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Kein Job, sondern Berufung

Österreichische Mesnerwallfahrt

Am 14. und 15. September ist es so weit. Über 400 Mesner und Mesnerinnen, 60 davon aus Vorarlberg, werden nach Rankweil kommen.

Berufung Mesner

 

Alle fünf Jahre findet die österreichische Mesnerwallfahrt in jeweils einer anderen Diözese statt, heuer ist Vorarlberg dran.

 

Eine bundesweit ausgeschriebene Wallfahrt beinhaltet immer zweierlei: Einerseits Treffen  und Wiedersehen von Kollegen und Kolleginnen, andererseits das gemeinsame Gebet. An der Wallfahrt Mitte September nimmt auch der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics teil, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Mesner/innen zuständig ist. Auch Bischof em. Elmar Fischer, seinerzeit Referatsbischof für die Belange eben dieser Gruppe, wird nach Rankweil kommen.

Schulungen

In der „Österreichischen Mesnergemeinschaft“ sind die Mesnergemeinschaften der österreichischen Diözesen und jene von Südtirol miteinander verbunden. Die Gemeinschaft zählt heute rund 5000 Mitglieder. Stellvertretender Bundesobmann ist der Mesner der Basilika Rankweil, Martin Salzmann. Er ist zuständig für die Mesner-Schulungen. Diese umfasst zwei jeweils dreitägige Grundkurse, in denen das ganze Spektrum des Berufes vermittelt wird: Von den Kenntnissen im Bereich Liturgie und Bibel bis hin zu Unfallverhütung, Gebäudesicherung, Arbeitsplanung und Kirchenschmuck. Zweimal jährlich wird ein Schulungstag angeboten, an dem bis zu 80 Mesner/innen teilnehmen.


Hauptamtliche Mesner sind in Vorarlberg dünn gesät. Es gibt von ihnen gerade einmal acht, Martin Salzmann gehört zu ihnen. Die überwiegende Zahl der Mesner/innen aber ist ehrenamtlich tätig. Von den 450 Mesner/innen in den 126 Vorarlberger Pfarren organisieren sich vor allem in kleineren Gemeinden viele in Teams, so kann die Arbeit gut aufgeteilt werden. Der Anteil der Frauen ist dabei ungefähr gleich hoch wie jener der Männer. Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert, denn früher, vor allem vor dem II. Vatikanischen Konzil, waren die Mesner mehrheitlich Männer.  

„Der bei der Kirche wohnt“ 
Das Wort „Mesner“ kommt vom lateinischen „mansionarius“ und bedeutet so viel wie „der bei der Kirche wohnt“. Mesnerhäuser wurden meist unmittelbar neben dem Pfarrhof gebaut. Wer diesen Dienst übernimmt, so Salzmann, soll in der Kirche beheimatet und religiös geprägt sein, damit die innere Haltung und das äußere Tun zusammenstimmen. Dabei sind die Aufgaben der Mesner/innen sehr verschieden. In Rankweil gibt es etwa einen Mesner, der die St. Peter Kirche am Morgen auf- und am Abend wieder zusperrt. Dann gibt es Mesner/innen, die für Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zuständig sind. Berufstätige Mesner etwa machen am Wochenende Dienst, während der Woche sind jene gefragt, die Zeit haben - meist Pensionist/innen.  

Auf Ehrenamtliche angewiesen 
Für Martin Salzmann beginnt der Tag morgens um 6.30 Uhr mit dem Aufsperren der Kirche und endet um 20 Uhr mit dem Schließen der Türen der Basilika. Innerhalb dieser großen Spannweite gibt es fixe Zeiten, wie Gottesdienste, Wallfahrtsgruppen oder Hochzeiten, Taufen und andere kirchliche Anlässe. Am Montag wird die Kirche geputzt und der Donnerstag ist traditionell der Blumentag, an dem die Kirche für die Gottesdienste des bevorstehenden Wochenendes frisch geschmückt wird. Auch ein Berufsmesner wie Martin Salzmann ist auf die Mithilfe von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen angewiesen.  

Schon als Kind mitgeholfen 
Der Rank‘ler Mesner versieht seinen Dienst nun schon seit 1987. Damals musste Salzmann mit 17 Jahren rasch entscheiden, ob er die Mesnerei von seinem Vater, der nach 40-jährigem Dienst plötzlich verstorben war, übernehmen wollte. Nachdem er schon als Kind seinen Vater bei der Arbeit als Mesner unterstützt hatte, war es für ihn ein logischer Schritt, selbst diesen Beruf zu ergreifen.

Bewährte Mesner/innen

Salzmann schätzt am Dienst des Mesners vor allem die Abwechslung, da keine Woche gleich wie die andere ist. Auch das Mitleben mit dem Kirchenjahr sei schön - es gebe immer wieder verschiedene Anlässe und Höhepunkte. Wie  etwa die  großen Festkreise rund um Weihnachten und Ostern. Was Martin Salzmann auch sehr gerne macht, sind Führungen. Da kann er die Basilika den Leuten näher bringen und auch die spirituelle Botschaft der Kirche vermitteln.
Salzmann ist davon überzeugt, dass geschulte und bewährte Mesner/innen immer wichtig sein werden, egal ob ehrenamtlich oder im Hauptberuf. Auch deshalb, weil die Priester mehr und mehr größere Seelsorgeräume zu betreuen haben, und darum zuverlässige Mitarbeiter/innen vor Ort gefragt sind.

Wolfgang Ölz, KirchenBlatt Nr. 37, 10. September 2015

 

Mehr Informationen unter

kath-kirche-vorarlberg.at

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