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DIÖZESE Eisenstadt
P. Mag. Karl Schauer OSB
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Papst Franziskus, der den Frauen und Männern in den römischen Gefängnissen die Füße wäscht, Bilder, die sich in die Erinnerung unserer Welt eingeschrieben haben. Das war kein Spiel für die Kamera, sondern die Wirklichkeit seines Dienstes: der Dienst der Fußwaschung. Gelebt, vorgezeigt, erinnert und ermahnt mit vielen Worten und Zeichen und mit konkreten Taten.
In einer Welt, die schindet und geschunden wird, zählt wahrscheinlich die Fußwaschung wenig oder gar nicht. Anderes wird zum Maßstab: Entsolidarisierung, Beherrschen, Ausnützen, Macht, Gewalt, Gier, Besitz und alle Versuche, Menschen einander auszuliefern. Der Dienst des Gründonnerstags ist kein Erkennungszeichen dieser Welt und doch beginnt das österliche Geheimnis mit diesem Zeichen der Hingabe und des Sich-Verschenkens. Die Fußwaschung stellt die eigenen Vorteile und den gelebten Egoismus in den Schatten.
Ob die mangelnde Bereitschaft, auf den Ruf Gottes zu hören und einen geistlichen Beruf zu wählen, auch damit zu tun haben könnte? Viele Ordensgemeinschaften haben diesen Dienst der Fußwaschung beeindruckend gelebt und sie tun es heute noch, wenn auch in geringerer Zahl. Wenn diese Menschen fehlen, fehlt der Gesellschaft viel, auch der Dienst der Fußwaschung, die Verschwendung für andere.
Gebet
Gib mir die Größe,
im Zeichen des Todes
den Anker des Lebens zu erkennen.
Gib mir die Kraft, auf dein Kreuz
zu schauen,
wenn Angst und Not mich fesseln,
Hoffnung und Freude schwinden.
Lass mich erkennen,
dass dein Kreuz zum Lieben befähigt
und mir die Kraft gibt,
jenen zu helfen,
die unter der Last des Kreuzes zusammenbrechen.
Pater Karl Schauer OSB