Montag 23. Oktober 2017
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Berufung

Provokation des Evangeliums

Neupriesterfeier im Stephansdom

Das Referat für Berufungspastoral der Erzdiözese Wien lud am 4. Oktober zum feierlichen Dankgottesdienst mit anschließendem Primizsegen in den Wiener Stephansdom ein.

Dankmesse für Priesterberufungen

Vor über 400 Mitfeiernden stellte zu Beginn des Dankgottesdienstes für die Priesterberufungen der Regens des Wiener, Eisenstädter und St. Pöltner Priesterseminars, Richard Tatzreiter, die Neupriester vor. Er dankte allen für ihr begleitendes Gebet und ihre finanzielle Unterstützung der Seminaristen.

 

Besondere Berufung

Hauptzelebrant Albert Reiner ist heuer der einzige neugeweihte Diözesanpriester der Erzdiözese Wien. Am 17. Juni 2017 empfing er im Stephansdom die Priesterweihe. Reiner hat eine besondere Berufungsgeschichte. Er hat ein Doktorat der Technischen Universität Wien in Technischer Physik, arbeitete in der Grundlagenforschung sowie in der Automobilentwicklung und war nach eigenen Angaben überzeugter Atheist, bevor er zum Glauben zurückfand. 2007 trat er wieder in die katholische Kirche ein, 2008 begann er mit der Ausbildung im Wiener Priesterseminar. Die Erkenntnis, dass es Gott doch gibt, habe sein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt und ihn vom Wissenschaftler zu einem „naturwissenschaftlich geprägten Priester“ reifen lassen, so Reiner im Wiener Sonntag. Er wirkt nach seiner Weihe in der Wiener Stadtpfarre „Zur Frohen Botschaft“ und ist Gefangenenseelsorger in der Justizanstalt Josefstadt.

 

Stellvertretend für fünf neugeweihte Ordenspriester in der Erzdiözese Wien nahm Pater Florian Mayrhofer vom Zisterzienserstift Heiligkreuz als Mitzelebrant an der Feier teil. Er kam 1987 in Linz zur Welt, ist Elektroinstallationstechniker, legte 2016 seine Feierliche Profess ab und empfing am 30. April 2017 die Priesterweihe. Er wirkt als Lehrbeauftragter für Moraltheologie an der Hochschule in Heiligenkreuz.

 

Provokationen annehmen & fruchtbar werden lassen

In seiner Predigt ging Reiner auf die Herausforderungen und Provokationen des Rufs Jesu zur radikalen Nachfolge ein. Für jeden gebe es in dieser Bibelstelle eine persönliche Provokation: für einen die Toten, die man nicht mehr begraben soll; für ihn – Reiner – eher, sich nicht mehr von der Familie zu verabschieden. Jeder habe in seinem Leben die Möglichkeit, Provokationen vorrübergehen zu lassen oder sie zu ergreifen, darauf zu reagieren und sie für die Menschen fruchtbar werden zu lassen.

 

Die Hand an den Pflug zu legen und nicht mehr zurückzuschauen, diese Botschaft habe im Kern mit Radikalität zu tun. Radikalität sei aber nicht nur in der Anfangsentscheidung notwendig, sondern auch im konstanten, ausdauernden Weitermachen auf Basis dieser Entscheidung. „Franz von Assisi, dessen Gedenktag wir heute begehen, ist ein Beispiel für diese Radikalität. Er hat die Provokation eines Lebens in radikaler Armut angenommen.“

 

Zum Priester-Sein merkte Reiner u. a. an, dass Amt und Amtskirche „eine Infrastruktur“ darstellen, „damit alles gut läuft“. Im Vergleich seien „die Straßen auch nicht das Wichtigste an Österreich“. Wesentlich seien für die Kirche die persönliche Berufung und die – auch radikale – Entscheidung der Menschen, aus diesem Glauben zu leben.

 

Dankmesse für Priesterberufungen
Dankmesse für Priesterberufungen
Dankmesse für Priesterberufungen
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Dankmesse für Priesterberufungen
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Dankmesse für Priesterberufungen
Dankmesse für Priesterberufungen
Dankmesse für Priesterberufungen
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Dankmesse für Priesterberufungen
Dankmesse für Priesterberufungen
Dankmesse für Priesterberufungen
Am Ende des Gottesdienstes lud Darko Trabauer, Leiter der Berufungspastoral, zum Gebet für Berufungen ein, konkret zu einer Veranstaltung am 21. und 22. April 2018 im Stift Heiligenkreuz. Anschließend an den Gottesdienst spendeten die Neupriester den allgemeinen sowie den Einzelprimizsegen.

Maria Fibich

 

Information

Reiner ist heuer der einzige neue Diözesanpriester aus dem Priesterseminar der Erzdiözese Wien. Im Gebiet der Erzdiözese - sie umfasst neben Wien auch das niederösterreichische Weinviertel sowie das Industrieviertel - werden allerdings in diesem Jahr auch fünf Ordenspriester geweiht. Unter ihnen sind zwei Klosterneuburger Augustiner-Chorherren, zwei Zisterzienser aus dem Wienerwaldstift Heiligenkreuz sowie ein Wiener Piaristenpater.

 

Österreichweit werden nach Kathpress bisher vorliegenden Angaben in diesem Jahr zumindest 18 Männer, die wesentliche Teile ihrer Priesterausbildung hierzulande absolviert haben, zu katholischen Priestern geweiht. Die Neupriester sind zwischen 29 und 57 Jahre alt. Zehn kommen aus Orden und ordensähnlichen Gemeinschaften, acht sind Diözesanpriester. Neben dem Wiener Neupriester Albert Reiner befinden sich unter den Weihekandidaten auch mehrere weitere "Spätberufene", wie ein ehemaliger Flugzeugmechaniker und ein gelernter Gärtner. In Salzburg wurde heuer ein Kandidat geweiht, der vor seinem Eintritt ins Priesterseminar fast 20 Jahre lang im familiären Restaurant- und Partyservicebetrieb tätig war.

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