Mittwoch 17. Januar 2018
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Aus der Diözese Linz

SeelsorgerInnen-Jahrestreffen

Spiritualität statt Messias-Syndrom

Lebendigkeit wurde im Bildungshaus Schloss Puchberg spürbar: 240 SeelsorgerInnen unterschiedlichster Bereiche der Diözese Linz kamen zu Vertiefung zusammen. 

 

Die zentrale Frage dieses Jahrestreffens lautete: „Für wen gehst du? Wechselwirkung von eigener Spiritualität und pastoralem Wirken.“

 

Sie arbeiten als PfarrassistentInnen, PastoralassistentInnen, Krankenhaus-, Altenheim- und GefangenenseelsorgerInnen, SeelsorgerInnen für Menschen mit Behinderung, DekanatsassistentInnen, BegleiterInnen von Seelsorgeteams und als JugendleiterInnen. Die 240 MitarbeiterInnen der Pastoralen Berufe der Diözese Linz begleiten verschiedenste Menschen in den unterschiedlichen Lebensphasen und eröffnen Zugänge zu einem Leben aus der Perspektive der christlichen Botschaft.

 

Alltagstaugliche Spiritualität stärkt und bewegt 

Beim Jahrestreffen im Bildungshaus Schloss Puchberg am 21. April 2015 waren alle eingeladen, sich die Frage zu stellen: „Für wen gehe ich?“. Zu Beginn referierte Sr. Dr.in Christa Baich, Mitglied der Kongregation der Helferinnen, Theologin, Exerzitienbegleiterin und Personalentwicklerin im Personalreferat der Erzdiözese Salzburg. Sie ermutigte dazu, sich im Arbeitsalltag diese Frage immer wieder zu stellen: „Gehe ich für die eigenen Bedürfnisse, für eine Institution oder für Gott und seine Anliegen? Sehe ich mich als MitarbeiterIn Gottes?“

 

Baich plädierte für eine spirituelle Kompetenz von SeelsorgerInnen – nicht als Ersatz für fachliche Qualifikationen, sondern als unentbehrliche Grundlage für den pastoralen Dienst. „In meiner Arbeit als SeelsorgerIn drückt sich faktisch immer etwas von meiner persönlichen Spiritualität, von meinem Menschen- und Gottesbild aus.“ Wie jede Beziehung brauche auch die Gottesbeziehung Zeit und Pflege. „Sich keine Zeit fürs Gebet zu nehmen, ist ähnlich fatal, wie wenn ich sage: ‚Ich brauche keine ausdrückliche Zeit mit meinem Partner – ich bin ohnehin verheiratet!‘“, so die Theologin pointiert. Gebet sei unverzweckte Zeit, die Menschen Gott zurückschenken und damit zum Ausdruck bringen: „Es ist gut, dass es dich, Gott, gibt. Du bist es wert, dass ich mich dir zuwende.“

 

Es sei Aufgabe der SeelsorgerInnen, Menschen in Bezug zu Jesus Christus zu bringen und sie teilhaben zu lassen an der eigenen Spiritualität. Dafür brauche es die Bereitschaft, die Schätze kirchlicher Spiritualität für sich zu entdecken und selbst auf einem geistlichen Weg zu bleiben. In Zeiten, in denen Wirtschaftsgläubigkeit und Esoterik als Leitlinien dienten, bestehe die Notwendigkeit einer profilierten, kraftvollen Spiritualität in der Seelsorge – „sonst können wir als Kirche einpacken“. Spiritualität, die selbst nicht gelebt und gepflegt werde, bleibe blutleer und sei nicht authentisch, so Baichs Überzeugung. Ihr Vergleich aus dem Bereich der Musik: „Es braucht nicht nur MusikwissenschaftlerInnen, sondern Menschen, die zugleich MusikwissenschaftlerInnen, MusikliebhaberInnen und MusikerInnen sind.“

 

