Sonntag 24. September 2017
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Spiritualität

Entscheidende Liebeserklärung

Klaus Weyers über die schönste Liebeserklärung der Menschheitsgeschichte.

RoseEin Normalmensch macht im Leben eine oder mehrere Liebeserklärungen. Ich kann mich auch dunkel daran erinnern. Sind es mehrere, dann muss eine davon von der Qualität sein, dass sie das Lebensschiff in den Hafen der Ehe steuern kann. Eine Liebeserklärung muss ausgesprochen werden, sie muss angehört werden, und sie muss beantwortet werden. Bei einem Ja wird aus zwei Einzelgängern ein Paar mit Aussicht auf goldene Hochzeit und Urenkel.

 

Eine schöne Liebeserklärung hören wir im Johannesevangelium. Hier geht es nicht um Susi und Alexander als Liebespaar, sondern um Jesus und die Menschen, die zu ihm gehören. Wie ist dieses Verhältnis? Es könnte sein wie Betriebsleiter und Belegschaft, wie Trainer und Fußballmannschaft, wie General und Division, schlimmstenfalls auch wie Justizvollzugsanstaltsdirektor und Strafgefangener. Das Johannesevangelium erklärt alle diese Zuordnungen für unzutreffend. Jesus schildert sein Verhältnis zu uns mit einem verblüffenden Wort: „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt.“ Das ist nicht die juristische Formulierung des Verhältnisses etwa eines Arbeitgebers zum Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag. Es ist die schönste Liebeserklärung der Menschheitsgeschichte.

 

Wer die Liebeserklärung eines Verliebten nur mit dem Verstand annimmt, hat nichts begriffen und nichts gewonnen. Mit dem Verstand ist man noch nicht einmal im Vorzimmer dieses Geheimnisses. Wenn Jesus der Kirche die alles entscheidende Liebeserklärung macht, dann muss die Kirche ihr Herz einsetzen. Sie muss wissen, dass sie nicht eine Lebensabschnittsgefährtin Jesu ist, sondern die Braut für immer. Nachdem meine Mutter die Liebeserklärung meines Vaters angenommen hatte, war sie seine Liebende bis zum Tod. Ein Glaubender kann nicht mit Widerrufsklausel und Kündigungsfrist in die Liebe zu Jesus eintreten. Man muss bei den Liebenden erlauschen, was sie zur Liebe sagen. Mechthild von Helfta antwortete so auf die Liebeserklärung Jesu: „O meine Liebe, laufe nicht so weit davon! Hab mich doch lieb und halte ein, damit ich dich einholen kann und mit dir gehen.“ Gott wünscht sich nichts sehnlicher, als dass unsere Kirchengeschichte auch zugleich unsere Liebesgeschichte mit Jesus wäre.

Klaus Weyers

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