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Aus der Erzdiözese Wien

Neue Professoren an Theologischer Fakultät

Sechs Neuberufungen

Unter anderen wurden die Lehrstühle für Neues Testament, Kirchenrecht, Christliche Philosophie und Theologie des Christlichen Ostens neu besetzt.

Prof. Agnethe Siquans, Prof. Markus Tiwald, Prof. Andreas Kowatsch, Prof. Thomas Németh, Dekan Prof. Johann Pock, Prof. Jakob Deibl und Univ.-Prof. Dr. Dr. Johann Schelkshorn.

Zu Beginn des Wintersemesters 2019/20 startet die Katholisch-Theologische Fakultät mit sechs neuen TheologInnen. Unter anderen wurden die Lehrstühle für Neues Testament, Kirchenrecht, Christliche Philosophie und Theologie des Christlichen Ostens neu besetzt.

 

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien startet mit einer Reihe von Neuberufungen ins Wintersemester: Der aus dem Burgenland stammende und zuletzt an der Universität Duisburg lehrende Bibelwissenschaftler Markus Tiwald übernimmt die Professur für Neues Testament. Der aus Wien stammende und zuletzt an der Universität Würzburg lehrende Ostkirchenexperte Thomas Nemeth übernimmt den Lehrstuhl "Theologie des Christlichen Ostens". Den Lehrstuhl für Kirchen- und Religionsrecht übernimmt der aus Klagenfurt stammende Jurist und Theologe Andreas Kowatsch. Der bisher bereits seit 2007 als Außerordentlicher Professor am Institut für Christliche Philosophie lehrende Johann Schelkshorn übernimmt schließlich den Lehrstuhl für Christliche Philosophie.

 

Dekan Prof. Johann Pock begrüßte in einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress" die Berufungen: Nun seien "wieder alle Institute sehr gut besetzt" und die Katholisch-Theologische Fakultät insgesamt "sehr gut positioniert, um nicht nur die mehr als 1.000 Studierenden - darunter etwa 200 Doktorats-Studierende - auszubilden, sondern auch einen wichtigen Beitrag für Wissenschaft, Gesellschaft und Kirche zu leisten", so Pock.

 

Neben den Lehrstuhl-Neubesetzungen verwies Pock weiters auf die Aufwertung der Stelle der Bibelwissenschaftlerin Agnethe Siquans. Sie lehrte seit 2010 als Außerordentliche Professorin am Institut für Alttestamentliche Bibelwissenschaft - seit 1. Juli 2019 ist sie nun Universitätsprofessorin für Alttestamentliche Bibelwissenschaft. Weiters wurde der seit 2013 im Fachbereich für Theologische Grundlagenforschung lehrende Benediktiner Jakob Deibl zum Assistenzprofessor ("Tenure Track") für die neue Professur "Religion und Ästhetik" berufen. Damit, so Pock, werde die Wiener Fakultät "als das Zentrum für Theologie und Religionsforschung in Österreich gestärkt".

 

"Ein Pfund, mit dem wir wuchern dürfen"

Alle sechs neuen bzw. in neuer Position Lehrenden betonten darüber hinaus in kurzen Interviews auf der Website der Katholisch-Theologischen Fakultät  den besonderen Stellenwert, den die Wiener Fakultät in der theologischen Fachwelt genieße. Der Standort Wien sei "ein Pfund, mit dem wir wuchern dürfen", betont darin etwa der Neutestamentler Tiwald. Die Verflechtung mit den anderen Fächern sei eng und produktiv und der Fokus auf die mittel- und osteuropäischen Länder ein Alleinstellungsmerkmal, betonen auch die anderen neuen Professoren.

 

Seine Freude über die Berufung des Ostkirchenexperten Thomas Nemeth hat laut Aussendung von "Pro Oriente" u.a. Kardinal Christoph Schönborn geäußert. Er schätze Nemeth als "hervorragenden Theologen", so der Wiener Erzbischof bei einer Kuratoriumssitzung der Stiftung "Pro Oriente"; Nemeth, der damit die Nachfolge von Prof. Rudolf Prokschi antritt, gehört dem Kollegium der wissenschaftlichen Konsultorinnen und Konsultoren von "Pro Oriente" an; sein Mandat wurde um vier Jahre verlängert.

 

Der 1974 in Wien geborene Nemeth ist (verheirateter) griechisch-katholischer Priester des byzantinischen Ritus. Er studierte Rechtswissenschaften und Katholische Theologie an der Universität Wien; 2003 promovierte er zum Dr. jur., ein Jahr später zum Dr. theol. 2013 habilitierte er sich an der Universität Wien. Ab 2005 war er zunächst Fachvertreter für Ostkirchengeschichte und Ökumenische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät Würzburg, ab 2009 Direktor des Ostkirchlichen Instituts der Universität Würzburg und Mitglied der Chefredaktion der Zeitschrift "Ostkirchliche Studien". Ab 2018 übernahm er auch die Leitung des Projekts "Einrichtung und Koordinierung von Lehrgängen zur Vermittlung ostkirchlicher Kompetenzen" (in Verbindung mit der Fachvertretung für Ostkirchengeschichte).

 

Der 1978 in Klagenfurt geborene Andreas Kowatsch studierte zunächst bis 2000 Rechtswissenschaften in Wien und Paris. 2002 folgte die Promotion in Wien. Bis 2004 studierte er in Wien außerdem katholische Fachtheologie. Kowatsch arbeitete darüber hinaus u.a. seelsorglich in Graz und wurde 2009 zum Priester geweiht. 2015 promovierte er in Wien zum Dr. theol. Für seine Arbeit erhielt er den Dissertationspreis der Fakultät. 2015 übernahm Kowatsch eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Regensburg. 2019 folgte die Habilitation an der Universität München.

 

Markus Tiwald wurde 1966 in Güssing geboren. Er studierte bis 1993 in Wien und Lyon Katholische Theologie. 1994 wurde er zum Priester geweiht. Bis 1998 folgte ein Lizentiatsstudium am Studium Biblicum Franciscanum mit Schwerpunkten in biblischen Sprachen, Judaistik und biblischer Archäologie. Von 1997 bis 2007 war er Universitätsassistent am Institut für Neutestamentliche Bibelwissenschaft der Universität Wien. Nach der Promotion 2001 war er von 2001 bis 2007 stellvertretender Vorsitzender der "ArgeAss" (Arbeitsgemeinschaft bibelwissenschaftlicher AssistentInnen Österreichs) und Kuratoriumsmitglied des Österreichischen Katholischen Bibelwerkes. Nach der Habilitation 2007 lehrte er ab 2008 "Biblische Theologie und ihre Didaktik / Schwerpunkt Neues Testament" an der Universität Duisburg-Essen. Tiwald ist außerdem ausgebildeter Psychotherapeut und war von 2005 bis 2009 Kolumnist des "Kurier".

 

Johann Schelkshorn wurde 1960 in Melk geboren. Er studierte Theologie, Philosophie und Klassische Philologie in Wien und Tübingen. 1989 promovierte er in Katholischer Theologie, 1994 in Philosophie. Ab 1990 war Schelkshorn zunächst als Assistent am Institut für Christliche Philosophie der Wiener Fakultät tätig; im Jahr 2000 übernahm er eine Assistenzprofessur. 2007 wurde er Außerordentlicher Professor am Institut für Christliche Philosophie, dem er seit 2016 vorstand. Zum 1. Oktober 2019 übernimmt er den Lehrstuhl für Christliche Philosophie in der Nachfolge des emeritierten Prof. Rudolf Langthaler.

Quelle: Kathpress 

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