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Dritter THEO-Tag in Eisenstadt

Suche nach gelingendem Leben

Große Infoveranstaltung im Eisenstädter Bischofshof für SchülerInnen aus Eisenstadt, Mattersburg, Oberschützen, Oberwart und Stegersbach – Anspruchsvolles Programm mit Vortrag, Workshops, Talk-Corner und Informationen über kirchliche Berufe und theologische Ausbildungsformen.

 

Bereits zum dritten Mal in Folge veranstaltete die Diözese Eisenstadt ihren THEO-Tag. Vergangenen Donnerstag, 20. Februar, fanden sich SchülerInnen der Eisenstädter Gymnasien Kurzwiese und Wolfgarten, der HTL Eisenstadt, des BG Mattersburg, der HAK Mattersburg, des BG Oberschützen, der HBLA Oberwart und der HAK Stegersbach im Eisenstädter Bischofshof ein.

 

Bischof Ägidius J. Zsifkovics hatte diesmal bewusst in die Verwaltungszentrale der Diözese geladen, "um den Blick hinter den Vorhang zu erlauben und jungen Leuten zu zeigen, dass hier die verschiedensten, sehr spannenden und teilweise auch sehr weltlichen Tätigkeiten und Berufsbilder ihren Platz haben", so Zsifkovics.

 

Neben einem gleichermaßen anspruchsvollen wie humorvollen Vortrag des Ethikprofessors Leopold Neuhold bot auch die diesjährige Veranstaltung der Jugend Gelegenheiten der Begegnung und des Austausches und beleuchtete die Vielfalt kirchlicher Entfaltungs- und Berufsmöglichkeiten.

P. Schauer: Baustelle "Kirche und Gesellschaft" als Begeisterungs- und Entfaltungsraum

Auch der dritte THEO-Tag startete mit einem Get-together, bei dem die Jugendlichen einander kennenlernten und sich für den Tag stärkten. P. Karl Schauer, Verantwortlicher für die seit Jahren erfolgreiche Veranstaltung, begrüßte die Jugendlichen im Eisenstädter Dom: "Der Baustellencharakter ist ein gutes Symbol für Kirche, Leben und Gesellschaft und zeigt, dass es Leute braucht, die Lust am Mitbauen haben", so Schauer in Anlehnung an die am Domplatz stattfindenden Bauarbeiten.

Moderiert wurde die Veranstaltung im Dom von Susanne Mann und Florian Mitrovits aus der Maturaklasse des Gymnasiums Kurzwiese. Dazwischen sorgten musikalische Beiträge der Gruppe "Spirit of life", unter der Leitung von Mag. Matthias Federer, für Schwung und Atmosphäre. Theologiestudium und kirchlicher Beruf als Outing-Gegenstand Andrea Berger-Gruber, Schulamtsleiterin der Diözese Eisenstadt, überraschte in ihrem Begrüßungs-Statement mit einem Outing: "Theologie ist mir passiert. Auf dem Weg zum Hörsaal für Botanik blieb ich dort hängen", so Berger-Gruber, die letztlich die Fächer Ernährungswissenschaften und Theologie im Lehramtstudium abgeschlossen hat und ihr Theologiestudium "nach 30 Jahren immer noch als die richtige Entscheidung" sieht. In Vertretung von Bildungsdirektor Heinz Zitz wohnte Gerhard Jakowitsch als oberster Schulrechtsexperte des Landes der Veranstaltung bei. Berger-Gruber wies vor den Jugendlichen launig darauf hin, dass Jakowitschs Sohn – "passenderweise zum THEO-Tag nicht Jus, sondern ebenfalls Theologie studiert".

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Zsifkovics: "Die Gesellschaft braucht euch!"

Als Hausherr verriet Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, welche Wirkung die vielen jungen Menschen im Dom auf ihn hätten: "Es ist gut, dass ihr hergekommen seid, um Euch ein Bild von der Baustelle Kirche zu machen", so der Bischof. "Selten sehe ich diesen Dom so voll mit so vielen jungen Menschen – das macht mich froh, aber auch schwermütig." Dementsprechend wolle er nicht predigen, sondern "schlicht zeigen, was die Kirche in diesem Land sozial, wirtschaftlich und kulturell beiträgt". Es sei ein "Schnupperkurs, ob da nicht auch für Euch etwas dabei ist. Der Mensch läuft heute große Gefahr, nur auf die Selbstverwirklichung zu schauen. Aber die Gesellschaft braucht uns auch!", so Zsifkovics, der im späteren Verlauf des Tages den Jugendlichen sein Büro öffnete und ihre persönlichen Fragen beantwortete.

 

Ethiker Neuhold: Tag der "aussterbenden Arten" versus Tag des "gelungenen Lebens"

Mit Selbstironie eröffnete Leopold Neuhold, Universitätsprofessor für Ethik und Gesellschaftslehre an der Karl-Franzens-Universität Graz seinen Vortrag an die Jugendlichen: Sich für ein Studium der Theologie zu entscheiden, resultiere nicht daraus, "bei der Inskription die kürzeste Warteschlange gewählt" zu haben, ebenso wenig sei ein THEO-Tag ein "Tag der aussterbenden Arten". Vielmehr gehe es darum, "mit der Theologie den Menschen zu dienen. Der Mensch ist Mittelpunkt und ein Reisender, der begleitet werden muss. Wir haben die Beste aller Welten nicht erreicht!", so Neuhold. Es sei gleichermaßen "vermessen zu glauben, nicht mehr weitergehen zu müssen, wie zu glauben, das Ziel einer guten Welt nicht erreichen zu können". Genau in dieser Diskrepanz zwischen Hybris und Hoffnungslosigkeit "liegt die Aufgabe der Theologen", so Neuhold. "Wir können alles – aber nichts dafür!" Über die modernen Mittel würde der Mensch als Ziel vergessen, so der Ethiker. "Theologie muss auf das Ziel verweisen: die unaussagbare Würde des Menschen als ein Werdewesen, das über sich hinausgeht", so Neuhold, der zum Gelächter Jugendlichen im Dom das Gebet des Individualisten zitierte: "Ich, Meiner, Mich, Mir – Gott segne alle vier!" Demgegenüber müssten gerade junge Menschen "über sich hinausgehen dürfen, um dem Ganzheitsbezug des Menschen gerecht zu werden", so der Ethiker. Theologie sei keine Konkurrenzdisziplin, sondern beziehe die einzelnen Bereiche auf das ganze gelungene Leben. Daraus resultiere die besondere Verantwortung der Theologen, die gegen das geltende Paradigma "Wir können alles, aber nichts dafür" aufzutreten hätten. "Dazu müssen wir Weg machen, aus Kreisen herauskommen, Fassung geben und Profil einbringen. Ich bitte Sie um dieses Profil!", so Neuhold in seinem Schlussappell an die versammelte Jugend.

Expertengespräche, kleine Workshops und Talk-Corners

Nach einer Pause wurden die SchülerInnen in geführten Gruppen durch die einzelnen Dienststellen und Abteilungen des Bischofshofs geführt, wo in kleinen Workshops und Talk-Corners mit verschiedenen Vertreterinnen und Vertretern kirchlicher Berufe Begegnungen stattfanden. Die in den Abteilungen wirkenden Expertinnen und Experten gaben Einblicke in ihre jeweiligen Tätigkeitsbereiche, informierten über berufliche Einstiegsmöglichkeiten und luden bei Bedarf auch zum persönlichen Gespräch ein.

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