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Berufung

Orden stellen Statistik vor

Die Zahlen zum Jahr 2019

Österreichs Orden verzeichneten 2019 Rückgang an Ordensleuten, sehen aber auch positive Zeichen bei Berufungen. Erzabt Korbinian Birnbacher präsentiert Statistik 2019.

Zahlen rückläufig

Die Zahl der Ordensangehörigen in Österreich ist weiter rückläufig. Das hat die Österreichische Ordenskonferenz durch deren Vorsitzenden Erzabt Korbinian Birnbacher in einer Videopressekonferenz am 27. April 2020 bekanntgegeben. So sank die Gesamtzahl von Ordensangehörigen gegenüber 2018 um fünf Prozent auf  4.691 im Jahr 2019. Verantwortlich dafür sei die Altersstruktur, vor allem bei den Frauenorden. 62% der weiblichen Ordensangehörigen sind über 75 Jahre alt, bei den Männerorden sind es dagegen knapp 30 %.

 

233 Schwestern und Brüder haben die Ordensgemeinschaften im vegangenen Jahr verloren: Menschen, die ihre Berufung gelebt und ihr bis zum Tod treu geblieben sind, so Erzabt Birnbacher. Sie hätten, wie Paulus es formuliere, „den Lauf vollendet“ (2 Tim 4,7).

 

Drei weibliche Ordensgemeinschaften sind im Vergleich zu 2018 in Österreich nicht mehr vertreten, was die Anzahl aller in Österreich vertretenen Gemeinschaften von 195 auf 192 reduziere, davon 86 Männer- und 106 Frauenorden.

 

Mehr Ewige Professen

2019 legten mehr Männer (+1) und vor allem Frauen (+13) ihre ewigen Gelübde ab und banden sich damit dauerhaft an eine Ordensgemeinschaft. Die Stv.-Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz Sr. Franziska Bruckner freut sich: „17 Frauen haben im abgelaufenen Jahr versprochen „sich für ihr ganzes Leben“ an die von ihnen gewählte Ordensgemeinschaft zu binden. Um sich „auf ewig“ einer Gruppe von Ordensfrauen anzuschließen bedarf es einer starken und mutigen Persönlichkeit und einer gediegenen Ordensausbildung. Gepaart mit Hoffnung und Zuversicht für den gewählten Weg möge es jeder einzelnen von ihnen geschenkt sein mit Freude das Leben zu gestalten, um sich einzubringen für die Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten und -wirken und für die, die ihnen anvertraut sind“.

 

Bei den Eintritten in das Noviziat sanken die Zahlen im Vergleich zu 2018. Bei den Männerorden traten 19 (25 in 2018) und bei den Frauenorden 16 (18 in 2018) ein.

 

Altersstruktur im Vergleich

Bei den Männerorden ist die Gruppe der 40- bis 64-Jährigen mit 42 % die stärkste. Bei den Frauenorden ist der Anteil der 40- bis 64-Jährigen, bzw. 65- bis 74-Jährigen fast gleich groß, um die 18 %. Die Männerorden haben zwar im Vergleich zum Jahr 2018 um 14 % weniger unter 40-Jährige, der Anteil in dieser Altersgruppe ist mit 13 % an der Gesamtzahl deutlich höher als bei den Frauenorden mit nur 3 %. Bei den Frauenorden ist die Zahl der unter 40-Jährigen im Vergleich zu 2018 konstant geblieben.

 

18 Priesterberufungen und 52.118 OrdensschülerInnen

Aus der Sicht des kommenden Weltgebetstages um geistliche Berufungen am 3. Mai gibt es Erfreuliches zu berichten: 2020 steuern die Ordensgemeinschaften 18 Priesterberufungen bei. 2019 waren es 10.

 

Eine Entwicklung im Bereich der Ordensschulen schreibt sich auch 2019 fort. Die Anzahl der in direkter Trägerschaft der Orden stehenden Schulen nahm leicht ab, von 43 auf 39. Die Anzahl der Schulen in Trägerschaft von Schulvereinen, wie der Verein für Franziskanische Bildung (VfFB), hat sich nicht wesentlich verändert (-1%), während die Vereinigung der Ordensschulen Österreich (VOSÖ) von 26 auf 35 Ordensschulen wuchs. Damit besuchten 52.118 SchülerInnen in Österreich 2019 eine Ordensschule.

 

Jährlich zumindest eine Schulübergabe an die VOSÖ Maria Habersack, Geschäftsführerin der VOSÖ klärt auf: „In den letzten Jahren hat jährlich zumindest eine Ordensgemeinschaft ihre Bildungseinrichtungen an die VOSÖ übergeben. Im Herbst 2018 haben die Steyler Missionare ihr Gymnasium in Bischofshofen übergeben. 2019 folgte die Übergabe des Standortes Riedenburg in Bregenz mit 3 Schulen durch die Sacré Coeur Schwestern, sowie die Übergabe der beiden Wiener Standorte Maria Regina und Maria Frieden mit insgesamt 5 Schulen durch die Schwestern vom Armen Kinde Jesu.“ In den Kernbereichen Bildung, Seelsorge und im Gesundheitsbereich sind die Ordensangehörigen, die dort ihren Dienst versehen, stabil geblieben. So wirkten 2019 in den rund 23 Ordensspitälern weiterhin rund 262, in den Schulen und Bildungseinrichtungen 267 und in der Pfarrseelsorge rund 1.084 Ordensleute.

 

Ordenschristen als Mut-Macher und Hoffnungs-Träger

Erzabt Korbinian Birnbacher abschließend: „Als Ordensleute gehören wir zur kirchlichen Gattung der Propheten, der Mut-Macher und der Hoffnungs-Träger, die schon immer rar waren. Die Zahlen sind eben die Zahlen!“ 

 

Mehr: Ordensgemeinschaften Österreich

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