Freitag 20. April 2018
Veranstaltungen

Energie für die Seele tanken!
Aus unserem reichhaltigen Angebot wählen Sie hier:





20.
Apr.
21.
Apr.
Steiermark
21.
Apr.
Projekte & Initiativen
Zeugnis eines Priesterseminaristen bei Pfarrbesuch
Eine qualitätvolle Priesterausbildung
Ihre Spende hilft!
Projekte & Initiativen
Zeugnis eines Priesterseminaristen bei Pfarrbesuch
Eine qualitätvolle Priesterausbildung

Ihre Spende hilft!

Glaubwürdiger Zeuge werden 

Patrick Holzinger, Seminarist des Wiener PriesterseminarsMein Name ist Patrick Holzinger, ich bin zwanzig Jahre alt und im zweiten Semester des Studiums der katholischen Fachtheologie an der Universität Wien sowie Seminarist am Erzbischöflichen Priesterseminar Wien. Vor etwa einem Jahr habe ich schon einmal einen Bericht für das „miteinander“ geschrieben – damals kurz nach meiner Aufnahme ins Priesterseminar und meiner „Entsendung“ ins Propädeutikum nach Horn. 

Nun ist mehr als ein Jahr vergangen und ich blicke zurück auf diese vergangene Zeit in Horn sowie auf meine gegenwärtige Situation als Seminarist und Student. Das Jahr im Propädeutikum war eine sehr fruchtbringende Zeit; die Kurse mit den verschiedenen Referenten bildeten die Grundlage für das kommende Studium; der Höhepunkt des Jahres – die fünfwöchige Reise nach Israel – war für uns alle ein großes Erlebnis. 

Nun, nach Absolvierung des Jahres in Horn, blicke ich auf das, was vor mir liegt: das fünfjährige Studium der Theologie. Schon seit mehreren Jahren gilt mein großes Interesse dem Studium dessen, woran ich glaube. Ebenso erlebe ich als beinahe jüngstes Mitglied im Wiener Priesterseminar unter der beachtlichen Anzahl von etwa vierzig Alumnen, die Zeit in der Gemeinschaft als ein Lernfeld für die spätere Aufgabe als Priester. Der Umgang mit den Mitbrüdern bildet die Grundlage für den künftigen Umgang mit den Menschen in Pfarre und Gemeinde. 

So hoffe ich, dass ich mich mit jenen Talenten, die Gott mir gegeben hat, so einbringen kann, dass ich zu einem glaubwürdigen Zeugen und Mitarbeiter der Wahrheit werden kann inmitten der Welt, inmitten der Kirche.

Patrick Holzinger

Seminarist des Wiener Priesterseminars

Michaelbeuern: Tage im Kloster

Einschwingen in den Rhythmus der Mönche

In der Benediktinerabtei Michaelbeuern können Männer einige Tage im Kloster mitleben. Solche Begegnungen verändern Gäste und Mönche. Einblicke von P. Clemens Koch. 

Seit Anfang der 1980-Jahre besteht in der Benediktinerabtei Michaelbeuern die Möglichkeit – dieses Angebot richtet sich an Männer ab 16 Jahren –, für einige Tage im Kloster mitzuleben. Die Gründe, warum jemand von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, sind unterschiedlich.

 

Mehr Tiefgang 

Manche sind einfach nur neugierig und möchten einen Einblick ins klösterliche Leben erheischen, andere wollen innerlich zur Ruhe kommen und in den Rhythmus der Mönche einschwingen. Eine weitere Gruppe sind Suchende, die sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandersetzen. Die Sinnfrage steht häufig am Anfang eines intensiven Suchprozesses. Solche Menschen spüren, eigentlich bräuchte mein Leben mehr Tiefgang, und fragen sich weiter, für was zahlt es sich wirklich aus zu leben. Beim einen ist dieser Suchprozess bald abgeschlossen, beim anderen dauert er länger und inkludiert manchen Umweg. Öfters tauchen auch Fragen nach Gott und einer lebensfördernden Spiritualität auf. Könnte es sein, dass Gott mit mir etwas ganz Bestimmtes vor hat? Ist in meinem Innersten eine konkrete Berufung eingesenkt, die es zu entdecken gilt und die sich entfalten möchte? Brechen diese oder ähnliche Fragen auf, kann es hilfreich sein, sich eine Auszeit zu nehmen, um eine andere, zumeist noch unbekannte Lebensform kennenzulernen.