Auch kirchliche MitarbeiterInnen laufen nach Ansicht von Baich Gefahr, sich im Aktionismus zu verlieren. Die Theologin ortet bei vielen SeelsorgerInnen ein „Messias-Syndom“, das zu der Annahme führt: „Ich muss die Welt retten!“ Gebet bedeute immer auch Entlastung, weil es bewusst mache, dass nicht alles vom eigenen Tun abhänge. „Ich kann die mir anvertrauten Menschen so auch wieder loslassen, indem ich sie Gott anvertraue.“ Gleichzeitig erinnere das Gebet daran, dass die eigene Daseinsberechtigung nicht an Leistung und Erfolg geknüpft sei. „Als SeelsorgerIn bin ich nicht AlleinunternehmerIn, sondern MitarbeiterIn Gottes – das kann viel Druck nehmen.“

 

Austausch und Update 

Nach dem Impulsreferat war Zeit für Austausch, berufsspezifische Informationen (etwa aus den Bereichen Weiterbildung und Gesundheitsförderung) und Rückfragen der MitarbeiterInnen an das Team der Abteilung Pastorale Berufe. Direktorin Mag.a Brigitte Gruber-Aichberger PMM und die ReferentInnen Mag. Alois Giglleitner, Mag. Alois Mayer und Dipl.-PAss.in Beatrix Hofer nahmen sich Zeit für alle Anliegen.

 

Dank für langjährigen Seelsorge-Dienst 

Am Abend dankte Direktorin Mag.a Brigitte Gruber-Aichberger PMM einigen MitarbeiterInnen der Pastoralen Berufe in festlichem Rahmen für ihren langjährigen Dienst in der Seelsorge.

 

 25-jähriges Dienstjubiläum:

  • Dr.in Karin Hartmann, Pastoralassistentin Treffpunkt mensch & arbeit und ab 1. Mai 2015 Leiterin der Krankenhausseelsorge in Freistadt
  • Dipl.-PAss.in Eva Brandstätter, Pastoralassistentin in der Pfarre Waldhausen
  • Mag. Gerhard Ertl, Leiter der Krankenhausseelsorge in Vöcklabruck
  • Mag. Gerhard Pumberger, Pfarrassistent in der Pfarre Pinsdorf
  • Dipl.-PAss. Josef Rathmair, Pfarrassistent in der Pfarre Pabneukirchen
  • Mag.a Irmgard Savio, Krankenhausseelsorgerin im Landeskrankenhaus Steyr
  • Mag. Burghard Ebenhöh, Krankenhausseelsorger im Landeskrankenhaus Steyr

 30-jähriges Dienstjubiläum:

  • Andreas Hasibeder, Pfarrassistent in der Pfarre Wels-St. Josef
  • Dipl.-PAss.in Veronika Kitzmüller, Pfarrassistentin in der Pfarre Linz-St. Magdalena
  • Diakon Mag. KonsR Franz Küllinger, Pfarrassistent in der Pfarre Wartberg/Aist und Dekanatsassistent im Dekanat Pregarten

 Antritt des Ruhestandes: 

  • Lic. Theol. Heidelinde Hinteregger, Leiterin der Krankenhausseelsorge in Freistadt und Altenheimseelsorgerin im Seniorenzentrum Spallerhof
  • Diakon Mag. KonsR Johann Wolfthaler, Pfarrassistent in der Pfarre Neuhofen/Innkreis
  • Hildegard Hirschmanner, Altenheimseelsorgerin im Bezirksaltenheim Hart-Leonding
  • Hildegard Neuwirth, Pfarrassistentin in der Pfarre Steyrermühl

 

Gerufen sein

Herr, du rufst uns,

mitzubauen an deiner Kirche,

mitzutragen an der Verantwortung,

mitzuhelfen, dass die Liebe unter uns wächst.

 

Lass uns nicht

über Steine am Weg stolpern,

sondern sende uns

deinen Geist,

damit wir uns einzusetzen wagen für andere.

 

Gib, dass das,

was in uns aufgebrochen ist,

nicht wieder

verschüttet wird von

Lauheit und Resignation.

 

Lass uns alle Kräfte einsetzen

um mitzubauen,

mitzutragen,

mitzuhelfen,

dass der Geist deiner Liebe

mehr und mehr spürbar wird,

überall, wo wir stehen.

 

Friederike Stadler

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

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