Samstag 27. Mai 2017
Veranstaltungen

Energie für die Seele tanken!
Aus unserem reichhaltigen Angebot wählen Sie hier:





Projekte & Initiativen
Zeugnis eines Priesterseminaristen bei Pfarrbesuch
Eine qualitätvolle Priesterausbildung
Ihre Spende hilft!
Projekte & Initiativen
Zeugnis eines Priesterseminaristen bei Pfarrbesuch
Eine qualitätvolle Priesterausbildung

Ihre Spende hilft!

Glaubwürdiger Zeuge werden 

Patrick Holzinger, Seminarist des Wiener PriesterseminarsMein Name ist Patrick Holzinger, ich bin zwanzig Jahre alt und im zweiten Semester des Studiums der katholischen Fachtheologie an der Universität Wien sowie Seminarist am Erzbischöflichen Priesterseminar Wien. Vor etwa einem Jahr habe ich schon einmal einen Bericht für das „miteinander“ geschrieben – damals kurz nach meiner Aufnahme ins Priesterseminar und meiner „Entsendung“ ins Propädeutikum nach Horn. 

Nun ist mehr als ein Jahr vergangen und ich blicke zurück auf diese vergangene Zeit in Horn sowie auf meine gegenwärtige Situation als Seminarist und Student. Das Jahr im Propädeutikum war eine sehr fruchtbringende Zeit; die Kurse mit den verschiedenen Referenten bildeten die Grundlage für das kommende Studium; der Höhepunkt des Jahres – die fünfwöchige Reise nach Israel – war für uns alle ein großes Erlebnis. 

Nun, nach Absolvierung des Jahres in Horn, blicke ich auf das, was vor mir liegt: das fünfjährige Studium der Theologie. Schon seit mehreren Jahren gilt mein großes Interesse dem Studium dessen, woran ich glaube. Ebenso erlebe ich als beinahe jüngstes Mitglied im Wiener Priesterseminar unter der beachtlichen Anzahl von etwa vierzig Alumnen, die Zeit in der Gemeinschaft als ein Lernfeld für die spätere Aufgabe als Priester. Der Umgang mit den Mitbrüdern bildet die Grundlage für den künftigen Umgang mit den Menschen in Pfarre und Gemeinde. 

So hoffe ich, dass ich mich mit jenen Talenten, die Gott mir gegeben hat, so einbringen kann, dass ich zu einem glaubwürdigen Zeugen und Mitarbeiter der Wahrheit werden kann inmitten der Welt, inmitten der Kirche.

Patrick Holzinger

Seminarist des Wiener Priesterseminars

Berufung finden, macht gesund

5. TheoTag am 23.2. in Wien

Theo Tag ermöglichte Schülern in der Phase der Berufsfindung Einblicke zu den Ausbildungsangeboten in der Erzdiözese Wien.

Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
 

400 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren traten am 23. Februar eine Fahrt durch die Stadt zur Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems an, um beim fünften Theo Tag dabei zu sein. Das Don Bosco Haus war mit 220 Teilnehmern im Vorjahr bereits aus allen Nähten geplatzt, sodass ein neuer Standort her musste.

 

Einen Tag dominierten – abseits von Mathematik, Englisch und Geografie – Fragen zu Religion und Glauben, Einblicke in kirchliches Engagement sowie Begegnungen mit Menschen, die mit brennendem Herzen ihre Berufung im Berufsfeld Kirche verwirklichen.

 

Schulamtsleiterin Andrea Pinz betonte in ihrer Begrüßung, dass „an diesem Tag Schülerinnen und Schülern Zukunftsperspektiven vor Augen geführt werden. Das Engagement in kirchlichen Berufen ist sehr vielfältig, durchzieht die Gesellschaft und prägt diese mit.“ Die Berufungszufriedenheit von Menschen in kirchlichen Berufen sei überdurchschnittlich, wobei Teamarbeit und ein wertschätzendes Umfeld wichtige Faktoren darstellten.

 

Religion wofür?

In mitreißenden Impulsvorträgen eröffneten der Innsbrucker Dogmatiker Józef Niewiadomski und der Wiener Moraltheologe Matthias Beck Diskussionsfelder zur Bedeutung der Religion angesichts massiver gesellschaftlicher Veränderungen. „Wie lange wird das säkularisierte Europa das Vertrauen in die Menschenrechte aufrechterhalten können?“ Denn der Glaube sei die Wurzel dafür, dass alle Menschen die gleiche Würde haben, so Niewiadomski. Er appellierte an die Jugendlichen, sich für Religion zu interessieren, zu „Wellenbrechern“ zu werden, denn „eine Moderne, die nur noch modern ist, wird modern“.