Lebensform

Die Mönche gestalten ihr Leben aus der Beziehung zu Gott. Ihm ziehen sie nichts vor. Im ausgewogenen Rhythmus von Gebet, Arbeit und Studium tauchen sie immer wieder in das Mysterium „Gott“ ein, um daraus Kraft und Sinn zu schöpfen. Diese Lebensform wirkt auf Außenstehende faszinierend und befremdlich zu gleich. Tage im Kloster sind Schnuppertage, die einem die klösterliche Welt näher bringen und die eigene Berufung erahnen lassen.

In Michaelbeuern haben sich die Kar- und Ostertage als für diese Auszeit besonders prädestiniert entwickelt. Selbstverständlich kann man auch zu anderen Zeiten ins Kloster kommen. Sinnvoll ist es, sich dafür ein Wochenende zu reservieren. Schließlich gilt es, gut in den klösterlichen Rhythmus einschwingen, und das nimmt schon einige Stunden in Anspruch. Die Anreise erfolgt idealerweise freitagnachmittags. Dann hat man bis zum Abendgebet noch Zeit, sich zu akklimatisieren und nützliche Informationen einzuholen. Einer der Mönche übernimmt die Begleitung, die anderen trifft man zu den obligatorischen Gebets- und Essenszeiten, die dem Tag eine ausgewogene Struktur verleihen.

 

Rhythmus der Mönche  

Die benediktinische Spiritualität lässt sich mit den Begriffen bete (ora), arbeite (labora) und lies (lege) prägnant zusammenfassen. Die Feier von Eucharistie und Tagzeitenliturgie bildet das Herzstück monastischen Lebens. Aus diesem Grund legt der heilige Benedikt fest, dass dem Gottesdienst nichts vorgezogen werden soll (RB 43). Die Mönche versammeln sich fünfmal täglich zum Gebet und die Gäste tun es ihnen gleich. Lege ist das meditierende Lesen der Bibel und spiritueller Literatur. Gewöhnlich erfolgt dieses, als Geistliche Lesung bezeichnete Lesen in der eigenen Klosterzelle. Samstagvormittags findet die Geistliche Lesung in Form eines Bibelgespräches statt, um sich gemeinschaftlich auf die sonntägliche Messfeier einzustimmen. Gleichsam als ausgleichendes Element zu Gebet und Lesung empfiehlt Benedikt manuelles Arbeiten. Für die Tage im Kloster eignen sich leichtere Arbeiten – wie etwa im Klostergarten – besonders gut. Die Rekreation – also die gemeinsame Erholung – ist am Samstagabend; man trifft sich, um in gemütlicher Atmosphäre miteinander zu plaudern. Trotz des gut strukturierten Tagesablaufes bleibt noch Zeit für einen persönlich. So kann man z.B. bei einer Klosterführung in die abwechslungsreiche Geschichte der Abtei eintauchen oder bei einem Spaziergang die nähere Umgebung erkunden.

  

Am Ende der Tage im Kloster ist man um etliche Erfahrungen reicher. Mancher Gast kehrt mit dem Vorsatz, seine Gottesbeziehung intensivieren zu wollen, nach Hause zurück. Das innerlich zur Ruhe-Kommen und das Einschwingen in den Rhythmus der Mönche tragen ihre ersten Früchte. Dies miterleben zu dürfen, ist ein wertvolles Geschenk, über das sich die Mönche besonders freuen.

P. Dr. Clemens Koch

Mehr

abtei-michaelbeuern.at

Spirituelle Veranstaltungen der Benedtikinerabtei Michaelbeuern finden Sie auf unser Startseite unter diesem Veranstalter.

  

gastimkloster.at

 

 

 

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

Stephansplatz 6
1010 Wien

Telefon: +43 1 512 51 07
Fax: +43 1 512 51 07 - 12
E-Mail: office@canisius.at
Darstellung:
http://www.canisius.at/