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09.
Dec.
Niederösterreich
Weltgebetstag 2022

„Ich bin mit dir“

Grundberufung des Menschen

Der Werbeslogan #glaubandich für eine Kampagne einer großen Bank hätte auch von der Berufungspastoral kommen können. Von Thomas ERLACHER

 

„Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst.“ (Gen 28,15)

 

Jede und jeder von uns hat Träume, Ziele und Hoffnungen, an die wir glauben dürfen. Das Leben stellt uns immer wieder vor Herausforderungen, die unsere Hoffnung hoffnungslos wirken lassen. Gott jedoch möchte, dass wir Träume und Hoffnungen haben und diesen Zielen auch mutig entgegengehen. Das Leben ist kein bloßes „Überleben“, sondern das Leben ist „Freude“ und Fülle (vgl. Joh 10,10). Diese Botschaft ist die Grundberufung aller Menschen, zu der wir in Freiheit Ja oder Nein sagen dürfen. Eine meiner Lieblingsbibelstellen ist Gen 28,15, in der zum Ausdruck gebracht wird, dass wir an uns glauben dürfen, weil Gott das schon längst tut und uns behütet und die unterschiedlichsten Wege mitgeht: „Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst.“

 

Das Wunder Mensch

In der Kampagne #glaubandich einer österreichischen Bank wird darauf aufmerksam gemacht, was der Mensch alles machen kann. Der Mensch ist ein wahres Wunder  –  oder  theologisch  gesprochen: Der Mensch ist ein Geschöpf, er ist ein Wunder, weil er bewusst von Gott ins Leben gerufen ist. Gerufen, das Leben zu leben – mit all seinen Herausforderungen, Freuden, Leiden und Wundern.

 

Denken wir einmal daran, was der Mensch alles leisten kann: Die jüngsten Entwicklungen in der Medizin, Industrie, Wirtschaft und Technik zeigen uns, dass das Wunder Mensch sehr viel bewirken und erreichen kann. Meiner Meinung nach ist das größte aller Wunder aber, dass wir Mitgefühl entwickeln und uns gegenseitig trösten, die schönen Dinge im Leben wahrnehmen und auch einen größeren Sinn hinter dem Leben erkennen können. Die eigentlichen Wunder sind kleine Dinge, die dort gesche-hen, wo sich Menschen auf andere einlassen und sich mitteilen.

 

Der berufene Mensch

Viele denken, wenn sie das Wort „berufen“ hören, an fromme Freaks, die einen ganz speziellen geistlichen Weg gehen. Doch „berufen“ ist zuallererst ein Annehmen sowie Empfangen von dem, was jede und jeder von uns in seinem Alltag bekommt und erfahren darf. Der russische Schriftsteller Dostojewski hat einmal gesagt: „Liebe die ganze Schöpfung Gottes, dann wirst du auch Gottes Geheimnis in den Dingen erfassen.“ Das in den Blick nehmen und schätzen lernen, dass wir in unserem Alltag erfahren, das Leben als großes Geschenk Gottes zu sehen – zu dem ist der Mensch als erstes berufen.

 

 

In der Kirche gibt es verschiedene Heilige, aber auch jeder einzelne Mensch ist dazu berufen, heilig zu sein. Damit meint man nicht, dass man jeden Sonntag fromm in der Kirchenbank sitzen und täglich das Rosenkranzgebet verrichten muss, sondern es heißt, dass wir an unserem Platz (Schule, Arbeit, Zuhause, an der Universität etc.) in der Liebe leben und im täglichen Tun unser persönliches Zeugnis ablegen. Wir sind gefordert, in und durch unser Leben kleine Schritte zu tun, um heilig zu werden. Das kann ein freundliches Lächeln sein, die Gelegenheit, einem Armen zu helfen oder einfach nur jemandem zuzuhören. Heiligkeit bedeutet aber auch, im Vertrauen auf Gott zu leben, wenn nichts mehr geht und ich nichts mehr tun kann.

 

 

Text zum Download

 

                                  

Zum Autor

Thomas Erlacher ist Mitarbeiter im

Pastoralamt und Leiter der Berufungs-

pastoral der Diözese Feldkirch.

Stichwort: Weltgebetstag

Um das Thema „Berufung“ wachzuhalten, begeht die Kirche seit 1964 jeweils am

4. Sonntag der Osterzeit den Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Der Vatikan veröffentlicht dazu meist eine Botschaft des Papstes. Für Österreich gibt das Canisiuswerk jährlich Unterlagen und Anregungen heraus.

 

Im Sinne von Mt 9,38 „Bittet den Herrn der Ernte“ beten wir um guten und ausreichenden Nachwuchs in den verschiedenen geistlichen und kirchlichen Berufen und Berufungen.

 

Wir erinnern uns aber auch daran, dass alle Christen Berufene sind, und mit ihrem Leben der in Taufe und Firmung grundgelegten Berufung zum gemeinsamen Priestertum Ausdruck geben sollen. Eine Antwort auf Gottes Ruf.

 

Deswegen initiiert das Canisiuswerk während des gesamten Jahres Impulse und Aktivitäten in der Berufungspastoral.

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