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Priester: „Fenster sein für Gott“

Regens Tatzreiter im Interview

Warum man auch nach der Weihe nicht aufhört, ein Priester zu werden. Der Leiter des Wiener Priesterseminars im Interview im „SONNTAG“.

Fenster sein für Gott 

Wie viele Alumnen gehören zur Zeit dem Wiener Priesterseminar an?

Tatzreiter: Derzeit gehören 29 Seminaristen dem Erzbischöflichen Priesterseminar Wien an, die sich auf den Priesterlichen Dienst in unserer Erzdiözese vorbereiten. Dazu kommen noch zwei Gastseminaristen, die bei uns für andere Diözesen unter meiner Leitung ausgebildet werden, sowie ein Ordensangehöriger, der uns während seines Studiums hier in Wien von seinem Oberen zur Begleitung anvertraut ist. Insgesamt haben zur Zeit 16 der Seminaristen unserer Wiener Ausbildungsgemeinschaft ihren Lebensmittelpunkt in unserem Haus, drei sind hingegen in Linz im Propädeutikum, vier verbringen ihr Externjahr in Rom, Brasilien und Kolumbien, von den fünf Praktikanten in Ausbildungspfarren sind im April drei zu Diakonen geweiht worden, ein weiterer Diakon empfängt nun am 18. Juni die Priesterweihe.  

 

Was heißt Priester sein heute?

Wir sind als Kirche gemeinsam als königliches, prophetisches und priesterliches Gottesvolk unterwegs durch die Zeit. Jene, die in der Kirche das Priestertum des Dienstes ausüben, stehen mit allen anderen Schwestern und Brüdern durch Taufe und Firmung im Gottesvolk als Teilhaber am einen Priestertum Jesu Christi, der nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift als einziger Priester und Mittler beides zugleich ist: Gott und Mensch. Im Sakrament der Weihe wird Anteil am Dienst dieser Vermittlung geschenkt, den Gott selbst an den Menschen leistet. „Priester sein“ heißt also, mit dem ganzen, eigenen Leben im Namen und Auftrag Jesu amtlich im Dienst der Verkündigung, der Heiligung und der Leitung zu stehen und zwar im Hier und Heute unserer konkreten gesellschaftlichen Gegebenheiten. Mit Kardinal Koch könnte man sagen: „Priester sein“, das prozesshaft im Leben auch ein „Priester werden“ bleibt, heißt: „Fenster sein für Gott“. Durch dieses Fenster eines priesterlichen Lebens hindurch soll den Menschen heute in ihren Lebenssituationen Begegnung und Verbundenheit mit Gott, aber auch untereinander ermöglicht und geschenkt werden. „Priester sein“ ist daher auch ein Dienst an der Einheit der Kirche, am Zusammenhalt und Frieden in der Menschheitsfamilie.

 

Vor welchen Herausforderungen stehen die Alumnen als künftige Priester angesichts von „Pfarre Neu“?

In der Ausübung des priesterlichen Dienstes ist es meines Erachtens wichtiger denn je, die konkreten örtlichen und pastoralen Bedingungen immer auf das „größere Ganze“ der kirchlichen Gemeinschaft offen zu halten. Die Mentalität des ängstlich sich abgrenzenden „Wir sind wir – mit den anderen haben wir nichts zu tun“ entspricht nicht der Catholica. Daher braucht es Menschen mit weitem Horizont, mit großem Herzen und mit integrativen Kompetenzen, um im Entwicklungsprozess unserer Ortskirche Menschen und Gemeinden aufeinander einzustimmen und einander zuzuführen: „In allem will Gott Begegnung feiern“ (P. Alfred Delp SJ). Die künftigen Priester werden deshalb nicht nur missionarischen Eifer mit Klugheit, sondern auch Unterscheidungs- und Entscheidungskraft mit Teamfähigkeit und geistlichem Leben verbinden müssen. Dazu die nötigen Fähigkeiten zu entfalten, ist in der Zeit in der Ausbildung innerhalb und außerhalb des Priesterseminars von größter Bedeutung.  

 

Sorgen sich die Pfarren und Gemeinschaften genug um und für die Priester?

Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Verantwortung der ganzen Kirche für die Förderung der Berufungen zum priesterlichen Dienst (vgl. Optatam totius, Nr. 2) hervorgehoben. Berufungen fallen nicht vom Himmel, sondern sie wachsen aus den Familien, aus den Pfarren und Gemeinschaften, in denen ein entsprechendes Klima der Offenheit und Bereitschaft herrscht, dieses Wachstum zu schätzen und zu unterstützen. Ich bin allen dankbar, die diese Unterstützung im Gebet, mit finanziellen Mitteln und im persönlichen Engagement ermöglichen und mittragen.    

erstellt von: Der SONNTAG / Stefan Kronthaler
15.06.2016

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