Donnerstag 23. November 2017
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Gebet

Rosenkranz für schwere Zeiten

Bischof Kräutler über sein Rosenkranzgebet

Bei der Maria-Namen-Feier am 9. und 10.9. im Jubiläumsjahr des RSK sprach Bischof Kräutler über das Rosenkranzgebet, das ihm über Tiefschläge hinweghilft. 

Bischof Erwin KräutlerRosenkranz gegen tiefe Löcher
Bischof Kräutler, dem sein Einsatz vor allem für die indigene Bevölkerung Brasiliens mächtige Feinde beschert hat, legte im Dom ein Glaubenszeugnis ab. Der 78-jährige Bischof steht seit vielen Jahren wegen Morddrohungen unter Polizeischutz. Eine "Katastrophe", die "mich damals fast depressiv" werden ließ, weil "meine Freiheit total eingeschränkt" war, schilderte er bei der Maria-Namen-Feier. Was ihm immer wieder aus tiefen Löchern helfe, sei der Rosenkranz.

Von seinem Weg abgebracht haben ihn die Morddrohungen nicht. Bis heute gilt der Polizeischutz - "wenn ich wieder in Brasilien lande, erwarten mich zwei Polizisten" - und bis heute setzt sich Kräutler für die indigene Bevölkerung ein. Ein Engagement, das dringend notwendig sei, denn in Brasilien "leben wir in einer Zeit, die ich nie so erwartet hätte". Mittlerweile sein zwar die Rechte der indigenen Bevölkerung in der brasilianischen Verfassung verankert, "leider Gottes gibt es aber Kräfte und Mächte, die gegen die Indios arbeiten und ihre Rechte wieder auslöschen wollen".

Erst vor ein paar Wochen habe der aktuelle brasilianische Präsident verfügt, ein Gebiet so große wie Dänemark, in dem Indios leben, für multinationale Gesellschaften freizugeben. "Damit ist der physische und kulturelle Tod der indigenen Bevölkerung bescheinigt und beschlossen", so Kräutler. Einmal mehr übte er auch Kritik am Wasserkraftwerk Belo Monte, ein Projekt, bei dem "auch ein ganzes Volk auf der Strecke bleibt".

Mit elf Jahren zum "Rosenkranz-Sühnekreuzzug"

Sein Leben sei immer ein Auf und Ab gewesen; was ihm immer wieder helfe, schwere Zeiten durchzustehen, sei das Rosenkranz-Gebet. Mit elf Jahren trat er der Bewegung "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" bei. Kräutler erwähnte etwa den Tod eines seiner Mitbrüder bei einem Autounfall, die Ermordung eines Mitbruders und einer Ordensfrau in Brasilien aber auch die immer wieder vorgebrachten Morddrohungen gegen ihn.

 

Oft das einzige Gebet
Eine wichtige Rolle spiele der Rosenkranz auch in vielen brasilianischen Gemeinden. "Das ist oft das einzige Gebet das sie kennen." In der Praxis werde an Samstagen der Rosenkranz gebetet und am Sonntag ein Wortgottesdienst gehalten. Eine richtige Messe feiern viele brasilianischen Gemeinden nur selten. Grund dafür sei der Priestermangel in dem südamerikanischen Land. "Wir haben 800 Gemeinden und nur 30 Priester", so der frühere Diözesanbischof von Xingu.

Kathpress

Was heißt beten?

 

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„Gespräch“ des Herzens mit Gott. Das kann allein oder in Gemeinschaft sein, laut oder leise, frei formuliert oder mit vorgegebenen Texten, durch Schweigen, durch das Entzünden einer Kerze oder das Betrachten eines Bildes ...

 

Sie wollen beten?

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Beten ist für mich wichtig, weil …

… ich im Dialog mit Gott bin und so innere Ruhe finde. Gut gefällt mir das Zitat von Søren Kierkegaard:

„Beten heißt nicht, sich selbst reden hören. Beten heißt: still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört.“

Othmar Karas, Abgeordneter des Europäischen Parlaments

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