
Ich verbinde mit dem Primizbild das Programm meines priesterlichen Dienstes.
"Unsere Liebe Frau von Guadalupe"
Ich habe meine Berufung zum Priestertum und zum geweihten Leben im Februar 1988
während eines Physikstudiums in Eugene, Oregon, in den USA empfangen. Dort
lernte ich auch das Gnadenbild und die Botschaften von Medjugorje kennen. "Our
Lady of Guadalupe" ist ein nachweislich nicht von Menschenhand gemaltes
Bild, ein starker Berührungspunkt zwischen Naturwissenschaft und christlichem
Glauben. Maria hat durch dieses Bild in wenigen Jahren ca. neun Millionen Indios
für den Glauben an Jesus gewonnen, den sie auf dem Bild in ihrem Schoß
trägt. Ihre Botschaft für uns heute: das Gebet, der Schutz des ungeborenen
Lebens, die Verkündigung des Evangeliums. Die Botschaften von Medjugorje
haben mich konkret zur Berufung hingeführt. Maria hat in mein Leben eingegriffen
und ich bleibe mit ihr verbunden durch die tägliche Betrachtung des Rosenkranzes.
"Veni Creator Spiritus!"
Das ist der Beginn des Pfingsthymnus. Ich bin begeistert von der Meditation,
die Raniero Cantalamessa darüber geschrieben hat. Schon in Eugene habe
ich die charismatische Erneuerung kennengelernt und das Sprachengebet empfangen.
Ich empfehle jedem, täglich den Heiligen Geist anzurufen, damit Er sein
Leben erfüllt, leitet und inspiriert. Mit dem Pfingsthymnus verbinde ich
besonders die Verheißungen Jesu in Joh 14-16 über den Parakleten,
unseren Beistand, Anwalt und Tröster. Ich erbitte und erwarte insbesondere
ein neues "Pfingsten der Liebe", ein weltweites Eingreifen Gottes
in der Art von Pfingsten vor dem Tag seines Zorns und der Wiederkunft Christi
in Herrlichkeit: für Israel (Röm 11), für die Einheit der Christen
und die Vollendung der Weltmission.
Das Logo: M für Maria, das Kreuz und die zwölf Sterne
Das M unter dem Kreuz bedeutet Bezugnahme auf Joh 19,25-27. Meine Priesterweihe
fand in Blagnac bei Toulouse, in der Kapelle unserer Gemeinschaft "Maria,
Mutter der Schmerzen" statt. Nach meiner Überzeugung ist "der
Jünger, den Jesus liebte" der Apostel und Evangelist Johannes, dessen
Fest die Kirche am 27. Dezember feiert und der nach dem Hl. Stephanus mein zweiter
Namenspatron ist. Als Priester lebe ich eng verbunden mit Jesus am Kreuz. In
derHl. Messe bringe ich das Kreuzesopfer für die Rettung und das Heil der
Menschen dar. Die Zwölf Sterne sind Bezugnahme auf Offb 12,1. Die Frau
in der Offenbarung verweist auf Israel (12 Stämme) und die Kirche (12 Apostel),
die beide durch die Gottesmutter Maria verkörpert werden.
Der Primizspruch: Jesus ist
- der Weg: Das ist die Nachfolge Christi, die Beachtung seines Beispiels. Dazu
gehört für mich besonders die Armut, die Ehelosigkeit aus Liebe zum
Herrn und der Gehorsam.
- die Wahrheit in Person: Die Worte und Taten, die von ihm in den Evangelien
berichtet werden, sind wahr, d.h. keine Erfindung, kein Mythos. Ich will die
Wahrheit des Wortes Gottes und der Lehre der katholischen Kirche verkünden.
- das Leben: Jesus ist von den Toten auferstanden! Er lebt und er bleibt bei
uns bis zum Ende der Welt. "Niemand kommt zum Vater außer durch mich":
Jesus ist der einzige Mittler des Heils für jeden Menschen und seine Kirche
ist das Sakrament, Zeichen und Werkzeug, dieses Heils. Auch Satan und die Hölle
existieren als Bereich des letzten Unheils. Wenn das nicht so wäre, hätte
ich nicht Priester werden brauchen. Ich warte auf das baldige Kommen Jesu und
bete: "Amen, komm, Herr Jesus!- Maranatha!"
Stefan Johannes Köhler, Gemeinschaft der Seligpreisungen