Podcast & Projektmitarbeiter
Christopher Paul Campbell
In Folge 18 von „ÄNDERN leben“ spricht Paul-Henri Campbell mit dem Dichter, Übersetzer und Kritiker Alexandru Bulucz über Poesie als existenzielle Landkarte zwischen Herkunft und Gegenwart. Bulucz rückt seine eigene Biografie in den Fokus — die Emigration aus dem rumänischen Alba Iulia nach Deutschland, die Faszination für Sport und das frühe Leben mit Basketball, die ihn zu einem Dichter machte, der nicht nur Gedichte schreibt, sondern Erinnerung, Kultur und Migration verwebt. Er reflektiert die poetischen Dimensionen von Alltag, Erinnerung und Integration in die deutsche Lyrik-Tradition — und schildert, wie Literatur zum Medium wird, um biografische Brüche zu verarbeiten. Mit Blick auf seine preisgekrönten Werke wie was Petersilie über die Seele weiß oder Stundenholz zeigt Bulucz, wie vielseitig und kritisch heutige Lyrik sein kann: verwoben aus Erinnerung, Sprachmacht, Multikulturalität und der Sehnsucht nach Identität und Dialog.