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Aus der Erzdiözese Salzburg

Das Ohr bei den Menschen

Weihbischof Hansjörg Hofer

Am 9.7.2017 wurde Hansjörg Hofer im Salzburger Dom zum Weihbischof geweiht. Für ihn gilt: „das Ohr bei den Menschen, das Herz bei Gott“. Ein Porträt für „miteinander“.

Weihbischof Hansjörg HoferErleichterung und wohlwollende Zustimmung. So kann man die Reaktionen zusammenfassen, die innerkirchlich wie medial nach der Ernennung von Hansjörg Hofer zum neuen Salzburger Weihbischof die Runde machten. Erleichterung, da die letzte Ernennung eines Weihbischofs für Österreich im Jahr 2009 in Person Gerhard Maria Wagners für große Proteste und den letztendlichen Amtsverzicht durch den Windischgarstner Pfarrer sorgte. Wohlwollende Zustimmung indes, da der 65-jährige Hofer als stiller, geradliniger und effizienter Arbeiter im Salzburger Weinberg des Herrn gilt, der stets ein Ohr für die Anliegen der Gläubigen hat.


Tatsächlich tritt der bisherige Generalvikar gewissermaßen ein schwieriges Erbe an, war doch der bisherige Weihbischof Andreas Laun stets ein Garant für provokante Aussagen,
vor allem in den Bereichen Lebensschutz und Ethik. Hofer möchte hingegen einen deutlich anderen Schwerpunkt setzen – seine Prioritäten liegen in der konkreten Seelsorge, weniger in den großen „heißen Eisen“. So formulierte er gleich bei seiner ersten Pressekonferenz Anfang Juni zu seiner Ernennung, sein Ziel sei es, den „Glauben in den Familien lebendig zu halten und zu stützen“ und „den Kontakt mit jungen Menschen zu suchen“. Ein Mann aus dem Volk und für das Volk wolle er sein, der auch jenen Menschen entgegenkommen wolle, „die der Kirche gegenüber Vorbehalte haben“.

 

Sorge um Berufungen

Sorgenvoll blickt der gebürtige Tiroler indes auf den Priestermangel und die Entwicklung der geistlichen Berufungen überhaupt. Es herrsche eine „gewisse Glaubensnot“, tastete
Hofer in einem „Presse“-Interview nach den Gründen der niedrigen Berufungszahlen. Aufgabe der Kirche sei es daher, „das Verständnis für den Dienst als Priester zu wecken und den Glauben in den Familien zu stärken“. Von der Kirche erwarte er zugleich „Mut, auf die jungen Menschen zuzugehen und sie für geistliche Berufe anzusprechen“. Müsse der Zölibat aufgegeben werden, um die Berufungszahlen zu steigern? Hofer ist sich da nicht sicher, Denkverbote dürfe es aber keine geben, er wolle „dem Heiligen Geist keinen Riegel vorschieben“, sagt er dazu vorsichtig.

 

Aber ein Vorprescher ist er nicht, eher ein Zuhörer und nachdenklicher Pragmatiker: „Ich bin kein Mann der großen Worte. Mir ist das Zuhören sehr wichtig. Im direkten Gespräch kann man den Menschen die Positionen der Kirche erklären und ihnen einen Zugang zum Glauben ermöglichen.“ Die Wahrheit liege schließlich „in der Mitte“ und erschließe sich erst „in der ehrlichen Diskussion“. Erzbischof Franz Lackner gab Hofer bei dessen Weihe am 9. Juli 2017 im Salzburger Dom mit auf den Weg, er möge einen Spagat wagen und zum einen den von Papst Franziskus eingeforderten „Stallgeruch der Schafe“ annehmen, zum anderen ein „Mann des Gebetes“ bleiben. Ein Wunsch, dem Hofer sicherlich nur allzu gerne nachkommen wird, der sich schließlich auch in seinem bischöflichen Wahlspruch widerspiegelt: „Ad Christum“, zu Christus hin – und dies im Wissen darum, dass dieser Weg nur über die konkreten Menschen mit all ihren Sorgen, Nöten und Wünschen führen kann.


Henning Klingen

 

Zur Person 
Hansjörg Hofer wurde am 14. April 1952 in Stumm im Zillertal geboren. Er besuchte das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum in Salzburg, trat 1971 ins Priesterseminar ein und studierte Theologie in Salzburg und Innsbruck. 1976 wurde er zum Priester geweiht.
Ab 1977 war er Sekretär von Erzbischof Karl Berg sowie Domzeremoniär. 1979 promovierte er an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, wurde Kooperator in der Stadtpfarre Hallein und 1984 Pfarrer in Mittersill und Hollenbach.

 

1992 folgte die Ernennung zum Ordinariatskanzler und Personalreferenten der Erzdiözese Salzburg sowie auch die Berufung ins Salzburger Domkapitel. Ab 2006 war Hansjörg Hofer Generalvikar der Erzdiözese. Die Ernennung zum Weihbischof erfolgte am 31. Mai 2017.

 

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