Donnerstag 23. November 2017
Diözese Graz-Seckau
  • Woher weht der Wind?

    Kirche: Entwicklungen & Trends

  • Berufung

    Den Himmel offen halten

MMag. Thorsten Schreiber

Canisiuswerk vor Ort

» in der Diözese Graz-Seckau

 

Ihr Ansprechpartner

MMag. Thorsten Schreiber MA

Regens

MMag. Thorsten Schreiber

Bürgergasse 2

A - 8010 Graz

Tel.: +43 316 8042-7100

Mobil: +43 676 8742-6662

E-Mail

Veranstaltungen

Energie für die Seele tanken!
Aus unserem reichhaltigen Angebot wählen Sie hier:





31.
Mär.
23.
Nov.
Oberösterreich
Aus der Diözese Graz-Seckau

Priester als Brückenbauer

Erste Priesterweihe für Bischof Krautwaschl

„Weil Gott Liebe ist (1 Joh 4,16b), sind wir und seid Ihr berufen, zu lieben, also als Brückenbauer zu leben.” Brückenbauer inwiefern? Predigt von Bischof Krautwaschl.

Diakon Michael Jung Hoon Kim aus der Partnerdiözese Masan in Südkorea sowie Br.Tobias Koszogovits, OFM aus dem Franziskanerorden wurden von Bischof Wilhelm Krautwaschl am 28. Juni 2015 zu Priestern geweiht.Diakon Michael Jung Hoon Kim aus der Partnerdiözese Masan in Südkorea sowie Br.Tobias Koszogovits, OFM aus dem Franziskanerorden wurden von Bischof Wilhelm Krautwaschl am 28. Juni 2015 zu Priestern geweiht. Eine Premiere auch für den vor zwei Wochen neu geweihten Bischof Wilhelm Krautwaschl.

 

Liebe Weihekandidaten! Schwestern und Brüder!

"Liebst du mich?", hat Jesus im heutigen Evangelium Petrus gefragt. Und das mehrmals. Erst auf die dritte Frage "Hast du mich lieb?", hat Petrus entsprechend geantwortet. Im griechischen Urtext ist dort von der Liebe die Rede, die unter uns Menschen möglich ist, und nicht - wie die beiden Male vorher -, in der Jesus Petrus nach der göttlichen Liebe, der Agape, fragt, die für Menschen eigentlich nicht lebbar ist. - Gott also nimmt jede/n von uns als Mensch bis ins Letzte ernst. Er verlangt nicht mehr, als wir vermögen an dem, was Liebe heißt.

Das gilt für uns alle und daher auch für Euch, die Ihr heute in Seinen Dienst genommen werdet für die Menschen. Denn: Weil Gott Liebe ist (1 Joh 4,16b) sind wir und seid Ihr berufen zu lieben, also als Brückenbauer zu leben. Diese Existenz ist eine vielfältige, die ich selbst nun auch schon 25 Jahre lang lebe.

 

Brücke zum Volk

Es geht um die Brücke zum Volk, das begleitet werden will. - Keiner ist Priester für sich allein. Ihr beide werdet auf konkretes Leben von Kirche geweiht: für Masan und den Orden der Franziskaner. Auch wenn diese Diözesen in unterschiedlichen Weltgegenden liegen, eines aber ist hier wie dort gleich: im Namen Jesu Christi gilt es, den Dienst als Priester mit und für die Menschen zu leben. - Daher: geht auf die Menschen zu, lasst sie nicht allein in ihrem Suchen nach dem, was wirklich zählt, und begleitet sie darin auf ihrem je persönlichen Weg zu Gott! Und: nehmt die Euch Anvertrauten immer wieder im Gebet mit vor Gott!

