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Suche nach dem tiefsten Sinn

Julia Grangls Freiwilliges Ordensjahr

Das „Freiwillige Ordensjahr“ ermöglicht es Studentin Julia Grangl, drei bis zwölf Monate in einer Ordensgemeinschaft mitzuleben. Von Ingeborg Jakl für den Kärntner Sonntag.

 

Julia Grangl stellt sich im Freiwilligen Ordensjahr der Frage: "Was will ich denn eigentlich?"

 

Mitleben, mitbeten und mitarbeiten

Auf dem Schreibtisch liegen Manuskripte und Fotos für den Pfarrbrief von Gottestal, daneben Unterlagen für die Prüfung, die sie in den nächsten Wochen absolvieren muss. Julia Grangl, 23 Jahre jung, schaut auf die Uhr. Gleich ist Mittagszeit, und sie ist für den Dienst im Speisesaal eingeteilt. „Das mache ich gern“, sagt sie und meint damit nicht nur das Auftragen des Essen, sondern auch den gemeinsamen Mittagstisch im Kloster. Dieses Zusammenkommen beim Essen, beim Gebet, bei der Arbeit und in der Freizeit gibt ihr ein gutes Gefühl. „Ich fühle mich angenommen und aufgehoben“, gesteht sie.


Ohne Verpflichtung
Drei bis zwölf Monate in einer Ordensgemeinschaft mitarbeiten, das Klosterleben aus der Innenperspektive kennenlernen und Zeit für Gebet und Perspektivenwechsel finden – und das ohne die Verpflichtung, sich dauerhaft an die Ordensgemeinschaft binden zu müssen: Das ist das sogenannte „Freiwillige Ordensjahr“. Schwester Ruth Pucher hat dieses Angebot vor knapp fünf Jahren in Österreich ins Leben gerufen. „Ziel des Ordensjahres ist es, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und Weggefährtenschaft zu fördern zwischen Ordensleuten und Menschen aus anderen Lebenskontexten“, sagt Ruth Pucher, die im Kardinal König Haus in Wien für Ordensentwicklung zuständig ist.

 

Viele Aufgaben
„Wir beten die Laudes um 6.30 Uhr, anschließend frühstücken wir. Dann geht jede Schwester ihrer Tätigkeit nach. Manche Schwestern sind berufstätig, manche in Pension, manche üben ein Ehrenamt aus oder arbeiten im Haus. Ich gehe dann auf mein Zimmer und lerne“, beschreibt Julia den eigenen Tagesablauf.


Die junge Frau kommt aus der Steiermark, studiert in Graz Theologie im sechsten Semester. Daneben hat sie einen Abschluss in Kindergartenpädagogik und in der Landwirtschaft. „Ich bin vielseitig interessiert“, gibt sie zu. Diese Begabungen kommen ihr gerade hier im Kloster Wernberg, bei den Missionsschwestern vom kostbaren Blut, zugute.


Das Freiwillige Ordensjahr – und die Zeit jetzt – nutze sie, um für sich zu klären, ob sie selbst Ordensfrau werden möchte. „Ich bin jung, schließe erst mein Studium ab und möchte nichts überstürzen“, sagt die junge Frau. Geistliche Begleitung, also regelmäßige Gespräche mit Sr. Monika Pfaffenlehner, einer erfahrenen Ordensfrau, helfen ihr dabei.


Dieses Angebot richtet sich an Frauen, die auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Lebensweg mit Gott sind. Aber auch an jene, die an Wende, oder Entscheidungspunkten stehen und nicht weiter wissen. Die eine Zeit der Ruhe sowie eine persönliche Begleitung brauchen.


Ebenso gilt das Freiwillige Ordensjahr jenen Frauen, die ihren Glauben vertiefen, den Sinn des Lebens mit Gott entdecken wollen. „Wir sind offen für alle Fragen“, unterstreicht Hausoberin Sr. Pallotti Findenig CPS. „Vorrangiges Ziel ist nicht etwa der Eintritt in die Schwesterngemeinschaft, sondern vielmehr, dass die Teilnehmerinnen Gottes Heilsplan für das eigene Leben entdecken.“

 

„Richtige Entscheidung“
„Was will ich eigentlich?“, eine Frage, die sich auch Julia in den letzten Jahren immer wieder stellte. Vielleicht war das auch der tiefere Grund, warum sie sich für eine Zeit im Kloster entschieden hat. „Ich bin auf der Suche“, beschreibt sie den Umstand, der sie antrieb, gleichzeitig aber immer wieder in ihren Handlungen einbremste. „Ich habe gewusst, ich will etwas ändern, aber ich wusste nicht wie.“


Vielleicht sind Suchende mit offeneren Augen unterwegs, jedenfalls entdeckte Julia einen Folder, der zu einem „Freiwilligen Ordensjahr nach dem tiefsten Sinn meines einzigen Lebens“ einlud. „Diese Worte haben mich sofort angesprochen“, erinnert sie sich. In der folgenden Zeit beschäftigte sie der Gedanke, dieses Angebot anzunehmen, tagtäglich. „Plötzlich habe ich einen Weg für mich gesehen“, und den wollte sie mutig beschreiten.

 

Eine sogenannte „Schnupperwoche“ im Kloster Wernberg im Sommer und die gleichzeitige Anmeldung waren das eine, die plötzlich erkennbare innere Zufriedenheit das andere, das sie in ihrem Tun nur bestärkte. Ab diesem Zeitpunkt wusste sie, „ich habe eine richtige Entscheidung getroffen“, und voller Vorfreude blickte sie den nächsten Wochen und Monaten einer lebendigen Gemeinschaft von 54 Ordensfrauen entgegen.

Quelle: Ingeborg Jakl für den Kärntner Sonntag

 

Das Freiwillige Ordensjahr
Das vor rund fünf Jahren in Österreich gestartete Angebot des zeitlich beschränkten Mitlebens in einer katholischen Ordensgemeinschaft, das „Freiwillige Ordensjahr“, hat sich in den Augen der Orden bewährt und wird weiter ausgebaut. „Mehr als 30 Personen haben bisher zwischen drei und zwölf Monate lang in den Gemeinschaften mitgelebt, bereits über 40 Männer- und Frauenorden beteiligen sich“, resümierte die Ordensjahr-Koordinatorin Ruth Pucher.


Das Angebot wendet sich an junge Frauen und Männer, die ihr Leben bewusster gestalten wollen, aber auch an Menschen fortgeschrittenen Alters in Sabbatzeiten und Phasen der Neuorientierung. An alle, die ihr Leben und ihren Glauben in Gemeinschaft vertiefen möchten.

 

Information und Anmeldung:
Sr. Ruth Pucher MC
Koordinatorin für das Freiwillige Ordensjahr

www.ordensjahr.at
E-Mail: pucher@kardinal-koenig-haus.at
Tel. 01/8047593-608

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