Berufen? Ich doch nicht, ich bin doch ein ganz normaler Mensch! "Auch
du bist ein/e, Berufene/r",
sagt Pater Josef Maureder sj.
"Berufen? Ich doch nicht! Das ist nur etwas für fromme Seelen, die einen geistlichen Weg gehen wollen", meint da ein junger Mann. "Solche Fragen stellen sich nur Jüngere, die noch vor ihrer Lebensentscheidung stehen", betont eine Mutter und zeigt auf ihre Familie. Oder wie da neulich ein Arbeiter so um die Vierzig im Gespräch betonte: "Pater, ich bin ein ganz normaler Mensch!" Als ob ihn das Thema der Berufung dann nicht mehr berühren würde.
Biblisch gibt es ein Gerufen- und Berufensein, das alle angeht.
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Gerufen zum Leben: Mensch sein Die Bibel sagt uns, dass Gott möchte, dass wir nicht bloß vegetieren oder ums Überleben kämpfen, sondern dass wir volles Leben finden (Joh 10,10). Sich selbst oder andere ungut zurechtzustutzen, als Waschlappen von der Wirklichkeit überrollt und "gelebt" zu werden, oder hart und erstarrt im eigenen Schneckenhaus sitzen zu bleiben, entspricht nicht dem Willen Gottes mit dem Menschen. Die Botschaft Jesu ist eine Botschaft des Lebens. Dies ist die Grundberufung eines jeden Menschen, zu der er allerdings in Freiheit Ja oder Nein sagen kann. Er ist mitverantwortlich, dass sein Leben gelingt, dass er ganz und froh Mensch wird, wie Gott ihn als Ebenbild gedacht hat. |
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Berufen zur Freundschaft: ChristIn sein Ignatius von Loyola lässt um "innere Erkenntnis des Herrn bitten, damit wir ihn mehr lieben und ihm nachfolgen". Diese Erkenntnis des Herzens wächst in der Pflege der Freundschaft: im Gebet, im Hören seiner Botschaft, im Tun seines Willens, im Teilen des Glaubens mit anderen, weil Er uns im Nächsten begegnet. Zu dieser Freundschaft sind alle ChristInnen berufen, sie ist der "springende Punkt" christlich fruchtbaren Lebens: "Denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen" (Joh 15,5). |
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Gesandt in die Welt: Zeuge/-in sein Zeugnis von der Liebe Gottes geben, das ist in jeder Lebensform und Lebensaufgabe möglich. Jeder Christ, jede Christin ist eine unersetzbare Botschaft Gottes und hat der Welt etwas ganz Persönliches zu schenken. Dabei hört bei den vielen guten Möglichkeiten Gott nie auf, das Herz zu einer je größeren Hingabe an ihn und die Menschen zu bewegen. Als Berufene/r im christlichen Sinn lebt, wer seinen Alltag in Freundschaft mit Christus gestaltet und sein Leben in dieser Welt als großherzige Antwort auf das liebende Tun Gottes versteht. |
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Komm, folge mir nach Jesus gibt uns Hilfestellung auf unserem Weg, der uns zu ihm und seinem Vater führen soll. Er geht mit uns - und er ist uns voran gegangen. Wir können uns an ihm orientieren und so auch anderen Orientierung geben.
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Links: Beratung - Begleitung - Aussprache
www.dioezese-linz.at/berufungspastoral
www.dioezese-linz.or.at/ordinariat/zentrum/
PS: Wenn du mit jemandem über deine Berufung sprechen möchtest, können wir dir eine Liste von Personen zusenden, die damit Erfahrung haben. Du kannst aber auch nach tel. Voranmeldung zu einem Gespräch ins Canisiuswerk kommen.