 

Wort Gottes als Brücke

Es geht um die Brücke, die mit dem Wort Gottes zu den Menschen geschlagen wird. Denn: wir alle leben aus dem Wort, das verkündigt wird und das der Auferstandene selbst ist. Es ist ein Wort, das heilt angesichts all dessen, was wund geschlagen ist in den Existenzen der mit uns Gehenden. Es ist ein Wort, das frohmacht angesichts all dessen, was uns niederdrückt, weil es Evangelium ist. - Werdet daher nicht müde, je neu Euch selbst auf das Evangelium als Programm Eures Lebens einzulassen!

 

Brücke durch Sakramente

Es geht um die Brücke, die der Herr selbst in der Feier der Sakramente mit und in den Menschen aufbaut. Gott ist der, der uns unter anderem in unserem Dasein nährt, der uns immer wieder aufs Neue einlädt, uns mit unserem ganzen Sein auf IHN einzulassen, indem er sich zum Brot macht und uns versöhnend die Hand reicht. - Daher: Werdet Euch immer neu Eures Dienstes bewusst, den Menschen in den Sakramenten die bleibende Nähe Gottes zu schenken.

 

Es geht um die Brücken, die es zwischen uns Menschen zu schlagen gilt, denn in jedem Menschen Antlitz begegnet uns Gott selber. Gerade in diesen Tagen wird die Notwendigkeit des Miteinanders unter uns Menschen, ohne das keine Gemeinschaft auf Dauer existieren kann, schmerzlich hier in unserer Stadt Graz bewusst. - Daher: macht Euch bitte immer wieder auf, um zwischen Menschen tragfähige Brücken bauen zu helfen, wie auch immer sie heißen, wo auch immer sie herkommen, was auch immer sie getan haben mögen!

In einigen Augenblicken werde ich Euch, wie es die Liturgie vorsieht, zu genau diesen Bauarbeiten um Eure Bereitschaft fragen.            

Persönliche Brückenfunktion

In Dir, Michael, wird dabei deutlich, dass wir als Diözese auch deswegen leben, weil sich unsere beiden Kirchen seit geraumer Zeit verbunden wissen durch die gemeinsame Brücke des Glaubens, die etwa durch Personen wie Dich immer wieder begangen wird. Danke dafür, dass Du auch bereit bist, tausende Kilometer von Deiner Heimat entfernt diesen Dienst zu versehen und damit uns das Beispiel zu schenken, dass ein auf Gott gebautes Leben auf alle Fälle trägt.

       
In Dir, Tobias, wird deutlich, dass der Dienst des Brückenbauers auf vielfältige Weise ausgeführt werden kann. Als Franziskanerbruder nimmst Du die Fröhlichkeit und auch in gewisser Weise die Leichtigkeit des Evangeliums mit hinein in den Dienst. Danke daher auch jenen, die in Deinem Orden, genau diese Berufung inmitten unserer Kirche lebendig erhalten und beleben.

 

Liebe: Das Eigentliche des Lebens

Wie gesagt: Jesus überfordert niemanden. Er nimmt Euch mit Euren Begabungen, Euren Fähigkeiten an - so wie er damals einfache Fischer gerufen hat. Mehr noch: Die Frage nach der Liebe als dem Eigentlichen des Lebens stellt er im heutigen Evangelium sogar dem, der ihn Tage zuvor drei Mal verleugnet hat. Er kalkuliert also auch ein, dass der Mensch eben wirklich Mensch bleibt in der Nachfolge. Er baut also auf Euch! Lebt dieses Vertrauen, lebt aus dieser Liebe!

Diözese Graz-Seckau 

Zur Homepage der Katholischen Kirche Steiermark!

Mehr Bilder: Katholische Kirche Steiermark/Priesterweihe

 

„Lass mich dich lernen,

dein Denken und Sprechen,

dein Fragen und Dasein,

damit ich daran

die Botschaft neu

lernen kann,

die ich dir zu überliefern habe.“

Klaus Hemmerle

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

Stephansplatz 6
1010 Wien

Telefon: +43 1 512 51 07
Fax: +43 1 512 51 07 - 12
E-Mail: office@canisius.at
Darstellung:
http://www.canisius.at/