Das Pfarrhaus hat eine eminent seelsorgliche Funktion, denn es ist die Wohnung
des Priesters und zugleich eine wichtige Kontaktstelle für die Pfarrgemeinde,
ein Ort, wo Menschen einander begegnen.
Die Aufgabe der Pfarrhaushälterin ist somit sowohl ein Dienst am Priester
als auch an der Gemeinde.
Ihre Arbeit ist in erster Linie die einer Hausfrau; sie sorgt für das leibliche
Wohl der Hausgemeinschaft und hilft mit, dass der Priester für seine pastoralen
Aufgaben möglichst frei ist.
Ihr Dienst an der Gemeinde besteht in einem guten Kontakt mit den ins Pfarrhaus
kommenden Menschen; durch ihre Gastfreundschaft kann sie das Pfarrhaus zu einem
Haus der offenen Tür machen und manchen Menschen "Heimat" geben.
Wichtig ist auch ein guter Kontakt zu den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Pfarrgemeinde.
Voraussetzungen:
persönliche Reife und Verantwortung; Erfahrung in der Haushaltsführung
und das Geschick, eine gute, menschenfreundliche Atmosphäre zu schaffen,
bzw. kontaktfähig zu sein, Freude am Umgang mit Menschen; Offenheit für
Weiterbildung.
Aus- und Weiterbildung:
Mit Ausnahme einer "Schnupperlehre", die ansatzweise in einzelnen
Diözesen ermöglicht wird, gibt es derzeit keine Möglichkeit einer
berufsspezifischen Ausbildung.
Für die Weiterbildung gibt es ein weitgefächertes Angebot seitens
der Diözesanen Berufsgemeinschaften, der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft,
des Katholischen Bildungswerkes sowie der öffentlichen Einrichtungen. Aufgrund
der vielfältigen Aufgaben der Pfarrhaushälterin liegt es in ihrem
eigenen Interesse, sich weiterzubilden.
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