Buch-Empfehlungen & Rezensionen
Sexualität als Geschenk Gottes
Die kirchliche Sexuallehre ist für einen Großteil der Menschen, auch für viele engagierte Katholiken, seit langem nicht mehr von gravierender Bedeutung. Das gesellschaftliche Umfeld, die Beziehung zwischen Mann und Frau und vor allem die Rolle der Frau haben sich in den letzten fünf Jahrzehnten grundlegend verändert. Dadurch hat sich auch eine andere Einstellung zur Sexualität, zum Umgang mit der Geschlechtlichkeit entwickelt. Die Beziehung zwischen Mann und Frau will lustvoll und bereichernd für beide Partner erlebt werden. Durch Jahrhunderte wurde von der Kirche eine Sexualmoral verkündet, die die Menschen in ständige Angst um die Sündhaftigkeit ihres Tuns und Wollens in diesem so persönlichen Bereich versetzte. Die eheliche Begegnung sollte allein der Fortpflanzung dienen, und jede abweichende Form der Sexualität wurde zur Todsünde erklärt. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist es in den kirchlichen Aussagen zur Sexualmoral zwar zu einigen positiven Akzentverschiebungen gekommen, die von den Menschen meistens aber gar nicht mehr beachtet wurden, da die Kirche sich durch ihre rigorose Haltung in Sachen Empfängnisregelung diese selbst torpediert hat. Der Moraltheologe P. Martin Lintner OSM hat unter dem Titel „Den Eros entgiften“ ein Plädoyer für eine tragfähige Sexualmoral und Beziehungsethik verfasst, das von der Lebenswirklichkeit der Menschen ausgeht…
Ingeborg Schödl
Online-Bestellformular
für Martin M. Lintner, Den Eros entgiften, Plädoyer für eine tragfähige Sexualmoral und Beziehungsethik, Tyrolia, 182 Seiten, € 17,95 (ISBN 978-3-7022-3114-9)
Zwischenzeitliche Preisänderungen vorbehalten
erstellt am Montag, 05.12.2011
Ähnliche Beiträge, die Sie auch interessieren könnten:
Neupriester Stefan Kopp: Berufung ist ein Geschenk
„Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.“ 1 Joh 4,16 Dieses biblische Wort begleitet mich seit den Exerzitien zur Vorbereitung auf die Diakonenweihe.
Aufbrechen zum Reich Gottes
"Ein Missionar ist für mich jemand, der bereit ist, aufzubrechen", meint P. Franz Helm, "der bereit ist, über Grenzen der eigenen Kultur, des sozialen Standes, auch der eigenen Religion hinauszugehen.
Lieben heißt, einander zum Ziel zu verhelfen
In der Jugendgruppe der Legio Mariae haben sie sich zum ersten Mal gesehen. "Bei verschiedenen Veranstaltungen sind wir uns näher gekommen. Da gab es die gemeinsamen Wallfahrten nach Mariazell …", erinnert sich Maria.
Papst: Missionarische Diözesen haben mehr Priesterberufungen
Die ganze kirchliche Gemeinschaft ist in der Pflicht, für geistliche Berufungen zu sorgen. Berufungspastoral müsse vollständig in die allgemeine Seelsorge eingebunden sein.
zur Übersicht aller Beiträge in diesem Bereich
