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Aus der Diözese Innsbruck

In der Schule bei Petrus Canisius

Ein Brief von Jakob Bürgler

Unser Magazin  „miteinander“ hat Personen, die mit Petrus Canisius in Verbindung stehen, eingeladen, dem Heiligen einige Zeilen zu schreiben.  Ein Brief von Jakob Bürgler, Bischofsvikar der Diözese Innsbruck.

 

 

Lieber Petrus Canisius!

 

Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Schon lange war es mein Traum, einmal an deinen Geburtsort zu kommen. Nach Nimwegen. Ich betrete die Jesuitenkirche und bestaune deine Schuhe. Sie sind im Altar „ausgestellt“. Als Reliquie. Verbraucht sind sie und abgetragen. Nicht sehr ansehnlich. Trotzdem: Ich bin beeindruckt und berührt. Und ich staune über dich: Halb Europa hast du bereist. Überall hast du Zeugnis gegeben für den katholischen Glauben. Unermüdlich. Mit unglaublicher Durchhaltekraft. Kein Wunder, wenn deine Schuhe so aussehen.

 

Was hat dich bewogen, so entschieden zu sein? So voller Überzeugung und Tatkraft? So treu? Warum hast du nicht aufgegeben, obwohl doch so vieles gegen deine Mühe gesprochen hat? Wie konntest du bei all dem durchhalten und das Vertrauen nicht verlieren? Die Zeit damals war ja alles andere als angenehm. Gewaltige Verwerfungen haben die Menschen auseinandergebracht. Die Stimmung war aufgepeitscht und unruhig. Die traditionelle Orientierung war weg. Das religiöse Leben lag am Boden. Und viele haben gemeint, für die katholische Kirche habe die letzte Stunde geschlagen.

 

Du aber hast die Mission als deinen Auftrag erkannt und angenommen. Du hast dich senden lassen von deinen Vorgesetzten. Mit ganzem Herzen hast du getan, was deine Aufgabe war. Aber wie konntest du durchhalten? Was hat dich immer wieder neu motiviert und angetrieben? Allein wenn ich daran denke, dass du deine perfekt vorbereiteten Predigten oft genug vor ganz wenigen Leuten halten musstest! Kein Interesse! Fehl am Platz! Und dann die Missstände in der Kirche. Zum Davonlaufen! Du bist geblieben und hast weitergemacht.

 

Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich staune über dich. Obwohl wir nicht jene radikalen Abbrüche erleben wie du, ist es doch so, dass uns vieles wegbricht. Dass uns die Frage beschäftigt, ob die Menschen uns noch brauchen. Wir stellen uns die gleiche Frage: Wie das Evangelium in einer Sprache verkünden, die die Menschen verstehen und die sie anspricht?

 

Als 17-Jähriger hast du in dein Tagebuch geschrieben: „Perseverar“ – „Durchhalten“. Ist das der Schlüssel für dein Leben? Hat dich dieses Bemühen getragen? Ich möchte bei dir in die Schule gehen …

Dein Jakob Bürgler

Zum aktuellen miteinander

Mehr: www.dibk.at

 

 

Zum Autor

 

Msgr. Mag. Jakob Bürgler

ist Bischofsvikar für missionarische Pastoral

der Diözese Innsbruck.

Entscheide dich
Old wooden door with rusty iron handle

Halte die Türe offen

es könnte ja sein…

Oder rollst du einen Stein
vor die Türe
damit der Wind dir nicht
den Atem raubt

und das Haus
auf den Kopf stellt
oder die Nacht dich
in ihrer Dunkelheit täuscht?

Sei wachsam und
entscheide dich
ob ja oder nein
gib deiner Angst
keine Gelegenheit
dir den Kopf
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Wilhelm Bruners

CANISIUSWERK
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