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Spiritualität

Wieder Pfingsten

Ohne Geist bleibt alles leeres Geplapper

Klaus Weyers, 2019 verstorbener legandärer Kolumnist des "miteinander" über das Pfingstwunder.

 

 

Wir hatten zu meiner Jugendzeit einen temperamentvollen Pfarrer. Der baute zu Pfingsten den Hochaltar um. Er montierte die Heilig-Geist-Taube vom Taufbecken ab und brachte sie über dem Tabernakel an. Da sah die Kirche plötzlich ganz anders aus, nämlich sozusagen begeistert.

 

Früher hatten die Kirchen Kanzeln mit einem Kanzelschalldeckel. Es gab ja keine Elektronik, sondern nur die Stimme des Pfarrers. In diesem Schalldeckel, also genau über dem Kopf des Predigers, war oft die Taube des Heiligen Geistes dargestellt. Das brachte mich einmal zu Pfingsten völlig aus der Ehrfurcht des gläubigen Zuhörens. An diesem Tage predigte nämlich der Bischof, eine recht gewaltige Persönlichkeit. Dieser Bischof trug bei der Predigt die Mitra. Da er groß war, reichte die Mitra bis oben an den Kanzeldeckel. Im Kanzeldeckel befand sich schön golden und prachtvoll geschnitzt die Heilig-Geist-Taube. Und nun sah das so aus – man verzeihe mir das Wort – als ob die Spitzen der Mitra die Taube des Heiligen Geistes am Bauch kitzelten. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Hier konnte man erleben, dass ein Bischof sozusagen auf Tuchfühlung mit dem Heiligen Geist lebte. Was kann einem Bischof schon Besseres passieren.

 

Heutzutage, wenn ich am Ambo stehe, habe ich keinen Kanzelschalldeckel und damit auch keine Heilig-Geist-Taube über mir. Eigentlich fehlt sie mir doch da sehr. Ohne Geist kann man nicht predigen, da könnte ich gleich einen CD-Player alles ableiern lassen.

 

Für die Gemeinde hatte die Sache früher auch einen Vorteil. Wenn ihr der Kopf des predigenden Pfarrers nicht gefiel, konnte sie ihren Blick weiter nach oben lenken. Da sah sie im Kanzeldeckel die Taube des Heiligen Geistes. Das war für die Gemeinde die Sicherheitsgarantie: Nicht der Pfarrer ist das Wesentliche, sondern der Geist Gottes, der durch uns armselige und manchmal auch nicht sehr prachtvolle Menschen redet. Das geistgefüllte Wort in der Kirche kommt weder aus dem Gehirn des Pfarrers noch aus dem Bauch des Pfarrers. Es kommt vom Heiligen Geist.

 

Diese Grundtatsache darf ich als Prediger, dürfen wir alle als Kirchenvolk nicht vergessen. Ohne Geist bleibt alles leeres Geplapper. Mit dem Heiligen Geist kommt Musik und Temperament und Feuer in unser armseliges und zauderndes Wort. Das ist das Pfingstwunder.

Klaus Weyers

bibelbewegt

Ein Text von Paul Weismantel

 

Manche sind bibelfest,

weil sie genau wissen, wo was

steht im Buch der Bücher.

 

Andere sind bibelbewegt,

weil sie sich von den Texten

locken und fordern lassen.

 

Wieder andere sind bibeltreu, weil sie dem Wort trauen und sich von ihm trösten lassen.

 

Bibel-Orientierte verwurzeln

ihr Leben in Gottes Wort

und finden darin festen Halt.

 

Bibelbegeisterte erden

Weisheit und Weisungen

der Heiligen Schrift in ihrem Alltag.

 

Mit der Bibel Betende

hören auf ihre Botschaft und suchen nach Antworten auf ihre Fragen.

 

Quelle: Paul Weismantel, Quelle des Heils, Fastenkalender 2013, http://www.paul-weismantel.de/

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