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Berufung

Priesterweihe im Stephansdom

Vertraut Gott, vertraut den Menschen

Acht Neupriester in der Erzdiözese Wien: Kardinal Schönborn spendet Weihesakrament am 22. Juni 2019. Priester sollen "Not des Volkes sehen.“

„Wenn ihr dem Herrn vertraut, dann bitte ich euch: vertraut auch den Menschen. Wenn wir den Menschen nicht vertrauen, dann vertrauen wir auch nicht dem Herrn! Wenn Ihr wisst, dass der Herr euch führt, dann könnt ihr auch vertrauen, dass der Herr die anderen führt.“, das hat Kardinal Christoph Schönborn bei der Priesterweihe heute Vormittag im Wiener Stephansdom den Weihekandidaten ans Herz gelegt. Der Kardinal weihte acht Männer aus vier Ländern – Russland, Polen, Bosnien-Herzegowina und Österreich – zu Priestern.

 

Schlüsselwort „Vertrauen“

Kardinal Schönborn zitierte die Antwort, die ein alter Priester aus der Steiermark auf die Frage "Was tut Gott?" gegeben habe: "Er fügt." Das habe er selbst oft in seinen nunmehr 74 Lebensjahren erfahren - Gottes barmherziges Wirken auch durch die Schwachheit, ja auch durch die Sünden der Menschen hinweg.

 

Als Evangelium zur Weihe hatten die Neupriester eine Stelle aus der Bergpredigt des Matthäusevangeliums gewählt. Jesus erteilt darin übertriebener Sorge um tägliche Notwendigkeiten wie Nahrung oder Bekleidung eine Absage, verbunden mit der Zusage: “Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht“.

 

Kardinal Schönborn bekannte in seiner Weihepredigt, sich mit dieser Bibelstelle schwer zu tun, sofern existenziell gut abgesicherte Kleriker sie an andere richteten. Er selbst seit mit 18 Jahren in den Dominikanerorden eingetreten und habe sich bis in die Gegenwart nie Sorgen machen müssen, ob genug zu essen da sei, ausreichend Kleidung oder ein Dach über dem Kopf. Auch Geldsorgen oder solche um Arbeit habe er sich - wie andere Kleriker auch - nie machen müssen, sagte Schönborn. Angesichts dieser "recht privilegierten Situation" stelle sich die Frage, wie Priester dieses Evangelium glaubwürdig mit Leben füllen können.

 

Dabei ließ der Wiener Erzbischof nicht unerwähnt, dass der Priesterberuf heutzutage ein schlechtes Image habe und anders als zu früheren Zeiten keine Möglichkeit mehr, zu Ansehen zu kommen. Dennoch seien die einem Priester abverlangten Opfer oft "wesentlich harmloser" als jene, die andere Menschen auch in der heutigen Wohlstandsgesellschaft auf sich nehmen müssten, so Schönborn.

 

Sorgen freilich würden auch den Neupriestern nicht erspart bleiben, verwies der Kardinal auf mögliche Belastungen durch die Verantwortung für mehrere Pfarren, auf die unsichere Zukunft der Kirche generell oder auch auf die Gehorsamspflicht gegenüber dem Bischof - wobei "Menschen in der Wirtschaft oft sehr viel direkter gehorchen müssen als der Klerus", wie Schönborn anmerkte.

 

Ein Blick für die vielfältige Not

Er empfahl Worte aus den Lesungen aus dem Alten Testament als Handlungsrichtlinie für die Neupriester: Gott ist "herabgestiegen" und sieht die Not seines Volkes, so die Kernaussage dieser Bibelstellen, die nach den Worten des Kardinals auch Vorbild für Priester sein sollen. "Not zu sehen" beziehe sich dabei nicht nur auf Materielles, sondern auch auf spirituelle Nöte wie Orientierungslosigkeit oder Sinnsuche. Schönborn forderte die Neupriester dazu auf, so zu wirken, dass Gott "durch sie durchscheint". Die größte Freude eines Priesters sei es erleben zu dürfen, "Werkzeug Gottes" gewesen zu sein.

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Ein frohes Fest für die ganze Diözese

Zahlreiche Priester, Diakone und Gläubige aus der gesamten Erzdiözese, sowie viele Verwandte und Freunde der Neupriester nahmen an der dreistündigen Weiheliturgie, die zum Teil musikalisch von Mitgliedern des „Neokatechumenalen Weges“ gestaltet wurde und an der anschließenden Agape im Arkadenhof des erzbischöflichen Palais, teil.

 

Die Einsatzgebiete der Neupriester

Boro Gavran wird seinen priesterlichen Dienst im Pfarrverband Retz beginnen, Richard Hansl in Ober St.Veit, Patrick Hofer in der Probsteipfarre Wiener Neustadt, Dmitri Medvedev in der Pfarre Laa an der Thaya, Dariusz Waligora in Baden-St. Stephan und Sooß, Clemens Haunschmidt in St. Christoph am Rennweg, Severin Hörmann in Döbling-St.Paul und Bruder Niklas Müller im südsteirischen Wallfahrtsort Maria Fatima.

Quelle: Erzdiözese Wien

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