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09.
Dec.
Niederösterreich
Aus der Erzdiözese Wien

Ein unbekanntes Juwel

Das Priesterseminar feierte das 300-jährige Bestehen seiner Seminarkirche "Santa Maria de Mercede".

 

Die Kirche „Santa Maria de Mercede“ in Wien-Alsergrund gehört zu den Geheimtipps unter den Wiener Barock-Kirchen. Das Besondere an diesem unbekannten Juwel ist die Synthese von barocker Opulenz mit der intimen Ausgestaltung einer Anstaltskirche. Die Kirche gehörte nämlich ursprünglich zum sog. spanischen Hospital, welches 1717 von Kaiser Karl VI. zur Versorgung seiner spanischen Untertanen errichtet wurde.


Am 24.9., dem Gedenktag der namensgebenden seligen Jungfrau Maria „vom Loskauf der Gefangenen“, fand in der heutigen Seminarkirche des Priesterseminars Wien, Eisenstadt und St. Pölten eine Festmesse anlässlich des Jubiläums der Grundsteinlegung der Kirche statt. Es folgen im Jubiläumsjahr 2022/23 weitere Aktivitäten rund um die Seminarkirche.

 


Festmesse mit Kardinal Dr. Schönborn
Die Festmesse anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Kirche wurde von Kardinal Dr. Schönborn geleitet. Auch Diözesanbischof Dr. Schwarz und Herr Generalvikar MMag. Michael Wüger (in Vertretung von Diözesanbischof Dr. Zsifkovics) sowie die Jungpriester der letzten 10 Jahre nahmen an der Messe und anschließenden Agape teil.

 

Besondere Gäste waren die Botschafterin I.E. Cristina Fraile Jiménez de Muñana (Botschafterin des Königreichs Spanien in Österreich) und die Gesandte Carmen Díez (Stellvertreterin der spanischen Botschafterin). Für eine exzellente musikalische Gestaltung sorgte der musikalische Leiter Mag. Michal Kucharko. Die Agape war eine schöne Gelegenheit für einen Austausch unter den Jungpriestern der drei Diözesen.


Die Seminarkirche
Architekt Anton Ospel schuf mit der Kirche „Santa Maria de Mercede“ ein stimmiges Gesamtkonzept zwischen Barock und Zurückhaltung, das insgesamt eine wunderbare Harmonie und Ruhe ausstrahlt. Den Grundstein der Kirche legte Kaiser Karl VI. am 2. August 1722 in Gegenwart des gesamten Hofes.1723 wurde sie von Erzbischof Sigmund Graf von Kollonitz eingeweiht. Zu diesem Zeitpunkt war sie allerdings noch nicht komplett fertiggestellt.


Den Namen „Maria de Mercede“ trägt sie aufgrund ihrer ursprünglichen Funktion als Kirche des spanischen Hospitals, welches vom Orden der Mercedarier geleitet wurde. Die Gründung des Mercedarierordens geht auf eine Erscheinung der Maria de Mercede im Jahr 1218 zurück. Neben der Krankenpflege gehört auch der Einsatz für ungerecht in Gefangenschaft geratene Menschen zu den Hauptaufgaben dieser Ordensgemeinschaft. Daher auch die Bezeichnung der Seminarkirche unter dem Titel „Maria vom Loskauf der Gefangenen“.


Später wurde in dem Gebäude des spanischen Hospitals ein Waisenhaus untergebracht, welches von den Schulbrüdern geleitet wurde. Ab 1914 wurde das Priesterseminar Wien in das Haus verlegt.

 


Im Jubiläumsjahr blickt man auf die 3 Phasen des Standortes zurück und gedenkt der verschiedenen Stationen der Kirche. Aufgrund der spanischen Wurzeln spielt insbesondere Katalonien eine große Rolle für den Rückblick. 2023 steht deshalb auch eine Studienreise der Priesteramtskandidaten und ihrer Vorsteher nach Barcelona auf dem Programm, ebenso wie der Besuch spanischer Würdenträger in Wien.


Jubiläumsjahr 2022/23
Im Jubiläumsjahr der Kirche 2022/23 plant das Priesterseminar zahlreiche Programmpunkte.
Eine öffentliche Vernissage zur Geschichte der Seminarkirche und ein Konzert mit spanischer und österreichischer Musik des 17. Jahrhunderts werden veranstaltet. Auch zwei neue Tafeln für die Fassade der Kirche sind geplant. Eine Wien-Tafel und eine Gedenktafel für den Orden der Mercedarier und das spanische Hospital sollen angebracht werden.


Das Priesterseminar
Das Erzbischöfliche Priesterseminar Wien wurde 1758 von Erzbischof Christoph Anton Graf Migazzi als Ausbildungsstätte für Priester gegründet. 1914 wurde das Wiener Priesterseminar von Kardinal Gustav Piffl vom Curhaus neben dem Stephansdom in das neu erworbene Gebäude in der Boltzmanngasse verlegt, um mehr Platz für die große Anzahl an Seminaristen zu schaffen.

 

 

Seit 2012 findet die Ausbildung des Wiener, St. Pöltner und Eisenstädter Priesterseminars gemeinsam unter einem Dach im Gebäude in der Strudlhofgasse statt. Regens Richard Tatzreiter leitet das Seminar gemeinsam mit den Subregenten Markus Muth, P. Lorenz Voith CSsR, Nikolaus Vidovic und den Spiritualen P. Michael Meßner SJ und Peter Miscik.

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