News : Die Bekenntnisse des Pater Georg
Der Jesuitenpater Georg Sporschill, der vor 30 Jahren zum Priester geweiht wurde, widmet sein Leben den Schwächsten der Gesellschaft - Obdachlosen, Drogensüchtigen, verlassenen Kindern.In der ORF-Sendung kreuz&quer wurde P. Sporschill in einem Film von Andrea Eckert porträtiert.
„Streetwork ist für mich eine Schule der Freundschaft. Die Freundschaft ist stärker als der Tod. Kein Straßenkind ist so verloren, dass ich nicht sein Freund sein könnte“, sagt Georg Sporschill. Er hat mit großem Einsatz und Engagement vom Beginn seiner Sozialarbeit an Orte der Zuflucht für jene geschaffen, die keine Zuflucht mehr haben. In Wien, in Rumänien, in Bulgarien und Moldavien. In Bukarest steht das Haus Lazarus, das seinem Herzen am Nächsten ist. Hierher kann jeder kommen. Und, was noch wichtiger ist, immer wieder kommen. Drogensüchtige werden oft rückfällig und müssen das Haus verlassen, aber sie sind immer wieder willkommen. Pater Georg Sporschill verurteilt seine Schützlinge nicht, wenn sie straucheln, und wird nicht müde, ihnen wieder und wieder die Hand zu reichen.
Er hält ihnen bedingungslos die Treue ohne etwas dafür zu erwarten. Sein Denken kreist um die Würde des Menschen - jedes Menschen -, um den Schutz der Schwachen. Er will Hoffnung und Perspektive geben.
Es ist das Prinzip von Georg Sporschill, auf den Schwächsten zu achten, in den Schwachen die Starken zu sehen. „Von früher Jugend an haben mich die Außenseiter interessiert, die Obdachlosen, die Strafentlassenen, die Schwierigen. Ich fühle mich mit ihnen verbunden - vielleicht bin ich selbst ein verhindertes Straßenkind, ein verhinderter Clochard. Ich leide unter den Braven mehr als unter den Schwierigen.“
Der größte Wunsch von Pater Georg Sporschill ist es, durch seinen Verein „Concordia“ und die Sozialarbeit, wie er sie versteht und lebt, mitzuhelfen, Brücken zu bauen für ein friedliches, erweitertes Europa, in dem Kulturen und Kirchen, Arme und Reiche einander respektieren und aufbauen: „ Wenn man einem Menschen zuerst die Würde nimmt und ihm dann Geld gibt, dann ist das ein schlechtes Geschäft. Ich glaube fest an einen Austausch, bei dem man am Ende nicht mehr überlegen muss, wer Gewinner und wer Verlierer ist.“
Webcast:
Die Bekenntnisse des Pater Georgerstellt am 2008-12-23 um 11:08:48 von Kurt Schmidl

