehen und Verkünden wird Gottes Reich gebaut. Menschen brauchen Zeugen, denen sie begegnen können. Da, wo diese Begegnung gelingt, springt der Funke des Evangeliums über. Jesus macht seine Jünger aber auch darauf aufmerksam, dass sie nicht überall Aufnahme finden werden, dass nicht alle für seine Botschaft offen sind.

FÜRBITTEN
Herr Jesus Christus, du hast zu uns durch dein Wort gesprochen und Fi darin deine Nähe zu den Menschen gezeigt. So kommen wir mit unseren Bitten zu dir.

- Für alle, die das Evangelium verkünden. Schenke ihnen Freude in ihrem Dienst und lass deine Botschaft auf offene Herzen treffen.

- Für alle, die den Glauben in den Massenmedien verkünden. Stärke sie durch deinen Geist und segne ihre Bemühungen.

- Für die Menschen, die nach der Wahrheit suchen. Lass sie in der Begegnung mit glaubenden Menschen Zugang zu deiner Botschaft finden.

- Für alle, die durch mediale Verkündigung mit deiner Botschaft in Berührung gekommen sind und neu nach dir fragen. Stelle ihnen Menschen zur Seite, die sie auf ihrem weiteren Glaubensweg begleiten.

- Für alle, die sich politisch für unsere Gesellschaft einsetzen. Hilf ihnen, die Kraft der Worte nicht zu missbrauchen, sondern zum Wohle aller einzusetzen.

- Für die Kranken und Verzweifelten. Lass sie in deinem Wort Halt und Trost finden und neue Zuversicht gewinnen.

Herr Jesus Christus, im Evangelium hören wir deine Stimme. Öffne uns, damit wir sie im Alltag vernehmen, heute, alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.



LIEDAUSWAHL ZUR EUCHARISTIEFEIER
(GL = Gotteslob; DMU = Du mit uns)

GL DMU
Eingang 614 592
Kyrie 463 134
Antwortgesang 528,3 450
Gabenbereitung 642 332
Sanctus 469 461
Agnus 470 337
Dank 268 418


Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe
Donnerstag, 4. November 2010

 

 

VORSCHLÄGE ZUR GOTTESDIENSTGESTALTUNG

ANLIEGEN
Für den Papst und die Bischöfe in ihren Ortskirchen. Hilf, dass durch die Verkündigung des Wortes und das Hirtenamt die Menschen Lebenshilfe und Heimat in der Kirche erfahren.

EINLEITUNG
Der gute Hirte ist ein treffendes Bild für den heiligen Karl Borromäus, dessen Gedenktag wir feiern. Von Kindheit an war für Karl ein geistliches Leben in der Kirche vorgesehen. Als Neffe Papst Pius IV. fielen ihm schnell kirchliche Würden und Ämter zu. Doch von Anfang an war er mehr als ein Günstling und überraschte durch sein energisches und umsichtiges Handeln für die Kirche.

Es dauerte aber noch Jahre, in denen Karl und seine Familie durch verschiedene Schicksalsschläge getroffen wurden, bis aus dem Kirchenfürsten der gute Hirte werden konnte, den Papst Paul V. 1610 heilig gesprochen hat. In einer Zeit der Umbrüche machte sich Karl daran, die Beschlüsse desTrienter Konzils in seinem Bistum Mailand umzusetzen. Und er fing zuerst bei sich selber an, indem er seine Residenz nach Mailand verlegte. Karl wollte bei der Herde sein, die ihm als Hirten anvertraut war. Diese Entscheidung erwies sich für die Kirche von Mailand als Segen. Christus, dem guten Hirten, zu folgen, kann auch heute zum Segen für die Menschen werden.

KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
- du hast der Kirche das Vorbild des guten Hirten geschenkt.
- du rufst Menschen wie den heiligen Karl Borromäus in den Dienst der Kirche.
- du berufst auch heute Menschen in deinen Dienst.

TAGESGEBET
Herr und Gott,
erhalte in deiner Kirche den Geist, von dem der heilige Karl Borromäus erfüllt war, und gib ihr die Bereitschaft, sich ständig zu erneuern. Gestalte sie nach dem Bild deines Sohnes Jesus Christus, damit die Welt ihn erkennen kann, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.


LESUNG
Röm 12,3-13: In der Lesung begegnet uns das Bild von der Kirche als Leib Christi. In diesem Leib hat jedes Glied seine Aufgabe, mit der es zum Aufbau der Gemeinde beiträgt. Wer sich fragt, woran man die Glieder des Leibes erkennt, für den hält Paulus im zweiten Teil eine Art christlichen Handlungskatalog bereit.

EVANGELIUM
Joh 10,11-16: Christus ist der gute Hirt, weil er im Augenblick der Not nicht davon läuft; er gibt sein Leben hin für die Schafe. Wer in der Kirche leiten will, dem soll die eigene Sicherheit nichts und die Herde alles bedeuten. Dieses Verhalten ist Basis für ein tiefes Vertrauen, das Hirt und Herde eint.

FÜRBITTEN
Christus, du hast der Kirche von Mailand mit dem heiligen Karl Borromäus einen guten Hirten geschenkt. Auf seine Fürsprache bitten wir dich:

- Für den Papst und alle Bischöfe, die sich mühen, die Kirche nach dem Vorbild des guten Hirten zu leiten.

- Für alle Christen, die ihrem Glauben folgen und Verantwortung in Politik und Gesellschaft übernehmen.

- Für alle Gemeinden, die den Mangel an Hirten spüren und in denen pastorale und strukturelle Veränderungen anstehen.

