Dienstag 20. Februar 2018
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Glaubwürdiger Zeuge werden 

Patrick Holzinger, Seminarist des Wiener PriesterseminarsMein Name ist Patrick Holzinger, ich bin zwanzig Jahre alt und im zweiten Semester des Studiums der katholischen Fachtheologie an der Universität Wien sowie Seminarist am Erzbischöflichen Priesterseminar Wien. Vor etwa einem Jahr habe ich schon einmal einen Bericht für das „miteinander“ geschrieben – damals kurz nach meiner Aufnahme ins Priesterseminar und meiner „Entsendung“ ins Propädeutikum nach Horn. 

Nun ist mehr als ein Jahr vergangen und ich blicke zurück auf diese vergangene Zeit in Horn sowie auf meine gegenwärtige Situation als Seminarist und Student. Das Jahr im Propädeutikum war eine sehr fruchtbringende Zeit; die Kurse mit den verschiedenen Referenten bildeten die Grundlage für das kommende Studium; der Höhepunkt des Jahres – die fünfwöchige Reise nach Israel – war für uns alle ein großes Erlebnis. 

Nun, nach Absolvierung des Jahres in Horn, blicke ich auf das, was vor mir liegt: das fünfjährige Studium der Theologie. Schon seit mehreren Jahren gilt mein großes Interesse dem Studium dessen, woran ich glaube. Ebenso erlebe ich als beinahe jüngstes Mitglied im Wiener Priesterseminar unter der beachtlichen Anzahl von etwa vierzig Alumnen, die Zeit in der Gemeinschaft als ein Lernfeld für die spätere Aufgabe als Priester. Der Umgang mit den Mitbrüdern bildet die Grundlage für den künftigen Umgang mit den Menschen in Pfarre und Gemeinde. 

So hoffe ich, dass ich mich mit jenen Talenten, die Gott mir gegeben hat, so einbringen kann, dass ich zu einem glaubwürdigen Zeugen und Mitarbeiter der Wahrheit werden kann inmitten der Welt, inmitten der Kirche.

Patrick Holzinger

Seminarist des Wiener Priesterseminars

Jubiläumsgottesdienst

"Was willst du, dass ich tue?"

Festgottesdienst im Stephansdom mit Bischof Krautwaschl, Abt Ambros Ebhart und  den Bischofsvikaren Johann Hintermaier & Gerhard Reitzinger beschloss 100. Geburtstag.

Festgottesdienst 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018 im Wiener Stephansdom
Festgottesdienst 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018 im Wiener Stephansdom
Festgottesdienst 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018 im Wiener Stephansdom
Festgottesdienst 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018 im Wiener Stephansdom
Festgottesdienst 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018 im Wiener Stephansdom
Festgottesdienst 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018 im Wiener Stephansdom
Festgottesdienst 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018 im Wiener Stephansdom

Predigt zu 100 Jahre Canisiuswerk am 31.1.2018

Geburtstage zu feiern ist ein Grund, dankbar zu sein. Dies im Blick auf den eigentlichen Spender des Lebens und Lenker der Welt zu tun, bedeutet, sich "im Herrn zu freuen". Betrachtet man die äußeren Umstände, unter denen Paulus die eben gehörten Worte geschrieben hat, sind sie eigentlich nicht verständlich. Aber im Wissen um die Nähe Gottes kann er der Gemeinde in Philippi zurufen: "Freut euch!" Am heutigen 100. Geburtstag des Canisiuswerks ist es daher angebracht, sich "im Herrn zu freuen". Denn: die Jahre herauf hat dieses "kleine Werk" "große Geschichte" geschrieben, weil es das Wesentlichste unseres Christseins im Blick hat: den Ruf und damit das Wort, das Gott in die Welt hinein sendet bzw. spricht. Und wir wissen: "wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, ohne die Erde zu tränken und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne zu bewirken, was ich will, und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe" (Jes 55,10-11). Auf unterschiedliche Art und Weise und in verschiedenen Organisationsformen fällt dem Canisiuswerk seit nunmehr 100 Jahren der Auftrag und die Sendung zu, den Ruf, das Wort Gottes für das eigene Leben zu entdecken. In der Gründungszeit war es Josef Moser, dem es ein inneres Anliegen war, dass die Großstadt Wien ausreichend Priester hat, damit das Evangelium - ich drücke es so aus - wirklich überall hingelangen kann.

