
Durch Ihr Schreiben, das ich von unserem Generalvikar der Diözese Graz-Seckau erhalten habe, bin ich auch als Priester, der in dieser Diözese wirkt, eingeladen worden, mein Primizbild mit dem Primizspruch zur Verfügung zu stellen und ein paar Zeilen zum persönlichen Werdegang zu schreiben.
Das Wort auf meinem Primizbild von Joh 3,16 habe ich damals gewählt, weil ich von Gott ergriffen war, der in seinem Sohn Mensch wurde und uns seine Liebe kundgetan hat. Das passende Bild zum Bibelwort Joh 3,16 hat mir ein Künstler aus meinem Dorf geschenkt. Es stellt Jesus in den Armen seiner Mutter dar. Durch das"Ja" Marias, die Mutter Jesu zu werden, konnte Gott Vater uns seinen Sohn als Retter und Erlöser schenken.
Ich habe mir vorgestellt, dass ich durch mein Leben als Priester, durch meine Verkündigung, durch das Spenden der Sakramente und durch die Seelsorge dieses große Geschenk Gottes an die Welt, Jesus Christus, den Menschen ein wenig erfahrbar machen konnte.
Die Grundmotivation von damals ist geblieben, ich bin jetzt schon 31 Jahre Priester, durch gute und auch durch schmerzliche Erfahrungen im Laufe meines Priesterlebens bin ich geläutert worden. Ich bin bescheidener geworden und habe erfahren, dass mein Wirken nur dann Früchte bringen kann, wenn es von Gott gesegnet ist, wenn ich mich vom Geist Gottes leiten lasse. Gottes Führung habe ich öfters erfahren, auf verschiedene Art und Weise, vor allem auch in Situationen, in denen ich nicht so recht weiter wusste.
Gestützt und getragen haben mich in meiner menschlichen Begrenztheit und Unvollkommenheit die Eucharistie und die Sakramente, das Gebet, die Heilige Schrift, spirituelle Bücher, gute Menschen und Freunde, u.s.w.
Mit freundlichen Grüßen
P. Pius Daprè, Comoboni-Missionar