- Für alle, die nach Christus fragen und sich von ihm zu einem geistlichen Beruf locken lassen.

- Für die verstorbenen Hirten unserer Gemeinde und alle, die in ihrem irdischen Dasein Christus nachgefolgt sind.

Immer und überall rufst du Menschen in deine Nachfolge. Dich loben und preisen wir jetzt und alle Tage unseres Lebens. Amen.



LIEDAUSWAHL ZUR EUCHARISTIEFEIER
(GL = Gotteslob; DMU = Du mit uns)

GL DMU
Eingang 639,3-5 662
Kyrie 429 132
Antwortgesang 632 654
Gabenbereitung 108,1-3 644
Sanctus 431 284
Agnus 432 620
Dank 280 581


Zum monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe
Donnerstag, 2. Dezember 2010


 

VORSCHLÄGE ZUR GOTTESDIENSTGESTALTUNG

ANLIEGEN
Für die Familien. Gestalte sie zu Biotopen des Lebens, in denen Liebe verschenkt und empfangen und Vertrauen geteilt wird.

EINLEITUNG
Luzius heißt übersetzt "der Leuchtende". Er lebte im 5. oder 6. Jahrhundert und missionierte in der Gegend um Chur in der Schweiz. Der Überlieferung nach soll er der erste Bischof von Chur gewesen sein und den Märtyrertod gestorben sein. Auch wenn wir nicht viel von ihm wissen, so scheint sein Name Programm gewesen zu sein: Er war vom christlichen Glauben erleuchtet und verbreitete dieses Licht. Weit über seinen Tod hinaus leuchtet sein Vorbild. Er ist der Patron der Stadt Chur und wird in der St. Luzi Kirche in Chur verehrt. In der Adventszeit spielt die Lichtsymbolik eine besondere Rolle. Inmitten der Dunkelheit dieser Jahreszeit und des menschlichen Lebens leuchtet der christliche Glaube. Wie Luzius sollen auch wir von Christus Erleuchtete sein und Leuchtende für unsere Mitmenschen.

KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
- du bist das Licht der Welt.
- auch uns erleuchtest du.
- du sendest uns, dein Licht in der Welt zu verbreiten.

TAGESGEBET
Gott, du Licht unseres Glaubens,
du hast den heiligen Bischof Luzius berufen, der Kirche von Chur durch Wort und Beispiel zu dienen. Seine Fürsprache helfe uns, den Glauben zu bewahren, den er in seiner Predigt gelehrt, und den Weg zu gehen, den er uns durch sein Leben gewiesen hat. Darum bitten wir durch Jesus Christus.


LESUNG
Jak 1,12-18: Es gibt viele Versuchungen im Leben. Vieles ist verlockend, doch am Ende nicht gut für uns oder andere. Die Frage ist: Wie stark bin ich? Kann ich widerstehen? Woher bekomme ich die Kraft dazu? Gott selber - sein Wort der Wahrheit - kann uns Kraft und Orientierung geben.

EVANGELIUM
Joh 10,11-16: Dienst nach Vorschrift, nur das Nötigste machen, seinen Job tun, nur um sein Geld zu verdienen - das sind Haltungen, die wir kennen. Doch selten sind solche Menschen sympathisch. Oft wirken sie auch unzufrieden mit sich selbst. Sie tun keinen Handgriff zu viel und lassen, wenn es Feierabend ist, auf die Minute genau den Hammer oder den Bleistift fallen. Auf solche Mitarbeiter ist kein Verlass. Jesus hat eine andere Haltung vorgelebt. Als der gute Hirte setzt er sich ganz für die ihm anvertrauten Schafe ein. Er gab sogar sein Leben für sie hin. So ist er für uns ein leuchtendes Zeugnis und Vorbild.

FÜRBITTEN
Gott, unser Vater, du hast deinen Sohn in die Welt gesandt als Licht des Lebens. Am Gedenktag des heiligen Luzius bitten wir dich:

- Erfülle die Kirche mit deinem göttlichen Licht und hilf ihr, dieses Licht vor den Menschen leuchten zu lassen.

- Erleuchte die Familien mit deinem Licht und lass sie zu Biotopen des Lebens werden, in denen Liebe verschenkt und empfangen sowie Vertrauen geteilt wird.

- Hilf den Menschen in dunklen Lebenssituationen, nicht den Mut zu verlieren, und schenke ihnen immer wieder Leuchtspuren der Hoffnung.

- Schenke den jungen Menschen leuchtende Vorbilder, damit in vielen die Berufung zu einem Dienst in der Kirche geweckt werrden kann.

- Nimm unsere Verstorbenen auf in das Licht des ewigen Lebens.

Gott, unser Vater, du möchtest Licht in das Dunkel der Menschen bringen. Wir loben und danken dir dafür durch Christus, unseren Herrn. Amen.



LIEDAUSWAHL ZUR EUCHARISTIEFEIER
(GL = Gotteslob; DMU = Du mit uns)

GL DMU
Eingang 116 2
Antwortgesang 527,2 + Ps 89,2-3.20a u. 4-5.
21-22.25.27
713
Gabenbereitung 533 259
Sanctus 427 285
Agnus 428 335
Dank 557 704

 

 

2011

6. Jänner 3. Februar 3. März 31. März 5. Mai 2. Juni
30. Juni 4. August 1. September 6. Oktober 3. November 1. Dezember

 

 


Canisiuswerk : 1010 Wien : Tel. 01 512 51 07 : canisiuswerk@canisius.at : © by kessler