Donnerstag 23. November 2017
Militärdiözese
  • Impressionen

    Soldatenwallfahrt nach Lourdes

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    Verbunden im Glauben

Canisiuswerk vor Ort

» in der Militärseelsorge

 

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BV Mag. Dr. Alexander Wessely

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Oberösterreich
Aktuelles

Umwege des Geistes

Österr. Bundesheer & geistliche Berufe

Gibt es eine Berührungsfläche zwischen österreichischem Bundesheer und geistlichen Berufen? ...

 

 

... Auf den ersten Blick nicht. Unser Heer ist allerdings, gemessen an der jährlichen Rekrutenzahl, die größte „Jugendorganisation“ Österreichs. Zudem stehen für viele in der Zeit des Grundwehrdienstes wichtige Entscheidungen zur Zukunfts- und Lebensplanung an.

 

Die Situation 

Mit dem Einrücken treten unsere Jugendlichen in eine für die meisten von ihnen völlig neue Welt. Das Tragen der Uniform, Stehen und Gehen in der Einteilung und ein im Vergleich zu Schule und Lehrausbildung strengerer Ordnungsrahmen machen vielen zumindest anfangs zu schaffen. Exerzier-, Gefechts-, Waffen-, Schieß- sowie Reinigungsdienst, Sport und verschiedene Unterrichtseinheiten im Lehrsaal stehen auf dem Dienstplan. Gar manche werden an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geführt. Erst allmählich erschließen sich ihnen Sinn und Aufgaben des Heeres sowie die dazu notwendigen Ausbildungsschritte. Erst allmählich werden Kameradschaft und neue Freundschaften als Bereicherung erlebt.

 

Die Überraschung 

Das Staunen ist groß, wenn zum ersten Mal der Militärpfarrer kommt – dass es so etwas überhaupt gibt! Das Militärordinariat mit seinen Pfarren in ganz Österreich bildet mit einem eigenen Militärbischof an der Spitze Österreichs zehnte Diözese. Der Militärseelsorger versucht, Kamerad und Wegbegleiter aus dem Glauben zu sein, im Inland und bei internationalen Einsätzen im Ausland.

 

Beim regelmäßigen „lebenskundlichen Unterricht“ (LKU) mit den RekrutInnen, an dem oft und gerne auch Nicht-Katholiken teilnehmen, werden Alltagsprobleme, aber auch Fragen nach einer sinnvollen Lebensgestaltung, nach dem Glauben und nach Gott bearbeitet. – Das Interesse ist groß.

 

Aus Anlass dieses Artikels für miteinander habe ich das Anliegen geistlicher Berufe bei einem LKU zur Sprache gebracht. Die Grundwehrdiener sind mit überraschend großem Eifer an das für sie eher ungewöhnliche Thema herangegangen. In Gruppen wurden eigene Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht. Viele junge Menschen kennen heute keine Priester oder Ordensleute mehr namentlich oder gar persönlich. Wo dies aber der Fall ist, sind oft positive Erinnerungen damit verknüpft. Übereinstimmend wurde ein Bedarf an mehr Priestern und Ordensleuten festgestellt. Die Sorge, dass die Menschen den Glauben verlieren könnten, wurde besonders hervorgehoben. Obwohl sich leider nicht spontan Freiwillige für einen geistlichen Beruf gemeldet haben, wurde doch eine große Offenheit für diese Thematik signalisiert, sollte sich jemand aus dem eigenen Freundeskreis für einen solchen Beruf entscheiden.

 

Die Chance 

In der Militärseelsorge können wir also zumindest zur Schaffung einer für das Wachsen geistlicher Berufe positiven Atmosphäre beitragen. Im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen oft nur die Schwierigkeiten und Probleme in und mit der Kirche. Es gilt aber auch, ihren positiven Dienst für Gott und die Menschen ins Bewusstsein zu rufen. Alle SoldatInnen sollen im Rahmen des Grundwehrdienstes zumindest einmal – wenigstens kurz – mit dem Thema „geistliche Berufe“ konfrontiert werden. Der Geist Gottes erreicht uns heute manchmal erst über Umwege. Warum sollte nicht einer davon über das österreichische Bundesheer führen?

 

Die Militärseelsorger helfen etwaigen Interessenten gerne, den Weg in ein Priesterseminar, ein Ordenshaus oder zu einem kirchlichen Beruf zu finden. Mir hat seinerzeit selbst mein damaliger Militärpfarrer die Brücke zum Wiener Priesterseminar geschlagen. Seit einigen Jahren bin ich dank unseres Herrn Kardinal eine „Leihgabe“ an die Militärdiözese – und ich bin’s gern.

 

Alfred Weinlich

 

Zur Person: Mag. Alfred Weinlich ist Militärdekan und Dechant für das Dekanat „Einsatz“ des österreichischen Militärordinariats.

Friedenstaube

O Herr,

mach mich zu einem

Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe,

wo man hasst;
dass ich verzeihe,

wo man beleidigt;
dass ich verbinde,

wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage,

wo der Irrtum herrscht;
dass ich den Glauben bringe,

wo der Zweifel drückt;
dass ich die Hoffnung wecke,

wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde,

wo die Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe,

wo der Kummer wohnt.

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

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