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Neuer Bildband über Ordensfrauen und -männer erschienen

Ein Fischer an der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens stellte die Frage: "Warum berief Jesus Fischer zu seinen Aposteln?" Er bekam zur Antwort: "Wer sich zu Lande bewegt, baut Straßen aus Beton und Asphalt. Und er wird inmler wieder diesen Weg benutzen. Ein Fischer aber sucht die Fische dort, wo sie sind. Deshalb sucht er jeden Tag einen neuen Weg. Es kann sein, dass der Weg von gestern nicht zu den Fischen von heute fuhrt."

Können uns die Ordensfrauen und Ordensmänner in diesem Buch den Weg von heute zeigen? Ja und nein, denn es ist ihr originaler Weg, den niemand kopieren kann. Niemand von ihnen hat eine Straße gebaut, sie suchen sich täglich die aktuelle Richtung, aber es gibt Kompass und Wegweiser. Manch einer oder eine von ihnen hat in einem zeitlichen Abstand gebeten, die Texte, die sie uns geliefert haben, zu ändern. Sie galten nur fur den Augenblick, es waren Momentauffnahmen. Und doch waren sie in einer bestimmten Stunde für sie wichtig und für ihr konkretes Ordensleben hilfreich. Sie sind Wegpunkte ihres Lebens, an denen man sich orientieren kann.

Jeder Mensch ist ins Leben gerufen, es gibt keine unberufenen Menschen, wir sind weder Zufallsprodukte noch Blindgänger. Es gilt, das Großartige meiner Lebenssehnsucht zu entdecken und fur andere zugänglich zu machen. "Komm, ich möchte, dass du lebst; ich freue mich auf dich; es soll die Welt nicht ohne dich gebeni" Das ist die Sprache Gottes. Er beginnt das Gespräch, in dem ich weder das erste noch das letzte Wort habe, aber ich soll antworten!

Keiner dieser Ordensleute kann seine oder ihre eigene Berufung erklären, aber sie hat sie lebensfroh und dankbar gemacht. Mit dem Eintritt in die Ordensgemeinschaft haben sie keinen Zufluchtsort gesucht, sondern ihren Standpunkt gefunden. Viele hatten schon einen Zivilberuf, in dem sie durchaus erfolgreich waren, doch dann kam die Liebe ihres Lebens, und aus dem Beruf wurde die Berufung, ohne die gelernten Fähigkeiten aufzugeben. Ganz im Gegenteil, sie wurden oft mit einem klareren Inhalt gefüllt und in Dimensionen hineingehoben, die früher undenkbar waren.

Sicherlich ist es ein Leben gegen den Mainstream. Es braucht einfach Menschen, die nicht prinzipiell, aber da, wo es nötig ist, umso entschiedener gegen den Strom schwimmen, denn das ist der Weg zur Quelle.
Erhard Rauch sds
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erstellt am 2008-12-05 um 13:15:46 von Kurt Schmidl