 

"Was willst du, Herr, dass ich tue?" 

Damit aber ist der Inhalt dessen, wofür der Begriff und die Einrichtung "Canisiuswerk" stehen, deutlich als "wesentlicher" alle kirchlichen Vollzüge durchdringender Zug markiert: Gottes Ruf wahrnehmen, hören und ihm mit dem eigenen Leben zu antworten. So wie es der Tagesheilige Johannes Bosco für sich in seiner Zeit auch gemacht und vorgelebt hat. Dieses Anliegen ist Mitte der Anliegen von Kirche im Leben der Welt von heute, denn nur jene, die Seinen Ruf hören und diesem entsprechend handeln, sind in den Augen unseres Herrn und Meisters "klug" (vgl. Mt 7,25ff.). Werden wir also nicht müde, in unserem eigenen Leben dem Ruf Gottes nachzuspüren: "Was willst du, Herr, dass ich tue?" kann wohl als einer der innersten Fragestellungen derer bezeichnet werden, die sich in die Kirche gerufen und damit in diese Welt hinein gesendet wissen. Dieses Anliegen müssen wir uns als Einzelne und als Kirche insgesamt mehr und mehr zu unserem eigentlichen Anliegen machen. Nur dann, wenn klar ist, wozu wir uns als Christinnen und Christen in diese Welt hinein gesendet wissen, werden früher oder später auch antworten können "hier bin ich" und einen Dienst in dieser Kirche für die Menschen als Verkündiger der frohen Botschaft antreten. "Ein Leben nach den Evangelischen Räten" ist gerade im Heute unserer Zeit ein Zeichen, das notwendig ist und deutlich macht, dass wir unser Dasein eben nicht aus uns selbst haben, sondern uns verdankt wissen dürfen.

 

Ja, wir können und dürfen uns freuen, weil wir um Seine Nähe wissen. Gerade heute. Gerade angesichts so mancher Zahlen, die uns in der Kirche manchmal mutlos werden und fragen lassen: "Haben wir auf das falsche Pferd gesetzt?" Aber: Sein Wort kehrt nicht leer zurück! Es bewirkt, wozu Er es aussendet - und dafür sind viele im Heute unserer Welt Zeugen, mitunter vielleicht anders und andererorts als wir es bisher gewöhnt waren oder wie wir selbst groß geworden sind. Es braucht "nur" den Mut, sich selbst dieses unbändige Vertrauen zuzumuten und dem entsprechend zu leben; und es braucht den Mut, diesen Glauben anderen zuzumuten und zuzusprechen. - Schwestern und Brüder, haben wir dieses Vertrauen, diesen Glauben - als Kinder eines, also des himmlischen Vaters?

Ich bin mir sicher: Gott sendet seinen Ruf auch heute! Lernen und leben wir die "Hörbereitschaft" und trauen wir uns zu, diese auch in anderen zu wecken, damit das, was uns zuinnerst leben lässt, weiter getragen wird. "Ad multos annos!", liebes Canisiuswerk, und damit liebe Beterinnen und Beter, Spenderinnen und Spender, liebe Frauen und Männer, denen die Jahrzehnte herauf geholfen wurde, liebe Mitarbeitende und liebe für die Berufungspastoral in unserer Kirche Lebende!

+ Bischof Wilhelm Krautwaschl

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

Stephansplatz 6
1010 Wien

Telefon: +43 1 512 51 07
Fax: +43 1 512 51 07 - 12
E-Mail: office@canisius.at
Darstellung:
http://www.canisius.at/