Mittwoch 17. Januar 2018
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Gebet

Gebetsrucksäcke wandern ...

... durch Pfarren, Klassen und Firmgruppen

Seit Mai 2014 wandern sie durch Pfarren & Gemeinschaften. Zwei Menschen berichten, die dieses Abenteuer begleiten.

 

Was ist mir beim Beten wichtig?

„Das probier’ ich aus!“, ist mein erster Gedanke, als Raphaela Pallin mir ihre Idee vorstellt. Mein zweiter Gedanke ist konkreter: „Das probieren wir aus!“ – damit ist klar: Der „Gebetsrucksack“ wird in unseren drei Pfarren die Runde machen.

Schon das Packen ist eine Erfahrung für sich. Ein geeigneter Rucksack ist schnell gefunden, und natürlich greife ich einige Vorschläge auf (Bibel, Ikone, Grundgebete), aber ich merke schnell, dass das Auswählen des Inhalts jeweils gut bedacht sein will. Dieser Rucksack hört nicht auf, Fragen zu stellen: „Was ist dir beim Beten wichtig? Was betest du und wie machst du das genau? Welche Formen und Formulierungen sind dir ans Herz gewachsen? Und was erlebt Gott da so mit, wenn du betest?“

Zwölf Menschen haben den Gebetsrucksack bereits in Empfang genommen, für eine Woche oder länger. Alle haben Gedanken ins beigelegte Tagebuch geschrieben: „Hallo lieber Gebetsrucksack! Ich freue mich, dass du bei mir bist!“ – „Diese Woche hat mir Ruhe gebracht und auch Kraft.“ – „… eine besondere Ehre, dass mir, einer Evangelischen, der Gebetsrucksack übergeben wurde. Das ist für mich Ökumene: keinen ausgrenzen.“ Andere geben eine Gottesbegegnung wieder: „Bei dir bin ich geborgen“ oder sagen einfach: „Danke für diese neue Erfahrung!“

Was sich beim Zurückbringen des Gebetsrucksacks entwickelt, berührt mich besonders: das Gespräch über Beten und Glauben, über das Auf und Ab des Lebens, darüber, wie das Gebet unsere Höhen und Tiefen trägt. Die Entdeckerfreude der Rucksackträger und ihre herzlichen Dankesworte zeigen, dass viel mehr Menschen als ich dachte sich und ihr Leben betend „auf die leichte Schulter nehmen“ können. Dieser Rucksack ist nicht schwer und drückt nicht – oder wie Jesus sagt: „Meine Last ist leicht!“

Erich Steindl


Zur Person: Dechant GR Mag. Ernst Steindl, Pfarrer der Pfarren Wilfersdorf, Kettlasbrunn und Bullendorf im Weinviertel/NÖ.

 



Vom Abenteuer des Gebets-Alltags
„Beten ist für mich ein Glücksgefühl, mit Gott reden, in den Himmel telefonieren, eine Lebenseinstellung, in der ich Gott danke und ihm folge.“ So drücken Jugendliche des Gymnasiums Wien 2, Zirkusgasse, ihre Erfahrung mit dem Gebet und mit dem Gebetsrucksack aus. Zu Beginn des Schuljahrs nahm ihn eine Religionslehrerin beim Schulgottesdienst in Empfang und so war er zwei Wochen in zwei Klassen unterwegs. „Wir beten, weil wir Gottes Hilfe in der Schule brauchen, weil es für uns schwer ist, Entscheidungen zu treffen, weil wir verstanden werden wollen“ – auch das ist im Gebetsrucksack-Tagebuch zu lesen. 

Seit Anfang Februar wandert der Gebetsrucksack schon durch unsere Pfarre St. Johann Nepomuk – jede Woche neu gepackt und persönlich übergeben. Er war bei jungen Familien, auf einer Seniorenwoche, in der Schule, bei Einzelpersonen, im Pfarrgemeinderat, bei der Anbetung, ja bis aufs Schiff der Diözesanwallfahrt hat er es geschafft. 

Das Tagebuch lesen viele Gebetsrucksack-Pilger als Erstes durch und sind berührt von kurzen Zeugnissen, Fotos, Lieblingsgebeten, Bitten und Dank der Pilger vor ihnen. Manche kommen darüber ins Gespräch – auch mit den Seelsorgern und Seelsorgerinnen der Pfarre.

Viele Beter nutzen den Inhalt des Rucksacks, um in ihren Wohnungen ganz bewusst einen Platz des Gebets zu gestalten: „Voller Überraschung haben wir heute ganz spontan den Rucksack nach Hause bekommen und dabei war für unsere Tochter Flora ganz klar: Das kleine farbenfrohe Kreuz sollte es sein, das sie mit nach Hause nehmen durfte. Wir waren sehr erstaunt, dass sich fast wie von selbst ein zentraler Ort in unserem Wohnzimmer herauskristallisierte, an dem wir alles auflegen und -stellen konnten. Ganz besonders habe ich mich über das Pfarrmissionslogo auf der Kerze gefreut – für mich eine wunderbare visuelle Hilfe, mit der Pfarre gedanklich in Verbindung zu sein.“

Auch weiterhin packen wir jede Woche den Gebetsrucksack neu. Jede Woche beginnt das Abenteuer, das Gebet in den Alltag unseres Lebens hereinzuholen. Es ist gut, zu erfahren: Wir sind nicht allein unterwegs, wir können einander unterstützen, ermuntern, begleiten. Und so entsteht ein Netz des Gebets – in der Pfarrgemeinde und über sie hinaus.

Roswitha Feige


Zur Person: Dipl.-Päd. Roswitha Feige, Pastoralassistentin der Pfarre St. Johann Nepomuk, Wien 2.

 



Artikel zum Gebetsrucksack

Den Artikel mit dem Titel "Geschulterte Gebete" von Raphaela Pallin zur Vorstellung der Idee des Gebetsrucksacks, veröffentlicht im "miteinander" 5-6/2014, können Sie hier bestellen.

Unser Angebot
Den Gebetsrucksack können Sie in zwei Ausführungen (braun, beige) mit oder ohne Inhalt beim Canisiuswerk bestellen. Außerdem bieten wir Ihnen Gebetskärtchen mit Grundgebeten (12-er Set) im Scheckkartenformat an. Zum Canisius-Shop.

Was heißt beten?

 

Hinwendung zu Gott

„Gespräch“ des Herzens mit Gott. Das kann allein oder in Gemeinschaft sein, laut oder leise, frei formuliert oder mit vorgegebenen Texten, durch Schweigen, durch das Entzünden einer Kerze oder das Betrachten eines Bildes ...

 

Sie wollen beten?

Wenn Sie nicht wissen, wie das geht,

wenden Sie sich an eine/n Seelsorger/in oder einen Menschen, von dem Sie wissen, dass er betet. Am besten ist, Sie fangen einfach an, sich in Gedanken an Gott zu wenden: Gott, wenn du mich hörst, lass mich das irgendwie erfahren ...

Beten ist für mich wichtig, weil …

… ich im Dialog mit Gott bin und so innere Ruhe finde. Gut gefällt mir das Zitat von Søren Kierkegaard:

„Beten heißt nicht, sich selbst reden hören. Beten heißt: still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört.“

Othmar Karas, Abgeordneter des Europäischen Parlaments

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