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Aus der Diözese Graz-Seckau

Mehr und mehr hineinwachsen

Bischof Krautwaschl im Interview

„Es braucht mal den Mut zur Entscheidung.” Dann ergibt sich Schritt für Schritt. Bischof Wilhelm Krautwaschl, Referatsbischof für Berufungspastoral, über seine Berufung. 

 

Wann wussten Sie, dass das der richtige Weg für Sie ist? (Gab es ein Berufungserlebnis?)

 

Bischof Krautwaschl: Irgendwann gilt es im Leben Entscheidungen zu treffen. Freilich: dafür braucht es Zeit und die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Ich hoffe, dass ich mir für die Entscheidung, den Weg zum Priester einzuschlagen gut Zeit genommen und auch die Realitäten um mich herum wach und richtig gedeutet habe. Da gab es das Engagement in der Kirche: "Ich werde gebraucht!" - Da gab es die Auseinandersetzung mit der Bibel: "Nicht nur ein Wort für gestern, sondern Leben für mich und Leben für heute." – Da gab es Menschen, die mir den "Floh" ins Ohr gesetzt haben: "Könntest du dir vorstellen Priester zu werden?" - Da gab es die einfach schönen Erfahrungen im Leben derer, die sich Kirche nennen: "Der Einsatz für die Menschen lohnt sich!" - Also: kein Berufungserlebnis, sondern mehr und mehr hineinwachsen in das, was Kirche heißt – verbunden mit der Erkenntnis, dass es für dieses MIteinander auch Personen braucht, die sich darum kümmern.

 

Wie fühlt sich Berufung an?

Bischof Krautwaschl: Wenn ich das wüsste! Entschieden zu leben, ist zum einen Segen, denn dann kann ich mal diesen Weg gehen und muss mich nicht dauernd fragen, welcher denn nun zu gehen vielleicht interessant wäre. Zu scheiden bedeutet freilich auch, das eine oder andere zu lassen. So wie viele sich eben auch für ihren Lebensstand entscheiden müssen, einen Beruf oder so. Entschieden zu leben entlastet, weil ich nun den eingeschlagenen Weg gehen kann und mich von diesem Standpunkt aus fortbewege.

 

Nachdem der Weg klar war: Wie sah der nächste Schritt aus?

Bischof krautwaschl: Wie gesagt: Es braucht mal den Mut zur Entscheidung. Dann ergibt sich ein Schritt nach dem anderen. Ich weiß: Angesichts der vielen Möglichkeiten, denen wir uns heute gegenüber wissen, sind Entscheidungen weit schwerer als noch vor ein paar Jahrzehnten. Aber sie gehören zum Menschsein. Denn ein Moment desselben ist ja, Freiheit zu leben und damit "Ja" und "Nein" zu sagen, also Entscheidungen zu treffen. Solche immer nur vor sich herzuschieben oder ihnen aus dem Weg zu gehen, bedeutet daher auch, die eigene Würde als Mensch nicht ernst zu nehmen. – Und dann, entschieden, ergeben sich die Schritte beinahe von selbst. Es wird eben nicht nur "eng", gezwungener Maßen, weil eben manches dann nicht mehr möglich ist, sondern auch "weit", weil ich frei bin für ...

 

Welchen Tipp würden Sie Suchenden mitgeben?

Der heutige Erzbischof von Salzburg hat immer wieder gesagt: "Wenn Du den Eindruck hast, dass Gott von dir was will: Gib diesem Ruf nach!" Weil ER uns liebt, weil ER unser Bestes will. – Freilich: Die einfache Anerkenntnis, dass ich nicht alles haben kann und je in dieser Welt erreichen werde, muss ich geklärt haben für mich. Und ich muss dazu stehen. Aber: ER hat mir ja die "Fülle des Lebens" (vgl. Joh 10,10) versprochen.

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