Sonntag 19. November 2017
Canisiuswerk
  • PERSPEKTIVENWECHSEL

    Einfach | wesentlich leben

  • GEBET
    » Mit Gott im Gespräch

  • SEHNSUCHT NACH MEHR

    » Leben in Fülle

  • KRAFT DES LEBENS

    » Spirituelle Veranstaltungen 

Fragen zum Thema Spiritualität?

Rufen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne weiter.


Veranstaltungen

Energie für die Seele tanken!
Aus unserem reichhaltigen Angebot wählen Sie hier:





31.
Mär.
20.
Nov.
Salzburg
Jahr der Barmherzigkeit

„Das Wichtigste zum Leben …“

Die ersten vier Werke der Barmherzigkeit

Bei den ersten vier „Werken der Barmherzigkeit“ geht es um die leiblichen Grundbedürfnisse jedes Menschen.

Werke der BarmherzigkeitDie sieben leiblichen und die sieben geistigen „Werke der Barmherzigkeit“ sind einfach und anspruchsvoll. Sind sie aber nur eine Art „freiwilliges Kür-Programm“ für die, die „mehr“ als das „normale Christsein“ suchen? Oder kann ich nach dem Motto: „Wer will, der soll halt …“, beliebig ein, zwei „Werke der Barmherzigkeit“ auswählen, die zu tun ich „eventuell bereit wäre“, wenn ich gerade „wollen täte“?

 

„Zumutungen“ Jesu

Die „Werke der Barmherzigkeit“ konkretisieren und buchstabieren, was Jesus uns im alltäglichen Leben miteinander als Gebot aufgetragen hat: „Liebt einander!“, und: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Frage ich: „Wer ist mein Nächster?“, so begegne ich der Frage Jesu: „Wem bist du Nächster geworden?“ Da gibt es genug an „Zumutungen“ Jesu für mich: Familienangehörige, Freunde, „Lieblingsfeinde“, altbekannte Nachbarn, Fremde, …

 

„Das Wichtigste zum Leben …“

In den ersten vier „Werken der Barmherzigkeit“ geht es um die leiblichen Grundbedürfnisse jedes Menschen: „1. Hungrige speisen, 2. Durstigen zu trinken geben, 3. Nackte bekleiden, 4. Fremde aufnehmen“. Schon Sirach 29,21 sagt: „Das Wichtigste zum Leben sind Brot und Wasser, Kleidung und Wohnung ...“

 

Wer denkt da nicht an Bilder der Flüchtlingsbewegung?! Doch es geht nicht um die Bilderflut in den Medien oder „im Kopf“. Wer immer in diesen Monaten wenigstens eines der Werke der Barmherzigkeit getan hat, der weiß um Begegnungen mit Menschen, die man in der Erinnerung nicht mehr missen möchte, um dankbare Blicke und Worte, die das eigene Herz weiten und wärmen, um eine neue Verbundenheit unter den Helfern, die uns selbst mehr an Mut, Hoffnung und Heimat schenkt.

 

Am letzten Sonntag jedes Kirchenjahres, dem Christkönigsfest, feiern wir den „Menschensohn“ als König, der sich mit den „Geringsten“ identifiziert, denen wir in konkreten Werken Barmherzigkeit verweigert oder erwiesen haben. Ihrer Not abzuhelfen, wo sie uns gerade begegnet, ist lebensentscheidend vor allem für uns (vgl. Mt 25,31-46). So ermutigt Papst Franziskus, zu „erkennen, dass Gott uns … den Hungrigen geschickt hat, damit wir ihm Essen geben, den Durstigen, damit wir ihm zu trinken geben, den Fremden, damit wir ihn aufnehmen, und den Nackten, damit wir ihm Kleidung geben.“

 

Das Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit wurde im „Advent“ eröffnet, in Erwartung der „Ankunft des Herrn“ – nicht, „weil wir so brav waren“, sondern weil wir alle der Barmherzigkeit und Rettung dessen bedürfen, der als „Immanuel“, „Gott mit uns“ immer neu barmherzig in unser Leben kommt.

 

Die Erfahrung Seiner Zuwendung und Zärtlichkeit regt uns an, einander zu beschenken – nicht mit Überflüssigem, sondern mit dem, was menschliche Grundbedürfnisse stillt: ein offener Blick, eine ehrliche Nachfrage, ein ermutigendes Schulterklopfen. Vielleicht auch ein paar Aufstrichbrote, ein Häferl Tee, warme Kleidung, ein paar Stunden Dienst in einer Wärmestube oder sogar eine feste Bleibe. Dann können wir Seine Barmherzigkeit erleben und feiern: „Gott mit uns“.

 

Raphaela Pallin

Zur Person

Dr. Raphaela PallinDr. Raphaela Pallin studierte in Wien, Salamanca und Rom und ist derzeit als Theologin und Pastoralassistentin im Vikariat Nord der Erzdiözese Wien tätig.

 

 

Aus: Pfarrnachrichten St. Josef, römisch-katholische Pfarre St. Josef, Reinlgasse 25, 1140 Wien, www.sankt-josef.at

Weitere Angebote

 » Gebet

 

 » Spirituelle Impulse

 

 » Exerzitien im Alltag

 

 » "aufatmen"

 

 » Pilgern

 

 » Weltgebetstag

ZUWENDUNG

 Wie geht es Dir?

Bist Du glücklich?

Was wünschst Du Dir

für Dich selbst?

Was bist Du Dir wert?

Worunter leidest Du?

Dass Du nicht untergehst

im Alltagsstrom

nimm Dir Zeit genug

still

dass Du zu Dir kommst,

aufmerksam wirst

für die Signale Deines Körpers,

die Regungen Deiner Seele,

die Quellen Deines Geistes,

mein Dasein

in Deinem kostbaren Leben.

 

 Johannes Lieder

 

Johannes Lieder, Auf Schatzsuche © Echter Verlag, Würzburg 2012, S. 24.

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

Stephansplatz 6
1010 Wien

Telefon: +43 1 512 51 07
Fax: +43 1 512 51 07 - 12
E-Mail: office@canisius.at
Darstellung:
http://www.canisius.at/