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Jahr der Barmherzigkeit

„Apostel der Aussätzigen“

Zeuge der Barmherzigkeit

Die Frage „Verrückt oder heilig?“ stellten sich Zeitgenossen von Pater Damian De Veuster angesichts seines Einsatzes für Leprakranke auf der Insel Molokai. 

 

Papst Benedikt XVI. sprach mit dem „Apostel der Aussätzigen“ am 11. Oktober 2009 einen Zeugen der Barmherzigkeit heilig.

Pater Damian De Veuster
Pater Damian De Veuster
Insel der Aussätzigen
 

Missionar statt Bauer 

Josef De Veuster wird als Bauernsohn am 3. Januar 1840 in einem flämischen Dorf geboren. Statt den elterlichen Hof zu übernehmen, will Josef Missionar werden. Wie sein Bruder tritt er in Löwen in die Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens (Arnsteiner Patres) ein und nimmt den Namen Damian an.

 

Noch vor Abschluss seiner Studien bietet er sich an, anstelle seines erkrankten Bruders als Missionar nach Hawaii zu reisen. Dort wird er 1864 zum Priester geweiht. Er arbeitet als Seelsorger auf der Hauptinsel Hawaii und erbaut zahlreiche Kirchen.

 

Insel der Verdammten 

Als der Bischof in einer Priesterversammlung fragt, wer als Seelsorger zu den Leprakranken gehen möchte, meldet sich P. Damian freiwillig. Zu dieser Zeit grassiert unter den Einheimischen die ansteckende Hansensche Krankheit (Aussatz). Sie führt zu Ausschlag und Verkrüppelungen. Lepra ist damals unheilbar und tödlich. Die Leprakranken werden aus Angst vor Ansteckung in den Norden der Insel Molokai – auf eine Landzunge, im Norden begrenzt durch das Meer, im Süden durch steile Felswände – deportiert. Dort überlässt man sie ihrem Schicksal.

 

Am 10. Mai 1873 landet P. Damian auf Molokai. Nach Überwindung anfänglicher Berührungsängste scheut er sich nicht, in die Hütten der Aussätzigen zu gehen, sie zu berühren und mit ihnen zu essen. Er beginnt, die Wunden der Kranken zu versorgen und die Toten zu begraben.

 

Damian verbessert die Lebensbedingungen der Ausgegrenzten, indem er neue Häuser und eine Wasserleitung baut. Er legt Äcker und Gärten an, sorgt für Kleidung und Medikamente. Mit Spendengeldern errichtet er ein Waisenhaus und eine Kirche.

 

Lebendige Hölle 

1884 stellt Damian fest, dass auch er an Aussatz erkrankt ist. Stets hat er seine Predigten mit „Wir, Aussätzige, …“ begonnen – jetzt ist er einer von ihnen.

 

„Ich versuche, mein Kreuz mit Freuden zu tragen wie unser Herr Jesus Christus“, schreibt er 1885 an seine Mutter und seine Geschwister. In seinem an den Bischof gerichteten Brief heißt es: „Die Erinnerung daran, dass ich vor 25 Jahren am Tag meiner Ordensgelübde unter dem Leichentuch lag (um die Bereitschaft deutlich zu machen, für die Welt zu sterben, um für Christus zu leben), hat mir geholfen, dieser schrecklichen Krankheit ins Gesicht zu sehen.“

 

Nach 16 Jahren auf der Insel stirbt Damian De Veuster am 15. April 1889. 1936 überführt man den „Apostel der Aussätzigen“ nach Belgien und setzt ihn in der Klosterkirche in Löwen bei. Papst Johannes Paul II. spricht ihn 1995 selig. 

 

Auch Mahatma Gandhi war von der Motivation Damian de Veusters beeindruckt, wenn er sagt: „Die Welt der Presse und der Politik kennt nur wenige Helden, die mit Pater Damian vergleichbar sind. Es lohnt sich, nach der Quelle zu suchen, aus der soviel Heldenmut kommt.“

 

Erbe 

Die Ordensgemeinschaft der Arnsteiner Patres engagiert sich – neben der Pfarrseelsorge und der schulischen Erziehung – besonders für ausgegrenzte und bedrängte Menschen. Durch Damian De Veuster ist der Orden auch als Missionsorden bekannt geworden. Mit Niederlassungen auf allen Kontinenten will man weltweit „die fleischgewordene Liebe Gottes verkünden“.

Maria Fibich

Informationen

www.arnsteiner-patres.de

 

 

 

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 Johannes Lieder 
Johannes Lieder, Auf Schatzsuche © Echter Verlag, Würzburg 2012, S. 24.

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