Sonntag 19. November 2017
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Was ist Berufung?

Und wenn ich nicht ahne, wozu und wohin?

P. Josef Maureder SJ über drei Dimensionen des Berufenseins.

 

Das Spektrum der christlichen Berufung umfasst grundsätzlich drei Bereiche (vgl. Josef Maureder SJ: Wir kommen, wohin wir schauen. Berufung leben heute, Tyrolia, Innsbruck 2004, S. 12-15

  • Berufung zum Menschsein

In dieser ersten Berufungs-Dimension sieht sich der Mensch als Geschöpf Gottes, das zum Leben gerufen ist. Aus dieser Grundberufung leitet sich seine Menschenwürde in Phasen seines Lebens ab. Gefährdungen des Menschseins durch Krankheit und Armut, durch Umwelt und Globalisierung, durch gentechnische Möglichkeiten und Kriege gefährden auch diese Berufung. Die Entdeckung der eigenen Charismen und Talente, das Ausprägen einer eigenen Meinung und die berufliche Orientierung sind wesentlicher Ausdruck einer individuellen Berufung.

 

Pastorale Leitfragen könnten sein:

  • Warum setze ich mich für das Leben ein?
  • Warum berührt mich die Armut vieler Menschen?
  • Warum trete ich für die Menschenrechte ein?
  • Warum melde ich mich zu Wort, wenn Ungerechtigkeiten zum Himmel schreien?
  • Wie kann ich Jugendlichen helfen, ihr ganz persönliches Profil zu entwickeln und starke Persönlichkeiten zu werden?
  • Berufung zum Christsein

Über die Berufung zum Menschsein hinaus ruft Jesus Christus persönlich in eine freundschaftliche Beziehung zu ihm und fordert zu einer christlichen Lebensgestaltung auf. Die Vielfalt ehrenamtlicher und kirchlicher Dienste, sozialer und caritativer Berufe, das Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit, in Gremien, Verbänden und geistlichen Gemeinschaften, und auch des bekennenden politischen und gesellschaftlichen Engagements sind Ausdruck dieser Berufung.

 

Pastorale Leitfragen könnten sein:

  • Wie gelingt eine christliche Erziehung?
  • Warum engagiere ich mich als Christ in meiner Pfarrgemeinde?
  • Wie könnte meine Mitwirkung als Jugendliche/r in der Pfarre aussehen?
  • Warum habe ich einen Beruf in der Kirche gewählt?
  • Warum fasziniert mich ein sozialer/ caritativer Beruf?
  • Warum engagiere ich mich ehrenamtlich in einem Verein?
  • Wie kann ich als Christ Politik und Gesellschaft mitgestalten?
  • Berufung zum Jüngersein

Der Ruf des Herrn kann sich auch in radikalen Formen gelebter Christusnachfolge ausdrücken.

 

Vom Heiligen Geist gesandt verstehen sich Jüngerinnen und Jünger Jesus als Zeugen des Wortes Gottes, die als Missionare und Ordensleute, als Mitglieder von Säkularinstituten und Gemeinschaften gottgeweihten Lebens und / oder als Priester ihren Dienst tun.

Neben der Berufung zu einem Lebensstand, der sich an den evangelischen Räten Jesu orientiert, steht die Berufung zu einer christlichen Ehe, die durch ihre existentielle und ebenfalls auf Dauer hin angelegte Lebensentscheidung der Partner füreinander qualitativ auf einer Ebene liegen.

 

Pastorale Leitfragen könnten sein:

  • Warum trauen wir uns als Partner vor Gott einen Ehebund zu, der ein uneingeschränktes Ja erfordert?
  • Warum habe ich die Lebensform der evangelischen Räte gewählt?
  • Warum habe ich mein Leben Gott geweiht?
  • Warum schenke ich meine Lebenskraft den Menschen in einem Missionsland?

 Innere Unruhe als ein Berufungsindiz für geistliche Berufe

  • 1. Wachsende Unruhe in der Tiefe des Herzens
    Sie kann ein Zeichen dafür sein, dass Gott mich in eine größere Nähe ruft.
  • 2. Wachsende Sehnsucht, nach dem Evangelium zu leben
    Leben, wie Jesus gelebt hat: ohne falsche Kompromisse, in einem totalen Vertrauen auf Gott, in großer Freiheit und Unabhängigkeit von materiellen Bedürfnissen.
  • 3. Wachsende Freude am selbstlosen Dienst für andere
    Das Bedürfnis, Menschen zu helfen und ihnen zu dienen, kann ein Zeichen echter Berufung sein. Konsummentalität, Karrieredenken und egoistische Lebenseinstellungen werden als hohl und lebensfeindlich durchschaut.
  • 4. Wachsender Wunsch, den Glauben weiterzugeben
    Es meldet sich ein Drang in mir, eine Gruppe zu leiten oder zu gründen. Meinen Glauben möchte ich mit anderen teilen und kann nicht mehr für mich behalten, was ich erfahren habe.
  • 5. Wachsende Bereitschaft, Gemeinschaft mit zu tragen
    Wenn in mir eine Offenheit wächst, mich in eine Glaubensgemeinschaft aus dem Evangelium einzubringen und Mitverantwortung zu übernehmen, kann das ein Anruf sein.
  • 6. Wachsende Offenheit für den Weg der christlichen Ehelosigkeit                Die Einladung Jesu, um des Himmelreiches willen ehelos zu leben, kann nur dem gelingen, der diese Lebensmöglichkeit für sich als sinnvoll entdeckt. Eine tragfähige Freundschaft zu Jesus Christus ist die Voraussetzung für diesen Weg der Liebe und radikalen Nachfolge.
  • 7. Wachsendes Hingezogensein zu Gott
    Eine nur punktuelle Begeisterung für ein geistliches Leben reicht nicht aus. Ohne eine intensive Beziehung zu Gott kann ich auf Dauer kein Priester sein. Die wachsende Liebe zum Gebet, zur Stille, zur Bibel und zur Eucharistiefeier zeigt, dass ich auf der richtigen Spur bin.

 

Rede, Herr, dein Diener hört! (1 Sam 3,9)

 

Und wenn ich noch nicht ahne, wohin ER mich ruft?

  • Lass dir Zeit!
  • Suche Weggemeinschaften (z. B. über unsere Diözesanstellen Berufe der Kirche, über Orden, geistliche Gemeinschaften, Jugendgruppen und –verbände, Freunde/ Freundinnen)
  • Nutze Tage der Orientierung und Orientierungsjahre der Klöster.
  • Wähle Kloster oder Mitleben in einer Gemeinschaft auf Zeit.
  • Gönne dir ein freiwilliges soziales Jahr.
  • Bleibe aktiv auf der Suche.
  • Probiere verschiedene Wege aus.
  • Informiere dich über die Vielfalt beruflicher Möglichkeiten.

Rechne damit und vertraue darauf, dass Er dich wirklich ruft und sich zu erkennen gibt.

 

P. Josef Maureder 

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

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