 

Professor Beck führte Problemfelder der Medizinethik, etwa im Bereich der Fortpflanzungsmedizin, vor Augen. Angesichts der steigenden Bedeutung einer personalisierten Medizin „ist heute die Stunde der Verbindung von Naturwissenschaften und Spiritualität“. Er ermutigte die Jugendlichen, am Ende der Schullaufbahn nach ihrer spezifischen Berufung zu suchen, denn „das Finden dieser bewirkt, dass wir glücklicher und damit gesünder leben“.

Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
Theo Tag am 23.2.2017
 

Workshops und Infostände

Die hier angerissenen Fragen wurden in weiterführenden Diskussionseinheiten vertieft. Auch bei anderen Workshops ging es ans Eingemachte: Wie christliche Werte in Unternehmen umsetzen?, „Fundamentalismus – Salafismus – Demokratie“, „So geht Entscheiden!“, „Wer geht ins Kloster?“, „priest4you!“, „Die Bibel als Ur-Internet!“ oder die Frage „Wie mit BettlerInnen umgehen?“ Telefon-, Gefängnis- und Polizeiseelsorger gaben Einblicke, welch menschliche Abgründe sich auftun können, wenn man versucht, für die einem „anvertrauten Seelen zu sorgen“. Infostände zu Ausbildungswegen für kirchliche Berufe ergänzten das Angebot.

 

Diskussion aus den Workshops setzte sich auch in der Pause fort. „Herr, Professor, der Priester sagte, er lebt ganz alleine. Keiner daheim. Wenn er heimkommt, niemand zum Reden, nichts.“ Der Professor verweist auf neue Priesterwohngemeinschaften im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses in der Erzdiözese. Frage an die Schülerin: „Wie wirkte er auf dich? Zufrieden? Sie: „Er scheint glücklich zu sein. Trotzdem!“

 

„Frag doch mal den Kardinal!“

Höhepunkt des Theo Tages war eine Begegnung mit Kardinal Schönborn. Am Vormittag konnten Schülerinnen und Schüler ihre Fragen vorbereiten. Rasch füllten sich die Flipcharts, kein Thema war tabu.

 

„Wollen Sie Papst werden?“ Schönborn erzählt von den beiden Konklaven, bei denen er stimmberechtigt war. Seine Mutter, mittlerweile 96 Jahre, gab damals einer Vorarlberger Lokalzeitung zur Antwort: „Papst – das ist nichts für meinen Buben!“ Er teile diese Ansicht, wenn auch aus anderer Perspektive. „Wie viel verdienen Sie?“ Der Kardinal legte sein Einkommen aus dem Bischofsgut offen. Er beziehe kein Managergehalt, sei sich aber bewusst, dass viele mit weit weniger auskommen müssen. Für seine Kolumnen erhalte er kein Honorar, er verkaufe das Evangelium nicht. „Geht ein Kardinal beichten?“ Bereitwillig gab Schönborn Auskunft zu Beichtvater, Gepflogenheiten und persönlichen Schwächen – entwaffnend ehrlich. Auch Fragen zu den Piusbrüdern, Kardinalsernennungen, zur Skepsis gegenüber Pfarrzusammenlegungen und nach dem Warum des Leids wich der Kardinal nicht aus, bekannte, dass auch er nicht immer Antworten parat habe.

 

Zum Abschluss des Tages lud Organisator und Leiter der Berufungspastoral Darko Trabauer zu einem Imbiss ein, bevor sich die Shuttlebusse nach einem gelungenen, anregenden Tag wieder Richtung Stadt in Bewegung setzten.

Maria Fibich

__________________________________________________________________________

Der Theo Tag ist eine Kooperationsveranstaltung der Berufungspastoral und des Erzbischöflichen Amtes für Unterricht und Erziehung der Erzdiözese Wien.

 

 

 

CANISIUSWERK

Zentrum für geistliche Berufe

Stephansplatz 6
1010 Wien

Telefon: +43 1 512 51 07
Fax: +43 1 512 51 07 - 12
E-Mail: office@canisius.at
Darstellung:
http://www.canisius.at/