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09.
Dec.
Niederösterreich
Aus der Erzdiözese Salzburg

Seelentankstelle auf 1.001 Metern

Allein, aber nicht einsam: So lebt Matthias Gschwandtner als Eremit in der Einsiedelei am Palfen bei Saalfelden. Müßiggang ist für ihn Auftrag und Erfüllung zugleich.

Ein Leben ausschließlich im Müßiggang zu verbringen, wäre wohl etwas „dünn“. Aber das bewusste Zulassen und Erleben solcher Zeiten erscheint mir wichtig. Denn Müßiggang meint ja auch ein Loslassen von Belastungen und ein sich-Freimachen von Pflichten und Druck.
Solche Zeiten ohne große Aktivitäten und Vorhaben führen zu vermehrter Leichtigkeit und können eine Freiheit bewirken, eine Offenheit für Neues.

 

Die Sinne bekommen so die Gelegenheit, sich wieder zu schärfen. Das innere Ohr lernt neu zu hören auf Gedanken und Botschaften, das Auge lernt, die Umgebung neu und intensiver wahrzunehmen. Es kann wieder etwas wachsen, das vielleicht im Alltagstrubel zugeschüttet oder verdrängt wurde. Wir können Gottes Geist wirken lassen, ins Schweigen kommen.


All das kann man vielleicht auch mit Meditation, Gebet, Yoga usw. erreichen. Das aber setzt eine Aktivität unsererseits, eine Leistung voraus. Und wenn wir vielleicht ohnehin keine Energieressourcen mehr verfügbar haben, so verursacht es vielleicht gar weiteren Druck.

 

 

Müßiggang hingegen meint eine Zeit, in der wir eben gerade nichts „müssen“, sondern vielmehr nur dürfen. Durch die vielen Eindrücke, Bilder und Aktivitäten, die uns umgeben, bewegen wir uns sehr viel an der Oberfläche. Wir haben dann gar keine Zeit für unser Selbst. Solche freie Zeiten können daher helfen, sich wieder mehr zu spüren. Das Selbst-Bewusstsein kann wachsen.

 

Einfach da sein


Ich darf im heurigen Sommer 2021 eine weitere Saison in der Einsiedelei in Saalfelden verbringen. An diesem einzigartigen Ort am Felsen bei Saalfelden, auf 1.001 Meter Seehöhe, verbindet sich vieles auf eine ganz besondere Weise.

 

Das Leben als Einsiedler bietet die Gelegenheit, Zeiten der Aktivität und der Begegnung mit Zeiten des Gebets und des Müßiggangs zu verbinden. Der wunderbare Ausflugsplatz, die Felsenkapelle und die Klause sind unterschiedliche Orte und doch in einem einzigartigen Ensemble vereint. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit.

 


Bei vielen Besuchern spüre ich die Wertschätzung, die sie diesem besonderen Ort entgegenbringen. Sie kommen her, um für einige Stunden einfach nur da zu sitzen und zu sein. Nichts tun oder denken oder konsumieren oder performen zu müssen. Da entsteht bei vielen eine Sehnsucht und sie spüren, wie gut das tut und wichtig es für die Seele sein kann. Die Brücke von der Alltagshektik zum Loslassen lässt sich hier oben auf eine besondere, eine einmalige Weise bauen.

 

 

Gerade in Zeiten enormer Arbeitsbelastung, Informationsflut und des Konsumzwangs ist es meiner Meinung nach hilfreich, sich hin und wieder herauszunehmen. Solche Zeiten sind eine Tankstelle für die Seele. Außerdem hat diese Form des Müßiggangs einen weiteren großen Vorteil: Man muss wenig Aufwand treiben oder Geld investieren. Man muss sich „nur“ das entsprechende Umfeld und den notwendigen Freiraum schaffen. Wie etwa hier oben in der Einsiedelei am Palfen.

 


OLYMPUS DIGITAL CAMERA         Matthias Gschwandtner

 

lebt seit Juni 2020 als Einsiedler in der Eremitage am Palfen bei Saalfelden. Der Protestant arbeitete bis zu seiner Pensionierung als kaufmännischer Angestellter und ist zudem Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche A.B. in Oberösterreich.

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