Donnerstag 23. November 2017
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Oberösterreich
Porträts | Zeugnisse

Vertrau auf Gott – dann lass los!

Seelsorger in seiner zweiten Heimat

Gregory Uzodinma Ihezie kam von Nigeria nach Österreich, um hier als Seelsorger zu wirken. Den Kontakt zu den Menschen zu finden, fällt ihm leicht. Ein Porträt von E. Grabner.

Kaplan Gregory Uzodinma Ihezie

„Hab Vertrauen in Gott – und dann lass los!“ Gregory Uzodinma Ihezie nahm das wörtlich – und verließ kurzerhand seine Heimat Nigeria, um auf Wunsch seines Heimatbischofs in Österreich als Seelsorger tätig zu sein – und das für zumindest zehn Jahre. Der älteste von fünf Geschwistern kam 2014 in der Diözese Gurk-Klagenfurt an, wo er zunächst als Stipendiat zum Erlernen der slowenischen Sprache nach Ljubljana geschickt wurde. Mittlerweile ist er als Kaplan in der zweisprachigen Gemeinde Feistritz/Gail im Einsatz und hilft darüber hinaus regelmäßig in anderen Pfarren aus, darunter in Mellweg und Egg bei Hermagor, in denen ebenfalls Deutsch und Slowenisch gesprochen wird.

 

Sprachlich begabt

Akribisch bereitet er sich auf die heiligen Messen und insbesondere auf die Predigten vor. „Wenn ich die Bibel in verschiedenen Sprachen lese, dann fällt mir auf, dass diese unterschiedlich übersetzt sind. Jede Interpretation hat zur Folge, dass es zu neuen Bedeutungen kommen kann“, sagt er. Regelmäßig findet man ihn in Buchhandlungen und Bibliotheken, er bevorzugt Bücher gegenüber E-Books und hat Freude daran, Sprachen durch den unmittelbaren Kontakt mit Menschen zu lernen. „Aber der Dialekt bereitet mir manchmal Kopfzerbrechen“, gibt er lachend zu. Auch Radio- und Fernsehsendungen sind ihm dabei behilflich, seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Die Gottesdienstbesucher zollen ihm Respekt für seine sprachliche Versiertheit. „Ihm gelingt es sehr gut, das Wesentliche des Evangeliums auf den Punkt zu bringen, sodass man ihm besonders gern und aufmerksam zuhört“, erzählt eine Kirchgeherin anerkennend.

 

Menschen für Gott gewinnen

Priester zu werden, war für Gregory Uzodinma Ihezie keineswegs der erste Berufswunsch gewesen. Ihm schwebte eine Tätigkeit als Chemiker vor, doch Gottes Ruf ließ ihn nicht los. Nach einem Studium der Philosophie und Theologie und dem Eintritt ins Priesterseminar wurde der 1974 geborene Uzodinma Ihezie am 21. September 2005 zum Priester geweiht. Sein größtes Ziel ist es, Menschen für Gott zu gewinnen, berichtet er – sei es, indem er begeistert von der Bibel und den Aposteln spricht oder über seine persönlichen Lebenserfahrungen: „Unser Einfluss als Seelsorger hat seine Grenzen. Wir können lediglich eine Einladung aussprechen und müssen es dann den Leuten selbst überlassen, ob sie kommen wollen oder nicht.“

 

Kaplan Gregory verstärkt unter anderem regelmäßig eine regionale Fußballmannschaft. Dadurch kommt er mit Menschen unterschiedlichsten Alters in Kontakt, insbesondere auch mit Jüngeren.

 

Gewöhnungsbedürftig

Positiv überrascht ist er von der Freundlichkeit der Einheimischen, mit der er so nicht gerechnet hat: „Es ist einfacher als erwartet, mit ihnen in Kontakt zu kommen.“ Seit er ein eigenes Auto hat, ist er noch mobiler. Er habe hier erst lernen müssen, jedes Mal vor dem Zebrastreifen stehen zu bleiben. Das Essen sei manchmal gewöhnungsbedürftig, gibt er zu, aber im Sinne der Integration koste er es meistens dennoch. „In Afrika ist es auch üblich, dass die Frauen nur mit Kopfbedeckung zum Gottesdienst gehen“, weist der Nigerianer auf einen weiteren Unterschied hin.

 

Die neuen Medien nutzt er regelmäßig, um mit seiner Familie Kontakt zu halten. Sorgenvoll berichtet er von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram: Während der Süden Nigerias christlich geprägt ist, drängt Boko Haram im Norden des Landes auf die Errichtung eines islamischen Gottesstaates – und dies mit den Mitteln von Terror und Gewalt. Es sei zu befürchten, dass der Einfluss von Boko Haram in den nächsten Jahren noch wachsen werde, so Kaplan Gregory. Österreich sei ihm mittlerweile zur zweiten Heimat geworden – eine Verlängerung nach zehn Jahren ist deshalb nicht ganz ausgeschlossen.

 Elisabeth Grabner

 

Information

In Österreich wirken derzeit laut amtlicher Statistik 3.944 Priester. 2.013 davon sind  Diözesanpriester, 1.540 sind Ordenspriester und 391 Priester kommen aus dem Ausland. Während die Zahl der Diözesanpriester leicht gesunken ist, ist die Zahl der ausländischen
Priester und jener der Ordenspriester in den letzten Jahren gestiegen.

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